Tödlicher Einsatzunfall in Sachsen-Anhalt: „Das Mitgefühl des THW gilt der Familie unseres Helfers“

Bonn – Beim Einsturz des Regals im Lager eines  Papiergroßhandels in Landsberg bei Halle wurden am Mittwochnachmittag vier Menschen verschüttet. Ein THW-Helfer konnte nach über 12 Stunden nur tot geborgen werden, die Bergung des georteten Mitarbeiters der Firma dauert noch an. Kräfte von Feuerwehr, ASB und THW mit Suchhunden und Spezialgerät sind seit gestern Nachmittag im Einsatz. „Die Angehörigen der Bundesanstalt THW im Ehren- und Hauptamt sind bestürzt. Unser Mitgefühl gilt der Familie und den Kameraden des Opfers“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme, als er vom tragischen Ausgang dieses Einsatzes erfuhr. Während des Sucheinsatzes bangte er um das Leben der Verschütteten. „Ein tödlicher Einsatzunfall ist das, wovor wir uns alle am meisten fürchten“, sagte Broemme, der sich auf den Weg nach Halle begab. THW-Bundessprecher Frank Schulze, höchster Vertreter des Ehrenamts, ist bestürzt: „Wir trauern um unseren Kameraden, der so tragisch aus unserer Mitte gerissen wurde.“
Das Unglück geschah, als Mitarbeiter des Papiergroßhandels gemeinsam mit drei THW-Helfern in der Halle des Betriebes ein defektes Hochregallager inspizierten. Das Regal stürzte plötzlich ein und begrub einen THW-Helfer und einen Mitarbeiter der Firma unter Stahl und Papier. Ein weiterer Mitarbeiter des Papierlagers sowie ein THW-Helfer wurden verletzt. Den Rettungskräften war es erst nach über 12 Stunden möglich, den THW-Helfer zu orten und leblos zu bergen. Der verschüttete Fabrikangestellte konnte inzwischen geortet werden, die Bergungsarbeiten dauern noch an.
Weitere Informationen zu aktuellen THW-Einsätzen und Informationen rund um die Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes finden Sie im Internet auf www.thw.de

17.01.2008 | 09:36 | Autor: bonner-presseblog.de |

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