Bonner Presseblog - Am Puls der Bundesstadt

Bonn

Beste Aussichten für heute Nacht die Orioniden zu sehen…

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Der Zeitraum, in dem die Sternschnuppen über der Nordhalbkugel erstrahlen erstreckt sich von 2. Oktober bis 7. November. Am Samstag, 21. Oktober 2017, erreicht der Orioniden-Regen seinen Höhepunkt. Aber schon in der Nacht von Freitag, 20. Oktober, auf Samstag waren die Sternschnuppen in Scharen unterwegs. Die größte Aktivität soll es in der Nacht von Samstag auf Sonntag geben. Und auch eine Nacht später sind die Chancen gut. Rund 25 Sternschnuppen pro Stunde dürfte man trotz ihrer Schnelligkeit zu sehen bekommen.

 

Titelbild Wikipedia: By Brocken Inaglory.Edit by user: Dhatfield and Brocken Inaglory (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

 

 

Kaum zu glauben, aber amtlich… Bundestagswahlbeteiligung 84,4%

Kaum zu glauben ... aber amtlich
Kaum zu glauben ... aber amtlich
Kaum zu glauben ... aber amtlich

(Bonner Presseblog) etwas untergegangen im allgemeinen Analyserausch nach der Wahl sind zwei Zahlen: die Wahlbeteiligung in und um München lag bei über 80 Prozent, während im Wahlkreis Duisburg II nur müde 64,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben.

Bereits vor der offiziellen Endauszählung hatte der BR eine Rekordwahlbeteiligung gemeldet, die aber der CSU nicht viel geholfen hat.

Spitzenreiter war München-Land mit satten 84,4 Prozent, gefolgt von den Wahlkreisen Starnberg-Landsberg, Fürstenfeldbruck, Weilheim, Bad-Tölz-Wolfratshausen und Miesbach, was den Schluss zulässt: wo´s schön ist wählt man gern, was für die SPD-Hochburg im Norden der kreisfreien Stadt Duisburg offenbar nicht zutrifft…

WHH-Präsidentin Dieckmann will doch im WCCB-Schadenprozess aussagen

Kim + Dieckmann + Schultze im WCCB, Bonn Inside April 2008
Kim + Dieckmann + Schultze im WCCB, Bonn Inside April 2008
Kim + Dieckmann + Schultze im WCCB, Bonn Inside April 2008

(Bonner Presseblog) Koinzidenz, Koinzidenz…? Am Sonntagabend zu bester Sendezeit macht Ex-Außenminister und amtierender Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier anlässlich der „Woche der Welthungerhilfe“ traditionsgemäß Werbung für die Organisation.

Die WHH dürfte das nötig haben, den hin- und wieder irrlichtert die Noch-Präsidentin der Deutschen Sektion der WHH durch die Presse. Wie ein böser Dämon verfolgt sie das WCCB, das sie einst als Glücksfall pries und dessen Schatten auch immer wieder ungewollt auf die hilfreiche Spendenorganisation fällt.

Nun hat sich die, nach eigener Erklärung damals völlig uninformierte Oberbürgermeisterin, vermutlich wegen der juristisch aussichtloser Lage eines möglichen Widerspruchs bereit erklärt im Prozess um den WCCB-Skandal als Zeugin (!) auszusagen, berichtet der Bonner Generalanzeiger vom 17.10.2017

Nach Angaben von Gerichtssprecher Bastian Sczech ist die Beschwerdefrist gegen eine entsprechende Entscheidung der 1. Zivilkammer abgelaufen, ohne dass Dieckmann gegen das Urteil Beschwerde eingelegt hat. In dem Zwischenurteil hatte der Vorsitzende der 1. Zivilkammer, Stefan Bellin, unter anderem erklärt, dass Dieckmann sich zu Unrecht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht berufen habe… Die heutige Präsidentin der Welthungerhilfe wird nun als 34. und damit vermutlich letzte Zeugin in dem seit Anfang 2014 laufenden Zivilverfahren aussagen müssen.“

Dass nun u.U. mehr Licht in das Dauer-Dunkel des eigentlich größten öffentlichen bundesrepublikanischen Bau-Betrugsskandals kommt, wird viele Bonner Steuerzahler ganz überparteilich freuen, denn die Verweigerungshaltung von SPD-Frontfrau Bärbel Dieckmann dauert bereits seit August 2009 an.

