Bonner Presseblog - Am Puls der Bundesstadt

Bonn

Bonner Jugendamtskandal vor dem Landgericht: Mit dem Nikolaus in der Provinz

LG Bonn
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(Bonner Presseblog) Wer kennt ihn nicht den schönen Spruch: „Vor Gericht und aud hoher See…“ Aber es gibt noch einen anderen: „Vor Gericht bekommt man ein URTEIL aber nicht unbedingt RECHT“.

Am Nikolaustag war es dann am Landgericht wieder so weit: Nicht ganz unerwartet soll das Gericht bei der „Aufklärung des Sachverhalts“ in einer Art Defensivtaktik einen offenbar unzutreffenden Tatbestand verlesen haben. Der Kläger durfte nicht ein Wort sagen*, er sei „aggressiv“ und das Jugendamt „uneingeschränkt im Recht“. Großes Kino unter dem Vorsitzenden Richter Eugen Schwill: „man“ (wer immer das sein könnte) überlege, ob Kritik an der Stadt** nicht bereits strafbar (!) sei.

Das Urteil soll am 10. Januar 2018 verkündet werden. Nach Auskunft des Beklagten wollte die Stadt mit ihm verhandeln, was jedoch von seinem Anwalt wegen der eindeutigen Rechtslage rundweg abgelehnt wurde. Nach Lage der Dinge könnte es eine erneute „Unterschutzstellung“ der Stadtverwaltung durch ein „Verteidigungsurteil“ geben, was ziemlich sicher von der nächsten Instanz in Köln (wie bereits geschehen), spätestens aber vom BGH mit Aplomb kassiert würde

*Das erinnert fatal an einen anderen Vorgang. Im Trinkwasserpanschprozess gegen den Pseudo-Erfinder von Desinfektionsanlagen, Friedhelm Naujoks. Dort hatte Richter Klaus Reinhoff, der sich sehr widersprüchlich verhielt, nicht gestattet, dass der Gerichtsgutachter Prof. Dr. Martin Exner, Uni Bonn ausführlich die Gefährdungslage der unzulässigen „Testanlagen“ erläutert. Der Gutachter durfte nicht ein Wort sagen, was nach Ansicht des Richters nicht zum Inhalt der Klage gehört. So kann verhindert werden, dass Prozesse ausufern, es ist aber auch ein Mittel bei entsprechender Formulierung unliebsame Wahrheiten nicht ans Tageslicht kommen zu lassen. „Mehrfachstraftäter“ und SPD-Oberschlitzohr von Dieckmanns Gnaden, wurde damals Unkenntnis, besser Dummheit attestiert, und freigesprochen, obwohl er als „Fachmann“ nachweislich wusste, das sein bis heute nicht zugelassenes „Inline-Elektrolyse-Verfahren“ als Nebenwirkung krebserregende Trihalogenmethane freisetzt.

Exner und allen Fachleuten war klar: die vorsätzliche Gifteinleitung durch das SGB über mehrere Monate, 2.952 Stunden beim Konrad-Adenauer-Gymnasium und 384 Stunden bei der GS II sind ein klarer Verstoß gegen das sog. Minimierungsgebot. Wenn überhaupt Chemikalien, dann so wenig wie möglich, sagt Dr. Hartmut Bartel vom UBA.

Was blieb vom Skandal war immerhin der Beitrag von Jochen Hilgers in der WDR-Lokalzeit, der die Bonner Staatsanwaltschaft merkwürdig inkompetent aussehen ließ:Legionellenskandal – Narrenfreiheit für den Staatsanwalt

** Kritik an der Stadt nicht erlaubt?

Auch hier bieten sich Parallelen an. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Stadt Bonn um die vom Naujoks-Spezi Dr. Manfred Knobloch rechtswidrig verschlimmbesserte Auladecke im Konrad-Adenauer-Gymnaisium erlaubte sich Alfred Hennemann, „bausachverständiger Fachanwalt“ der Kanzlei Meyer-Köring, von Danwitz, Privat mit exorbitant dümmlichen Argumenten im Rahmen einer Widerklage (!) schützend vor das Skandal-SGB zu werfen.

