Bei Luis Di Matteo klingt das Bandoneon wie ein ganzes Orchester

 

Bonn – In der Reihe "Klangkosmos", die vom Ministerpräsidenten des Landes NRW und dem NRW-Kultursekretariat (Wuppertal) gefördert wird, gastiert am Sonntag, 11. November, der Bandoneonspieler Luis Di Matteo im Kulturzentrum Brotfabrik in Bonn-Beuel. Das Konzert beginnt um 20 Uhr.

Luis Di Matteo wurde 1934 als Sohn italienischer Einwanderer in Montevideo (Uruguay) geboren. Der Tango war zu dieser Zeit ein fester Bestandteil des Alltagslebens und Di Matteo bekam schon mit zehn Jahren von seinem Vater Bandoneonunterricht. Er spielte zunächst Tangostücke nach und später Stücke von Mozart, Beethoven und Chopin. Mit 21 Jahren erhielt er sein erstes Engagement in einem Tango-Orchester, nahm mit diesem Platten auf und spielte mehrmals in Radio und Fernsehen. Im selben Jahr begegnete er Astor Piazzolla, in dessen Orchester er später als Gast spielte. Seit Ende der 1970er Jahre löst er sich allerdings vom klassischen argentinischen Tango und spielt überwiegend eigene Kompositionen, in die er Elemente der uruguayischen Volksmusik einfließen lässt und damit eine uruguayische Version des Tango Nuevo kreiert. Luis Di Matteo gilt heute als einer der wenigen Bandoneonistas von außergewöhnlicher Meisterschaft, der dieses oft als sperrig titulierte Instrument klingen lässt wie ein ganzes Orchester.

Termin: Sonntag, 11. November, 20 Uhr, Brotfabrik, Bonn-Beuel. Kontakt: Ulrike Dümpelmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Brotfabrik, Telefon (02 28)42 13 10, E-Mail mail@brotfabrik-theater.de.

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11.11.2007 | 14:43 | Autor: bonn | Empfehlungen: 6 | 7 mal gelesen

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