Unklar ist immer noch, wer an entscheidender Stelle an der Schraube gedreht hat, dass Man-Ki Kim und dem Baukonzern SMI – Hyuandai der Zuschlag untergejubelt wurde, obwohl die SPK Köln-Bonn kein grünes Licht gegeben hatte. Wie sagte Andreas Riegel von Transparancy International am 21.05.2015 im Deutschlandfunk: „Wenn bei einem großen Projekt alle Investoren sich verabschieden und sagen, das ist wirtschaftlich nicht durchzuführen, dann hat das Signalwirkung und dann muss man sich fragen, ob man dort ein marktfähiges und wirtschaftlich sinnvolles Projekt anbietet.“

Letzten Endes geht es auch darum, ob Bärbel Dieckmanns Verwaltung, die es eigentlich hätte besser wissen müssen (und es laut RPA-Bericht wohl auch besser gewusst hat) den Rat der Stadt Bonn absichtlich das Märchen vom SMI-Hyundai- Weltkonzern nicht ausgeredet hat.

Allzuviel darf man sich allerdings nicht erwarten, denn immer noch steht mit „HammPartner“ aus Frankfurt (mit rein zufälligen Querverbindungen zur Bonner Großkanzlei Redeker-Dahs & Coll.) eine kompetente Verteidigerriege hinter „Ms. Deikmann“. Gegen die Ex-OB „and her husband Joechen“ setzte sich Man-Ki Kim zur Wehr, als ihm vorgeworfen wurde, er habe der Stadt Bonn mit seiner Firma SMI Hyundai die Bonität eines Weltkonzerns vorgetäuscht und sich an öffentlichen Geldern bereichern wollen…  Auch städtische Mitarbeiter sind in den Fokus der Staatsanwaltschaft geraten. Sie sollen dafür gesorgt haben, dass unberechtigt Landesmittel auf das Konto der UNCC flossen“ (aus: JUVE,  „Trümmerfeld WCCB„).

Man kann davon ausgehen, dass die Anwälte der Kanzlei HammPartner die Ex-OB bei ihrer Zeugenaussage gut beraten werden, so dass auch die damals noch von ihnen in aller Vorsicht geäußerte Aussage im Strafverfahren in der Versenkung verschwinden kann. Die lautetet: „Oft handelt es sich hierbei um namhafte Verfahren, wie beispielsweise die Vertretung von Bonns ehemaliger Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann gegen die Vorwürfe der Bestechlichkeit und Untreue in einem besonders schweren Fall.“

Sollte das so sein, dann liegen Lisa Inhoffen und Rita Klein vom Bonner GA richtig:  „Es wird ihr erster Auftritt im Bonner Landgericht im Zusammenhang mit dem WCCB-Bauskandal sein und so darf man hinzufügen, mit Hilfe der Justiz vermutlich auch ihr letzter Auftritt. Dann wären alle bösen Geister gebannt und die Bundesstadt kann zur Tagesordnung übergehen…

Siehe auch: „Muss Bärbel Dieckmann in den Zeugenstand?“, Bericht des Bonner Presseblogs vom 10.08.2017

Finissage: Clear Light Day – Soft Dark Night | Einzelausstellung Eric Cruikshank (Edinburgh)

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(Bonner Presseblog) DAS ESSZIMMER – Raum für Kunst+ zeigt:

Finissage: Donnerstag, 26. Oktober 2017, ab 19h

Der Ausgangspunkt für seine Arbeiten ist die Landschaft. – Nicht als direkte Repräsentation, vielmehr als Konzentration auf die emotionalen Qualitäten dieses Landschafts-Raumes. Mit einer Farbpalette, die sich auf das Haus seiner Familie in den Schottischen Highlands zurück führen lässt, fungiert die Farbe als Transport- und Kommunikationsmittel, die die unterschiedlichen Bildebenen sowie deren Referenzen aufscheinen lässt.
Durch die Strukturen, den formalen Entscheidungen sowie den gewählten Farbharmonien, die im Alltäglichen verankert sind, wird der Betrachter dazu ermutigt, das ihn umgebende Vertraute für neue Einsichten voller Möglichkeiten zu öffnen.