Nun versucht diese Kanzlei, offenbar mit ganz ähnlichen Mitteln die Stadt beim Jugendamtskandal herauszuhauen, zunächst erfolgreich. Dank Richter Schwill also (noch) keine Klatsche.

Vollidioten waren offenbar bei der Verhandlung nicht anwesend

 

Bezirksregierung Köln sieht Probleme mit Hotelneubau am HBF – Rat muss ran

Urban_Soul_Bonn_ BenthemCrouwel + Cross-Architecture
Urban_Soul_Bonn_ BenthemCrouwel + Cross-Architecture
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(Bonner Presseblog) Mal ganz was anderes aus dem Hause von Regierungspräsidentin Gisela Walsken (SPD). Auf der  Homepage liest man: „So vielfältig wie die Landschaft, so vielfältig wie die Interessen der Menschen in unserem Regierungsbezirk, sind auch die Aufgaben der Bezirksregierung. Dabei rückt die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch Stärkung des Wirtschafts- und Wissensstandortes Rheinland … in den Vordergrund...“

Eine der vielfältigen Aufgaben der Behörde scheint es zu sein a) sich schützend vor Parteimitglieder zu stellen, wenn sie Mist gebaut haben und b) den Amtsschimmel laut wiehern zu lassen ansonsten aber untätig zu bleiben.

Das ist jetzt vorbei: Der Tatendrang der Bezirksregierung, beim Bonner Hotelprojekt „Urban Soul“ mutet skurril an. Die Auffassung der Behörde, „der alte Fluchtlinienplan auf dem Nordfeld sei weiterhin gültig, wirkt formalistisch. Zumal die Kölner Aufsichtsbehörde seinerzeit den Planfeststellungsbeschluss für die U-Bahn genehmigt hatte“ berichtet der GA gestern. „Mit ihrer… Sichtweise zwingt die Behörde nun als obere Bauaufsicht die Stadt Bonn, einen Verwaltungsaufwand zu betreiben, auf den die Stadt in Anbetracht ihrer ohnehin vielen Aufgaben verständlicherweise gut und gerne hätte verzichten können.“

Nun muss der Bonner Rat nächste Woche ran, „denn um auf Nummer sicher zu gehen, muss die Verwaltung einen Aufstellungsbeschluss zur Aufhebung des Fluchtlinienplanes durchführen, um das Hotel in seiner beantragten Form genehmigen zu können. Der Fluchtlinienplan war anno dazumal für den Bau des längst abgerissenen Eisenbahnverwaltungsamtes auf dem inzwischen für das „Urban-Soul“-Projekt gesperrten Parkplatzes aufgestellt worden. Da die Developer GmbH zunächst mit der Errichtung des Geschäftshauses starten wolle, befürchtet Stadtbaurat Wiesner keine Verzögerung für den Hotelneubau. Damit aber nichts anbrennt, brachte er einen Dringlichkeitsantrag in die Bezirksvertretung Bonn am Dienstagabend ein, die diesem mehrheitlich zustimmte“, so der Bericht von GA-Redakteurin Lisa Inhoffen.

Alles in allem erfüllt sich damit das Motto der Kölner Bezirks-Förderfrau: „Region denken – praktisch entscheiden“

Weitere Information zum Projekt: „Ausstellung und Film über URBAN-SOUL“ und:

Stage win for Benthem Crouwel at Urban Soul“, Bonn

 

Morgen im Landgericht: Droht Bonner Jugendamt eine neue Klatsche?

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(Bonner Presseblog) Wer es immer noch nicht begriffen hat, mit welcher Standhaftigkeit im Bonner Stadthaus unrechtmäßiges Verwaltungshandeln exekutiert wird, der sollte morgen, am Mittwoch, den 06.12.2017 um 14 Uhr im Sitzungssaal S 1.23 (Saalbau) in der Wilhelmstrasse 21 in Bonn der Verhandlung im Rechtsstreit Amt 51 (Amt für Kinder, Jugend und Familie) gegen den Vater Horst Weiberg beiwohnen. Der will nichts anderes, als endlich das Sorgerecht für seine Tochter, die ihm das Bonner Jungendamt in skandalöser Weise vorenthält.

