Bonn: Ein Spezialist in Sachen Berufsausbildung hat den drohenden Facharbeitermangel längst erkannt
Bonn – Zwischen Schulen und Wirtschaft klafft ein Loch. Der Einstieg in die Berufswelt ist für Jugendliche oft unüberschaubar und lückenhaft. Wird dieser Umstand auch in Zukunft ignoriert, werden viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, gute Fachkräfte auszubilden. Was das für die Wirtschaft bedeutet, kann sich jeder ausrechnen. Der Berufskunde-Verlag mit Hauptsitz in der Schweiz hat den drohenden Facharbeitermangel schon lange im Visier. Das in sechs Ländern aktive Unternehmen gibt seit Jahrzehnten Berufswahlmittel heraus, die dieser Entwicklung entgegen wirken: „Wir wollen in erster Linie informieren und vermitteln. Die Brücke zwischen den Schulen und der Wirtschaft, das sind wir. Ohne sorgfältig ausgesuchten, gut ausgebildeten Betriebsnachwuchs werden etliche Unternehmen in wenigen Jahren nur noch ums Überleben kämpfen“.

Mit seinen jährlich erscheinenden Ratgebern zur Berufswahl wendet sich Alfred Amacher (62), der Kopf des Berufskunde-Verlags in Zürich, in erster Linie an den Nachwuchs. „Die Jungen brauchen Hilfe, damit sie das Ruder selber in die Hand nehmen,“ lautet sein Credo.
Das Problem mit den leistungsschwachen Bewerbern.
Alfred Amacher, der Kopf des Berufskunde-Verlags, unterstützt und motiviert Jugendliche bei der Berufswahl und steuert so dem wirtschaftsfeindlichen Facharbeitermangel entgegen. Der visionäre Unternehmer ist schliesslich am Puls des Geschehens. Waren es früher auf eine Anzeige hin fünf bis zehn, sind es heute – je nach Beruf – bis zu 50 Bewerbungen, die sich auf dem Pult eines Personalverantwortlichen stapeln. Doch leider bedeutet Quantität nicht zwingend Qualität. Die Zahl der ausbildungsreifen Jugendlichen ist rückgängig, während jene der Hochschulabsolventen im Steigen ist. Die Gründe dafür sind vielfältig, unter anderem Sprach- und Integrationsprobleme, aber auch Mentalitätsunterschiede, mit denen sich die Unternehmen schwer tun. Berechtigterweise. Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit und schlechte Umgangsformen verhindern, ein Arbeitsverhältnis überhaupt erst zustande kommen zu lassen. Eine Überflutung an Informationen und das konsumorientierte Denken manövriert die Jugendlichen vermehrt in eine gefährliche Passivität und Erwartungshaltung: Liefere mir, dann liefere auch ich. Knigge scheint out, erlaubt ist alles. Aber was genau? Orientierungslosigkeit produziert Nervosität und Zukunftsängste. Dieses ziellose Verhalten und die oberflächliche Information führt so weit, dass sich mehr als 40 % der jungen Stellenbewerber Jahr für Jahr auf dieselben 20 Ausbildungswege konzentrieren. Die meisten kennen nur 10 % der möglichen Lehrgänge. Das führt zu Engpässen bei den über 200 anderen, weniger bekannten Berufen. Zu allem hinzu kommt, dass die beruflichen Anforderungen steigen, womit leistungsstarke Kandidaten immer schwieriger zu finden sind.
Die Lücke zwischen den Schulen und der Wirtschaft.
Staatliche Einrichtungen bieten den Jugendlichen zwar Beratung und Hilfe an, sind mit einer aktiven Unterstützung aber oft überfordert. Der Draht zur Wirtschaft fehlt vielerorts fast gänzlich, der informative und praktische Austausch leistet nicht das, was er leisten könnte. Die Wirtschaft erwartet verständlicherweise gebildete, ausbildungsreife Schulabgänger und ist von den unmotivierten Bewerbern masslos enttäuscht. Die Schulen wiederum begrüssen zwar die Bemühungen um Kandidaten seitens der Wirtschaft, finden aber, mit der Vermittlung des Lehrstoffs sei es getan. Das heisst, sowohl die Wirtschaft als auch die Schulen befürworten einen regeren Austausch, befinden sich jedoch beide in einer abwartenden Haltung.
Aus diesem Grund bietet Alfred Amacher mit seinen Berufswahlmitteln ein wegweisendes Bindeglied zwischen den Schulen und der Wirtschaft. Seine informativ und methodisch aufgebauten Medien die Eigeninitiative der Schulabgänger und stellen dank Kontaktadressen und Lehrstellenanzeigen (Ausbildungsstellenanzeigen) die ersten Brücken zur Wirtschaft her. Alfred Amachers jahrzehntelange Verbindungen zu Lehrerschaft und Unternehmen jeglicher Grösse zeigen ihm tagtäglich die Wünsche, Anforderungen, aber auch die Probleme beider Seiten auf. Dieses Wissen hat er sich zu Nutze gemacht. So sind seine Berufskataloge, die analoge CD sowie sein Auftritt im Internet bis hin zum Präsentationsmaterial für Unternehmen in den Schulen mit stets einem Ziel bedacht: Die Berufsausbildung aufzuwerten und die Verbindung zwischen den Schulen und den Ausbildungsplätzen immer aufs Neue herzustellen. Allein in der Schweiz haben die Medien des Berufskunde-Verlags inzwischen über einer Million Schülern bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes geholfen.