Cruikshank trägt die Farbe in dünnen, übereinander gelagerten Farbbändern auf. Durch die Verwendung einer Subtraktionstechnik wird die Oberfläche bis zum Erreichen einer Balance bearbeitet. Die empfindlichen zurück bleibenden Farbreste, erzeugen auf den ersten Blick die Wirkung einer monochromatischen Oberfläche. Durch den resultierenden Farbschleier schimmern die Spuren von Farbtönen am Rande deren Fokussierbarkeit, durch die die Oberfläche die sanfteste Helligkeit und ein modulierendes Volumen bekommt.
Die Arbeiten sind erst dann abgeschlossen, wenn die zurückbleibende Farbfläche keinerlei Spuren von Pinselstrichen aufweist, die Hinweise auf die Hand des Künstlers oder auf eine andere Herstellungstechnik geben könnten. Erst durch diese Endbearbeitung kann das entstandene Farbfeld genauer beurteilt werden. – Während der Entstehung der Arbeiten, pulst Farbe in ständig sich verändernden Mustern, durch die Subtraktion verschmelzen und fusionieren die einzelnen Ebenen in ein vibrierendes kontinuierliches Farbfeld, das zu einer erhöhten visuellen Wachheit einlädt.

Dank an:
British Council und den Oppenheim-John Downes Memorial Trust

Siehe auch: Homepage von Eric Cruikshank

Role-Models erwünscht: Mehr Sichtbarkeit von Frauen im Management

Logo womenandwork
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(Bonner Presseblog) Das Schwerpunktthema der diesjährigen women&work lautete „Veränderung und Transformation“. Am 17. Juni informierte Europas größter Messe-Kongress dazu ausführlich im begleitenden Kongressprogramm und befragte 174 Besucherinnen zum Thema „Digitalisierung und Zukunftstrends“. Dazu gehörte auch der Themenbereich „Frauen im Management“. 94 Prozent finden, dass erfolgreiche Frauen in der Öffentlichkeit zu wenig sichtbar und wahrnehmbar sind.

Für 92 Prozent der befragten Frauen ist Karriere wichtig bzw. sehr wichtig. 89 Prozent wünschen sich, eine Arbeit auszuführen, die ihnen Spaß macht und 42 Prozent legen Wert darauf, in einem Unternehmen problemlos aufsteigen zu können.
„Die diesjährige Befragung zeigt deutlich, dass Frauen karriereaffin sind. Lediglich der Glaube an die Gleichstellung fehlt“, sagt Melanie Vogel, Initiatorin der women&work. „42 Prozent der Befragten glauben nicht, dass in fünf Jahren genauso viele Frauen wie Männer in Führungspositionen anzutreffen sein werden.“
Daher sprechen sich 55 Prozent der Befragten klar für eine Frauenquote im Management aus, nur 15 Prozent lehnen sie rigoros ab.

Auch was die Sichtbarkeit erfolgreicher Frauen angeht, sind sich die Befragten einig: 94 Prozent finden, dass erfolgreiche Frauen in der Öffentlichkeit zu wenig sichtbar und wahrnehmbar sind. „Gerade für junge Frauen ist die Sichtbarkeit erfolgreicher Frauen wichtig“, sagt Melanie Vogel. „Durch die Sichtbarkeit weiblicher Role-Models, werden moderne Familienstrukturen transparenter, Leitbilder für die eigene Familien- und Karriereplanung können definiert werden und Vorbilder ermutigen, eine ähnliche Karriere- und Lebensplanung zu realisieren – und zwar auch dann, wenn erfolgreiche Role-Models im direkten Umfeld fehlen.“ Weiterlesen

LVR-Klinik Bonn: Chefarztwechsel in Neurologie und Gerontopsychiatrie

2017-04-10-LVR-Chefaerzte neu
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(Bonner Presseblog) Vorstand der LVR-Klinik Bonn begrüßt neue Kompetenzträger.