Er kämpft nun schon seit Jahren gnadenlos mit zunehmendem Erfolg gegen eine gnadenlose Behörde und gegen den dubiosen „Kleinen Muck e.V.  Beiden wurden inzwischen allerhand Unmögliches nachgewiesen, besonders dem Jugendamt. Trotz vieler Prozesse, die inzwischen die Frankfurter Media-Kanzlei in Bonn und Köln für ihren Mandanten gewonnen hat, hält sich der städtische Abteilungsleiter, Udo Stein, wacker im Amt.

Das erinnert an die Affären um den schlussendlich doch noch geschassten „Lügengebäudemanager“ Friedhelm Naujoks, der trotz gesundheitsgefährdener Trinkwasserpanscherei und der noch immer nicht bauaufsichtlich zugelassen Auladecke im Konrad-Adenauer-Gymnasium durch die Maschen der Justiz schlüpfen konnte.

Die scheinen in Bonn besonders großmaschig zu sein. Kein Wunder, denn die Verwaltung, normalerweise in preußischer Tradition mit Vorschusslorbeeren bedacht, arbeitet in der Bundesstadt kräftig mit um die eigenen Leute, wenn auch gesetzwidrig, aus der Schusslinie zu bringen. Der Rest, und das ist in nicht wenigen Fällen nachweislich so, wird dann von gutmeinenden Staatsanwälten besorgt.

In den genannten SGB-Skandalen, waren es Ex-OB Jürgen Nimptsch, der Nachfolger von Naujoks (Bruno Lossau) und die Dauer-Stellvertreterin Marion Duisberg, die schlitzohrig agierten und notfalls dreist die Wahhrheit beugten. Mit im Bunde diverse Leiter anderer Abteilungen.

Last not least, der inzwischen in den unverdienten Ruhestand entschwundene Rechtsdezernent Rüdiger Wagner, dem Presseanfragen zum Bonner Jugendamtskandal ebenso Wurst waren, wie seinerzeit als Umweltdezernent die Trinkwasserverseuchung in Bonner Schulen.

Nicht vergessen darf man natürlich, die angesehene Bonner Kanzlei Meyer-Köring, die als eine Art „A-bonn-ementskanzlei“ der Stadt die Verwaltungstäter rauspauken muss, notfalls mit Hilfe ihrer dubiosen Winkeladvokaten

Morgen wird es also spannend, wenn man in der Verhandlung unter dem Aktenzeichnen 9 O 327/17 erkennen kann, ob für den Anwalt Dr. Andreas Menkel, Partner der Bonner Kanzlei Meyer – Köring „Kunst von Können kommt“, oder ob die Media Kanzlei Frankfurt erneut obsiegt.

In Bonn nicht ungewöhnlich: der Vorsitzende Richter Eugen Schwill lässt einfach ein Schlupfloch dort offen, wo schon längst keines mehr sein sollte. Hoffen wir, das es zu keinen Publikumsbeschimpfungen kommt, die es angeblich unter dem Vorsitzenden Richter gegeben haben soll…

Wachtberger Preis für komische Lyrik

Wachtberger Kugel
Wachtberger Kugel
Wachtberger Kugel

(Bonner Presseblog) Auf die zweite Ausschreibung zum Lyrikwettbewerb »Wachtberger Kugel« hin haben sich mehr als 400 Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland, aus der Schweiz und Österreich, aus vielen anderen europäischen Ländern und einer sogar aus Neuseeland mit ihren komischen Gedichten um den Wachtberger Preis für komische Lyrik beworben.

Sechs von ihnen werden am 13. Januar 2018 (19:00 Uhr bis 22:00 Uhr) im Wachtberger »Drehwerk 17/19« bei der Abschlussveranstaltung und Preisverleihung mit ihren Gedichten antreten, um einen der drei Jury- und/oder einen der drei Publikumspreise zu gewinnen:

Andreas Graf aus Köln
Andreas Kley aus Seelze (Niedersachsen)
Elisabeth Kuhs aus Ratingen (Rheinland)
Martin Möllerkies aus Hamburg
Stefan Pölt aus Hattersheim / Main
Horst Reindl aus Karlsfeld (Bayern)

Für die musikalische Begleitung konnten die Veranstalter erneut Jazzpianist Erwin Ruckes gewinnen.