Damit sei’s nicht getan.
Alfred Amacher rät den Jugendlichen zu Betriebsbesichtigungen, Kurzpraktika, Ferien- oder Freizeitjobs und empfiehlt seinen jungen Lesern, mit möglichst vielen Leuten zu sprechen, die ihren Wunschberuf ausüben. Er plädiert ausserdem für das duale Ausbildungssystem, die Kombination von praktischem und theoretischem Lernen. Idealerweise in prozessnahen Projekten, was die Übernahme von betrieblichen Funktionen nach der Ausbildung erheblich erleichtert. Denn junge, im dualen System ausgebildete Leute erreichen oftmals die gleiche Produktivität wie ihre erfahrenen Vorarbeiter. In den Ländern hingegen, in denen Jugendliche hauptsächlich aus Ausbildungseinrichtungen kommen, die von der betrieblichen Praxis getrennt sind, sieht es anders aus. Da müssen die Betriebe erst mühsam und kostenträchtig anlernen. Diese hohen Integrationskosten sind der Grund dafür, dass Arbeiter, die schon über Berufs- und Arbeitserfahrung verfügen, natürlich vorgezogen werden. Insofern überrascht es nicht, dass in Ländern ohne flächendeckendes, betriebliches Ausbildungssystem die Jugendarbeitslosigkeit überproportional hoch ist. Das sind neben Grossbritannien vor allem Italien und Spanien.
„Erst wenn dem Jugendlichen bewusst wird, dass er sich in einer Ausbildung auf eine bestimmte Problemlösung spezialisiert, kann er konstruktiv werden und sich und das Unternehmen weiter bringen“, so die Ansicht Alfred Amachers.
Gute Chancen für Unternehmen mit Weitsicht.
Sorgfältig ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind die Basis jedes erfolgreichen Unternehmens und damit einer florierenden Wirtschaft. Momentan scheint es aber so, als sparten die Unternehmen am falschen Ort. Anstatt in eine professionellere Rekrutierung von Betriebsnachwuchs zu investieren, werden Ausbildungsstellen abgebaut. Denn viele Firmen sind der Ansicht, die Ausbildung von Jugendlichen sei eine soziale Leistung. Auch wenn es im ersten Moment nicht messbar ist, bringt ein Lehrling (oder Auszubildender) weitaus mehr als er kostet, vorausgesetzt, die Bemühungen um ein gutes Arbeitsverhältnis sind gegenseitig. Gute Chancen, an die gewünschten Kandidaten heranzukommen hat ein Unternehmen dann, wenn es sich an einen Spezialisten wie Alfred Amacher wendet, der durch seine Medien eine gezielte Suche in einem neutralen Umfeld ermöglicht. Da werden jene Schulabgänger angesprochen, die sich ausführlich über die Berufe informiert haben und Amachers hilfreichen Bewerbungs-Tipps auch Folge leisten.
Handeln in diesem Sinne müssen vor allem Betriebe mit weniger verbreiteten Berufen. Hier gilt es, mit verstärkten Mitteln auf sich aufmerksam zu machen. Denn die Probleme, die durch fehlende Fachkräfte entstehen, zeichnen sich zuallererst dort ab. „Ein lebendiger Austausch zwischen den Schulen und der Wirtschaft ist für die gezielte Suche nach ambitionierten, ausbildungsreifen Jugendlichen unabdingbar. Wer dies erkannt hat und entsprechend handelt“ – und da ist sich Alfred Amacher ganz sicher – „darf mit seinem Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken“.
Vor 34 Jahren gründete Alfred Amacher (62) den Berufskunde-Verlag. Seit 1973 gibt er ein eigens entwickeltes Jahrbuch, das BERUFSBILDERBUCH, heraus. 1988 folgte der ebenfalls jährlich aktualisierte BERUFSKATALOG, nun auch für Deutschland. 1995 kam die internationale BERUFSBILDER-CD dazu, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich jedes Jahr alle Oberstufenschulen erreicht. Seit 1998 steht das Berufslexikon im Internet, auch für England, Italien und Frankreich. Seit 2001 werden die Lehrmittel durch die AMAgenda (Aktivierungs- und Motivierungsagenda) ergänzt. Ihre Wieplan-Technik zeigt Jugendlichen, wie sie methodisch ihren Berufshorizont erweitern sowie Schritt für Schritt einen passenden Beruf und Ausbildungsplatz finden. Alle Medien wurden in enger Zusammenarbeit mit Jugendlichen entwickelt, um eine jugendgerechte Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Mehr Informationen unter www.berufskunde.com.
28.04.2008 | 16:59 | Autor: bonner-presseblog.de |

















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