Gleich zwei neue Chefärzte haben zu Anfang Oktober 2017 ihren Dienst in der LVR-Klinik Bonn angetreten und wurden jetzt vom Klinikvorstand willkommen geheißen. Prof. Dr. Christian Dohmen, Facharzt für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin, hat die ärztliche Leitung der Abteilung Neurologie mit angeschlossener Schlaganfalleinheit und Intensivstation übernommen. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Rolf Biniek an, der zu Ende September 2017 in den Ruhestand gegangen ist. Bis zu seinem Wechsel an die LVR-Klinik Bonn war Dohmen Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Köln. Als seine Schwerpunkte bezeichnet der neue Chefarzt die Versorgung von Schlaganfallpatienten und die neurologische Intensivmedizin. Auf diesem Gebiet ist er klinisch und wissenschaftlich einer der führenden Experten deutschlandweit. „Ich freue mich auf die Herausforderung, diese im Versorgungsgebiet Bonn/Rhein-Sieg renommierte Abteilung Neurologie gemeinsam mit allen Mitarbeitenden stetig weiterzuentwickeln“, betont Dohmen. „Gerade beim Schlaganfall kommt es auf jede Minute an. Die Verbindung aus zertifizierter Stroke-Unit, einer speziellen Abteilung für Schlaganfallpatientinnen und –patienten und der eigenen neurologischen Intensivstation ist überregional herausragend und ein wichtiger Pfeiler im hiesigen Versorgungsnetz.“

Auch in der Behandlung von älteren Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen stellt sich die LVR-Klinik Bonn mit einem neuen Chefarzt für die Abteilung Gerontopsychiatrie und Psychotherapie für die Zukunft neu auf. Dr. Dirk K. Wolter, Facharzt für Nervenheilkunde und Geriatrie sowie Psychotherapeut, hat zum Oktober 2017 die ärztliche Leitung der Abteilung Gerontopsychiatrie und Psychotherapie übernommen. Er tritt die Nachfolge von Alexander Lurch an, der die Abteilung zuletzt erfolgreich kommissarisch leitete und jetzt in den niedergelassenen Bereich wechselt. „Die demographische Entwicklung in allen industrialisierten Ländern zeigt, dass der Anteil älterer Menschen, insbesondere der hochbetagten ansteigt. Vielfach sind es Erkrankungen aus dem psychiatrischen Fachgebiet, die die lebenspraktische Selbstständigkeit älterer Menschen einschränken. Dies stellt für unser Sozialsystem und die Medizin eine große Herausforderung dar, für mich ist es aber auch eine Herzenssache.“, so Wolter. Bis zu seinem Start in der LVR-Klinik Bonn war Wolter ärztlicher Leiter der Gerontopsychiatrie in Aabenraa (Süddänemark). Zuvor leitete er die gerontopsychiatrischen Abteilungen zweier Fachkliniken in Deutschland. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie und als einer der führenden Experten für Suchtfragen im Alter.

„Wir sind sehr froh darüber, dass wir Herrn Professor Dr. Dohmen und Herrn Dr. Wolter als neue Chefärzte für die Abteilungen Neurologie und Gerontopsychiatrie gewinnen konnten“, so Prof. Dr. Markus Banger, Ärztlicher Direktor LVR-Klinik Bonn. „Wir sind überzeugt davon, dass die beiden Experten ihres Fachgebietes die bevorstehenden Aufgaben bestens umsetzen werden und eine Bereicherung für unsere Klinik sind.“

Foto v.l.n.r.: Prof. Dr. Markus Banger, Ärztlicher Direktor, Prof. Dr. Christian Dohmen, Chefarzt Neurologie, Elvira Lange, Pflegedirektorin, Dr. Dirk K. Wolter, Chefarzt Gerontopsychiatrie, Ludger Greulich, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzender der LVR-Klinik Bonn.