Wie bei der ersten Runde des Wettbewerbs wird es auch 2018 eine Anthologie mit Wettbewerbsbeiträgen geben. Die Anthologie mit komischen Gedichten von 81 AutorInnen erscheint am 13. Januar 2018 im Kid Verlag.

Dieter Dresen / Herbert Reichelt (Hrsg.): Die besten Kugel-Schreiber – aus dem Lyrikwettbewerb »Wachtberger Kugel 2018«
Hardcover, 202 Seiten, Preis: 12.- €, erscheint Januar 2018, ISBN 978-3-929386-81-3

Besuchen Sie uns im Netz

Das vollständige Programm des Kid Verlages finden Sie im Netz auf folgender Seite: www.Kid-Verlag.de

Kid Verlag
Samansstr. 4
53227 Bonn
Tel.: 0228/443195
Fax: 0228/4299530
eMail: Kid-Verlag@gmx.de
Internet: www.Kid-Verlag.de

 

Mit dem Nachtwächter über den Weihnachtsmarkt

Nachtwächter vor dem Pranger
Nachtwächter vor dem Pranger
Nachtwächter vor dem Pranger

(Bonner Presseblog) Fehlt ihnen noch die zündende Idee zur Weihnachtsfeier?
Dann hätten wir etwas für sie. Begleiten sie den Nachtwächter durch die Stadt und gehen anschließend lecker essen oder auf den Weihnachtsmarkt. Der Bonner Nachtwächter, das Original, nur original mit Hut, Horn, Hellebarde und Laterne, entführt er sie in das alte Bonn des 17. Jahrhunderts. Durchleben sie eine andere Zeit, gefährlich war es damals auf den dunklen Gassen, der Schwarze Tod lauerte an jeder Ecke, Feuer drohte die Stadt zu vernichten oder Feinde wollten die Stadttore stürmen. Stellen sie sich unter seinen Schutz, dann kommen sie sicher durch die Gassen. Sein untertänig Weib Katharina ist immer dabei und es muss auch keinen dürsten, das Sterntor hat so seine geheimen Verstecke.

Pressekontakt:
Erlebnisstadtführungen Rheinschleier, Elisabeth und Karl Friedrich Schleier, In den Bieshecken 23, 53229 Bonn, Fon: 0228/3904562, Mail:info@rheinschleier.de, Internet:www.rheinschleier.de

Unternehmensportrait:
Wir sind seit bald 10 Jahre mit unseren unterschiedlichen Kostümführungen durch Bonn unterwegs. Lassen sie sich in andere Zeit entführen, sie werden erstaunt sein, was in Bonn alles so geschehen ist.

Weltklimakonferenz: Ex-Bürgermeister Bloomberg spendet Geld, Ex-Bürgermeisterin Dieckmann warme Worte

WCCB_Bärbel_Dieckmanns_Bürgschaftserklärung_ im_WDR_am_24_08_2009
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(Bonner Presseblog) Weltbürgermeistertreffen haben als eigenständige Veranstaltungen oder parallel zu internationalen Konferenzen eine lange Tradition.

Am Sonntag, 12. November fand auf der COP, erstmalig auf einer Klimakonferenz überhaupt, der Gipfel der Städte und Regionen statt: „Die Bundesstadt Bonn, das Land Nordrhein-Westfalen und ICLEI, das Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit, begrüßten mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus mehr als 80 Ländern, darunter rund 300 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.“

Diese Treffen sind verbunden mit der Positionierung von weltweit wichtigen Themen, Städteinteressen (hinter denen oft die Landesregierungen stehen) und den auftretenden Personen. Deren „Idealismus“ verleiht ihnen, gerade bei der Klimaproblematik eine Gloriole, die wiederum zu Hause partei- vulgo machtpolitisch genutzt werden kann.

Typischer Fall für dieses „Geben und Nehmen“ ist die Causa der Bonner Ex-OB Bärbel Dieckmann.

Im Juli 2008 war es Bärbel Dieckmanns große Stunde, als „Stadtoberhäupter aus der ganzen Welt an der internationalen Bürgermeisterkonferenz zu e-Government und Informationstechnologie, die jetzt in Seoul stattgefunden hat, teil. Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann reiste auch in ihren Funktionen als Vorsitzende des World Mayors Council on Climate Change und OB der UN-Stadt Bonn in die süd-koreanische Metropole“, so die Verlautbarung auf der Homepage der Stadt Bonn.

Im September 2009, einen Monat vor dem Ende ihrer regulären Amtszeit, forderte der Rat der Stadt Bärbel Dieckmann mehrheitlich zum Rücktritt auf. Sie lehnte ab, schied aber freiwillig aus dem Amt, da sie sich bereits im Herbst 2008 um die Präsidentschaft der Deutschen Sektion der Welthungerhilfe als Nachfolgerin für Ingeborg Schäuble beworben hatte.

Trotz Ermahnungen das Amt ruhen zu lassen und Bedenken von Hilfsorganisationen, dass die WHH Schaden nehmen könnte, bekleidet sie das Ehrenamt bis heute. Zwar muss die Mitverantwortliche beim WCCB-Desaster keine  Strafverfolgung mehr fürchten, dennoch bleibt die Angst als Zeugin im Schadensersatzprozess am 20. Dezember zu unliebsamen Dingen Stellung nehmen zu müssen.

In direktem Zusammenhang mit dem Weltklimagipfel stehen die Ereignisse rund um den monströsen WCCB-Skandal, weil sich Frau Dieckmann kürzlich aus der Provinz ausgerechnet zu Berichts- und Transparenzregeln im Rahmen der Konferenz im WCCB äußerte. Die Mutterschaft des Bonner Prestigeprojekts hatte sie aber verweigerte, als der Baum lichterloh brannte und sie solche Regeln unterlief. „Nein, das WCCB ist nicht mein Baby und das ist kein Projekt meiner Amtszeit...“ verkündete sie forsch am 24.8.2009 der insistierenden Redakteurin. Sie belog die Hörer der WDR-Lokalzeit umfänglich, wie man das auch noch heute auf dem You-Tube Video nachvollziehen kann.

Der „Heilbronner Stimme“ erklärte die frühere Bonner Oberbürgermeisterin am 4. November im Vorfeld des Weltklimagipfels: „Eine der zentralen Aufgaben in Bonn werde sein, „das Regelbuch für die kommenden Jahre zu formulieren. Dazu gehören Berichts- und Transparenzregeln, mit denen die Fortschritte auch gemessen werden können. “

Bestimmt wünschen sich viele Bonner Bürger spendenwillige Stadtoberhäupter wie New Yorks Michael Bloomberg und eine Ex-Oberbürgermeisterin, die vor Gericht endlich aktiv bei der Schadenminderung mitwirkt. Das wäre das Mindeste, was man kurz vor Weihnachten erwarten darf.

4. Fiesta Viktoria – Die Kulturnacht im Viktoriaviertel zum Ende der 23. Weltklimakonferenz

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(Bonner Presseblog) Die 4. Fiesta Viktoria – Kulturnacht im Viktoriaviertel lockt mit überraschendem Programm zum Ende der 23. Klimakonferenz. [Short Englisch Version at the end]

Konzerte im Persischen Restaurant und Poetry Slam im Klamottenladen: Die Fiesta Viktoria lädt zu einer bunten Nacht mit Kunst und Kultur ins Bonner Viktoriaviertel. Der Eintritt ist frei.

Zum Abschluss der 23. Klimakonferenz, am 17. November ab 19 Uhr, zeigt sich das gesamte Potential des stadtpolitisch umkämpften Viktoriaviertels (Rathausstraße, Stockenstraße, Franziskanerstraße) bereits zum vierten Mal in einem vielfältigen Programm mit überraschenden Künstlern an ungewöhnlichen Orten.

Bands und Singer-Songwriter mit stilistischer und kultureller Vielfalt

Im Start-Up „The 9th“ tritt die Duisburger Rock’n’Roll-Band Amour Vache mit Performance-Tänzerin und Visuals auf, ebenso wie die Bonner Formation Kochkraft durch KMA, die bereits auf Festivals wie dem Bochum Total und dem Traumzeit in Duisburg auf sich aufmerksam gemacht hat. Etabliert ist auch die Kölner Band Raute, die den Abschluss der Fiesta mit organischem Elektro zelebriert.