T i l l m a n n   D a u b

Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit

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LVR-Klinik Bonn

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Universität Bonn

Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn

Tel 0228 551-2140

Mobil 01520 931 7509

tillmann.daub@lvr.de

www.klinik-bonn.lvr.de

 

Bonn und die Wirtschaft: Kaum Jobs bei großen Arbeitgebern…

Oberbürgermeisterin_Bärbel_Dieckmann Interview_zur_WCCB-Bürgschaft_am 24_08_2009
Oberbürgermeisterin_Bärbel_Dieckmann Interview_zur_WCCB-Bürgschaft_am 24_08_2009
Oberbürgermeisterin_Bärbel_Dieckmann Interview_zur_WCCB-Bürgschaft_am 24_08_2009

(Bonner Presseblog) „Die Konjunktur in der Region Bonn/Rhein-Sieg floriert, allein die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Bonn hat binnen zwölf Monaten um 4000 auf 169 666 zugenommen. Im Rhein-Sieg-Kreis war die Entwicklung noch rasanter. Dort stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs von 145 000 Ende 2014 auf 154 000 Ende 2016.

Doch die 33 größten privaten Arbeitgeber in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis haben unter dem Strich in den letzten zwölf Monaten in der Region kaum Arbeitsplätze aufgebaut. Das geht aus der Erhebung hervor, die der General-Anzeiger einmal im Jahr mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg gemeinsam macht.“

Weiterlesen auf: Bericht von Claudia Mahnke im GA vom 06.10.2017…

OPER Bonn: Dreh dich nicht rum – die Abrissbirne geht um…

Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper
Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper
Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper

(Bonner Presseblog) Wenn gar nichts mehr geht in Bonn, kommt die Abrissbirne ins Spiel.

2006 war es eine Schulgebäude, das „Lügengebäudemanager“ Friedhelm Naujoks glaubte plattmachen zu müssen. 2008 folgte die Burgschule, bei der die Eltern u.a. vom schlitzohrigen SGB-Mann Detmar Kühl  an der Nase herumgeführt wuren. 2009 wollte ein gewisser Martin Schilling von der SPD mit Hilfe des beim WCCB und anderswo in Verruf geratenen Genossen N. und seines subalternen Helfers Lossau das Stadthaus zerbröseln, was dann in der „blockierten Stadt“ über die Jahre ein echter Dauerbrenner wurde. Was sich zerbröselte war aber etwas ganz anderes: das Märchen von einem großzügigen Investors, bei dem es sich um einen Herrn Elmar Brandschwede handeln soll…

Im Bonner Immobiliensumpf (Kaaf + Co. lassen grüßen) nicht ungewöhnlich, der Investor soll betrogen worden sein….  Fazit: das Stadthaus wurde saniert und überlebte.

Zeitgleich die Diskussion um den Abriss der Beethovenhalle. Auch hier waren es externe Spender, deren Bereitschaft die Spendierhosen zu zeigen, betuchte Festspielhausfreunde in Hochstimmung versetzte und eine bürgerschaftliche Bewegung auslöste. Nach viel Gedöns, Taler für Beethoven , Jubel, Ach und Krach, dem Abgang von Telekom und Postbank und einer Kasperl-Rolle rückwärts von Jürgen Nimptsch, wurde dann aus dem Fest.Spiel.Haus… hier und da und dort: NICHTS!

Bei soviel Chaos in Klein-Bonn, nimmt es nicht Wunder, dass sogar Bärbel Dieckmanns Skandalbau in der Rheinaue abgerissen werden sollte… das war aber ein Scherz des vorigen Presseblogbetreibers…

Damit es nicht langweilig wurde, legten in 2012 die OB´s Nimptsch und Roters eine Machbarkeitsstudie für eine Köln-Bonner Opern(kon)fusion vor, die auch bald ad acta gelegt wurde.  Und nun steht die OPER Bonn auf dem Prüfstand:

„Nachdem die Grünen die CDU und die FDP bei diversen Bebauungsplanverfahren düpiert und auch bei der geplanten Ausschreibung von Freibädern ihre Zustimmung verweigert haben, zögern sie nun bei einem Vorstoß, der ihrem Partner CDU besonders am Herzen liegt: Einem Prüfauftrag, ob es vielleicht gescheiter ist, das Opernhaus abzureißen und neu zu bauen als rund 120 Millionen Euro in eine Instandsetzung mit unabsehbaren Risiken zu stecken. Die Oper Köln lässt grüßen“, schreibt Andreas Baumann im GA vom 06.10.2017.