Wie immer bietet die Fiesta Viktoria auch lokalen Newcomern eine Chance. So geben die Bands The Salvation Gang und Aschkoze ihr Konzertdebüt. Im Zebulon sorgen zudem Frank & Friends, Dad’s Phonkey, Glitterminister und Druese für vielfältige musikalische Darbietungen.

Die Vielfalt wird zudem mit der Singer-Songwriter-Bühne im persischen Restaurant ISS DICH GLÜCKLICH gefeiert: Mit Elton Raville aus Brasilien, Melchi aus Kamerun und Kim&Mike aus Israel sind internationale Künstler zu Gast im Viktoriaviertel.

Poetry Slam und Ausstellungen in Kooperation mit kleinteiligem Einzelhandel

Abgerundet wird das Programm durch einen Poetry Slam im Bekleidungsgeschäft Kann-Heyne sowie eine Ausstellung zum Widerstand gegen die Braunkohle im RevierRaum. Eine interaktive Ausstellung zeigt in Bergfeld’s Bioladen eine 10-jährige Rückschau über das Viktoriaviertel: von der Schließung des Viktoriabades bis zur Bürgerwerkstatt in diesem Jahr.

In der engen Kooperation der Fiesta Viktoria mit dem inhabergeführten, kleinteiligen Einzelhandel im Viktoriaviertel zeigt sich ein modernes, bürgernahes und lebenswertes Bonn den Besuchern der 23. Klimakonferenz aus aller Welt. Die Fiesta Viktoria versteht sich als Puzzlestück der kulturellen und sozial-ökologischen Transformation, die dringend nötig ist, um die Erde auch für nachfolgende Generationen als lebenswerten Ort zu erhalten. Weiterlesen

Weltklimakonferenz Bonn: Hoffnung durch C-4 Pflanzen?

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(Bonner Presseblog) Kleiner Ausflug, große Wirkung?

Der Bonner Generalanzeiger berichtet, dass 15 Konferenzteilnehmer „von Ralf Pude, Professor für Nachhaltige Rohstoffe und Geschäftsführer aller Außenlabore der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn, sowie von Thorsten Kraska von der Geschäftsführung des Campus Klein-Altendorf prägnante Antworten auf die die Weltklimakonferenz bestimmende Frage bekamen, wie sich Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre verringern lässt.“

Da wäre das schnell wachsende Miscanthus- oder Chinaschilf-Gras, „eine Art Wunderpflanze, die in der Lage, ist 30 Tonnen CO2 pro Hektar im Jahr dauerhaft aufzunehmen.“ Diese ausdauernde Pflanzenart, auch irrtümlicherweise unter dem Namen Elefantengras bekannt, gehört zur Familie der Süßgräser.

„Ebenso zu den „effektiven Pflanzen“ rechnete Pude den Paulownia- oder Blauglockenbaum. „Ungläubiges Augenbrauenhochziehen bei den Zuhörern, als eine dicke Baumscheibe herumgeht. „An den wenigen Jahresringen auf der dicken Scheibe sehen Sie, dass der Paulownia zu den schnell wachsenden Bäumen gehört“, schreibt der GA-Vorgebirgs-Redakteur Mario Quadt.

Interessant an den C4-Pflanzen ist nicht nur ihr Wirkmechanismus mit der CO2 Menge in der Luft, sondern auch die Frage, wann und wie sie sich entwickelten. „Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass der Ursprung der C4-Photosynthese während des Oligozäns etwa 30 Millionen Jahren vor unserer Zeit liegt. Sinkende Temperaturen und Kohlenstoffdioxidkonzentrationen (von etwa 1000 ppm auf unter 500 ppm) kennzeichnen diese Periode.“

„Sinkende CO2-Konzentrationen werden als ein evolutionärer Auslöser und allgemeine Grundvoraussetzung für die Entstehung von C4-Pflanzen betrachtet. Da die C4-Photosynthese auch während der 30 Millionen Jahre nach dem ersten Evolutionsschub entstanden sind, müssen weitere, lokal vorherrschende Faktoren eine große Rolle gespielt haben.“

Wer im Biologie- und Chemieunterricht gefehlt hat, kann hier fast alles erfahren über effektive C4-Pflanzen

Bonn: Licht und Schatten auf der Weltklimakonferenz

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(Bonner Presseblog) „Völlig reibungslos und ohne größere Auswirkungen auf den Verkehr gehen an diesem Freitag, 10. November 2017, die ersten fünf Tage der Weltklimakonferenz in Bonn zu Ende. Insgesamt zieht die Bundesstadt Bonn eine durchweg positive Zwischenbilanz“ so die Meldung auf der Homepage der Stadt Bonn.