Operngleich tritt auch noch die Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner mit unbedachten Äußerungen auf die Bühne. „Sie beklagte diese Woche im GA-Interview, dass die Stadt die Akustik im großen WCCB-Saal nicht mit einer elektronischen Anlage verbessert hat. Das hätte rund zwei Millionen gekostet, und das, obwohl das Beethovenfest nur zwei Jahre ins Kongresszentrum ausweicht. Bonn hat’s ja. Es geht aber nicht nur um die Interessen der Kulturfreunde, sondern um die Interessen aller Bürger und Steuerzahler. Genau deshalb gehören … bei Oper und Schauspiel alle Varianten“…und endlich auch eine Untersuchung des seit Jahren skandalgebeutelten und von internen Pleiten und Pannen heimgesuchte SGB „auf den Tisch„. Das SGB hätte unter Stabführung von Marion Duisberg (die notfalls auch mal den Stadtrat belügt) längst von Grund auf saniert werden müssen. Und so der GA (im Bericht zur Oper) weiter: „Erst wenn Zahlen vorliegen, kann der Rat sauber entscheiden…“ ansonsten geht der Zauber dieser Stadt weiter flöten!

Bonn überrundet München – mit Mietpreisen von 20 €/m² ???

hwwi-Städteranking 2017
hwwi-Städteranking 2017
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(Bonner Presseblog) Nicht schlecht schneidet Bonn im nationalen Städteranking des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und der Privatbank Berenberg ab. „Das ermittelt regelmäßig, welche deutschen Städte die größten Zukunfts-Chancen haben“, so das Magazin Focus-online am 15.09.2019. „Die sächsische Metropole Leipzig hat in diesem Jahr deutlich aufgeholt. Insgesamt kommen drei Städte im Osten Deutschlands unter die Top 5.“

Bonn sackt zwar mit vier Punkten auf Rang 13 ab, befindet sich aber immer noch „weit vor den Schlusslichtern der Studie, die  fast alle in Nordrhein-Westfalen liegen.“ Unangefochten auf Platz 1 liegt hingegen (wie 2015) die bayerische Landeshauptstadt München.

Erschreckend ist jedoch eine andere Statistik, die dem Immobilienteil des Münchner Merkur vom 23./24.09.2017 entnommen ist: Bonn ist dort Spitzenreiter mit 20 €/m²… kann das denn wahr sein?

ImmoWelt, Mieten und Rendite

KEINE PANIK, es stimmt nicht!

Im Internet zeigt die Immowelt-Tabelle für Kapitalanleger in der Zeile 17 für Bonn nicht 20,00 Euro/qm an, sondern 9,20 Euro/qm an.

Da kann man gleich nachsetzen und überlegen was auf dem Immobilienmarkt mit der Jagd nach Rendite eigentlich los ist.

„Entscheidend ist nicht, wie viel Rendite ein Investment bringt, sondern wie viel Rendite es im Vergleich zu anderen Investments bringt“, meinen ein Autor auf ZeitOnline im Dezember 2016:

„Ich bin überzeugt: Wer reich werden will, der kauft sich kein Haus. Forschungen des Bonner Ökonomen Moritz Schularick geben mir recht. Schularick hat Finanzkennziffern aus den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen. Ergebnis: Der Wert des Aktienindex Dax hat sich in den fünfzig Jahren fast verdreißigfacht, eine Immobilie dagegen kostet im Schnitt nur siebenmal so viel wie vor einem halben Jahrhundert. Der niederländische Finanzprofessor Piet Eichholtz hat ausgerechnet, dass Wohneigentum an der prachtvollen Amsterdamer Herengracht nach Abzug der Inflation heute nur etwa doppelt so viel wert ist wie im Jahr 1628″…

Weiterlesen auf: „Mieten oder kaufen“ von Mark Schieritz, Jens Tönnesmann und Kolja Rudzio.