Viel Lob für das WCCB, eigentlich ein Bonner Normalzustand, denn das subventionierte Konferenzzentrum, das jährlich Unsummen an Steuergeldern kostet muss aus den Skandalschlagzeilen raus, in denen es seit Jahren steckt.

Wo Licht ist, ist meistens auch Schatten: „Autofahrer müssen sich am Samstag auf erhebliche Behinderungen in der Bonner City einstellen. Nach der Anti-Kohle-Demo eine Woche zuvor sind am 11.11. gleich zwei Protestaktionen im Rahmen der Weltklimakonferenz COP 23 angekündigt. Es werden 5000 beziehungsweise 3000 Teilnehmer erwartet. Polizei und Veranstalter gehen von einem friedlichen Verlauf aus“ orakelte die Bonner Rundschau schon vor zwei Tagen.

Auch inhaltlich gibt es Kritik, berichtet der  Deutschlandfunk : „Die Brasilien-Expertin der Gesellschaft, Eliane Fernandes Ferreira, sagte in Bonn, die Repräsentanten indigener Völker, die aus allen Teilen der Welt angereist seien, kämen nicht zu Wort. Sie warteten seit Tagen darauf, als gleichwertige Verhandlungspartner einbezogen zu werden. Zudem sei ihnen ein zu kleiner Pavillon für den Austausch untereinander zugewiesen worden. Es gebe nur Platz für 40 Personen. Ferreira führte aus, die Ureinwohner so vor den Kopf zu stoßen sei beschämend. Sie seien die ersten Opfer des Klimawandels und auf intakte Ökosysteme angewiesen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker kündigte an, am Montag offiziell Beschwerde gegen eine Ausgrenzung der Indigenen einzulegen.“

Finally: Bonn English Singers mit eigenem Weihnachtsprogramm

Bonn_English_Singers
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(Bonner Presseblog) Die Bonn English Singers sind schon lange ein fester Bestandteil der musikalischen Vorweihnachtszeit im Raum Köln/Bonn. Jedes Jahr übernehmen sie den musikalischen Part in den „9 Lessons & Carols“ Adventsgottesdiensten der Anglican Chaplaincy, die immer bis zum letzten Sitzplatz gefüllt sind.

Dieses Jahr erfüllt sich der Chor einen lang gehegten Traum: zusätzlich zu den lieb gewonnenen „9 Lessons & Carols“ tritt er mit einem eigenen Weihnachtsprogramm auf. Und das hat es in sich.

Gemeinsam mit Jazz-Pianist und Dirigent Fraser Gartshore entführt der Chor seine Zuhörer auf eine verrückte musikalische Weihnachtsreise in den anglo-amerikanischen Raum. Unter dem Programmtitel „Christmas Crackers – musikalische Bonbons zur Weihnachtszeit“ bekommen die Zuhörer für jede Geschmacksrichtung etwas geboten: neben Klassikern wie „Hark! the herald-angels sing“, „Once in royal David’s city“ und „O Come, all ye faithful“, dürfen sie sich auch auf Stimmungsmacher wie „Let it snow“, „The holly and the ivy“  und weitere jazzy tunes freuen.

Hinzu kommt ein besonderes Sahnebonbon, das der geneigte Zuhörer bei anderen Weihnachtskonzerten vergeblich suchen wird: jazzige Weihnachtsimprovisationen an der Orgel, gespielt von Fraser Gartshore himself. Wer in diesem Jahr Lust auf ein etwas anderes Weihnachtskonzert hat, der sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.

Das Konzert findet am Sonntag, den 10.12. ab 16:00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche in Bonn-Limperich statt.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Weiterführende Informationen zum Chor:

www.bonnenglishsingers.de

Pressekontakt:

Christine Sponholz

Am Bonner Graben 13

53343 Wachtberg

Tel: 01577-7794072

E-Mail: media@bonnenglishsingers.de