Bonn: Eine Welt Nachrichten
Bonn – Beim Entwicklungsgipfel der Vereinten Nationen haben VertreterInnen von mehr als 80 Staaten, UN-Unterabteilungen, Organisationen der Zivilgesellschaft und private Stiftungen am 25. September 2008 in New York eine Bestandsaufnahme zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele vorgenommen und festgestellt: Es gibt zwar Erfolge, aber es muss noch viel getan werden, wenn der Anteil der Hungernden und in extremer Armut lebenden Menschen bis zum Jahr 2015 halbiert werden soll. Denn nach Angaben der Weltbank leben immer noch 1,4 Mrd. Menschen von weniger als 1,25 Dollar am Tag und immer noch hungern 923 Mio. Menschen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat deshalb die internationale Gemeinschaft aufgefordert, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Armut zu intensivieren. In einem weiteren Schritt haben Regierungen und internationale Institutionen in New York rund 16 Mrd. Dollar oder umgerechnet elf Mrd. Euro zugesagt. Mit Geld allein ist es allerdings nicht getan. Hinzu kommen müssen noch eine bessere Qualität und eine höhere Wirksamkeit der Hilfe. Und vor allem brauchen die Millennium-Entwicklungsziele noch mehr Öffentlichkeit. Dabei sind auch die Kommunen gefordert. Mehr als 70 deutsche Städte und Gemeinden haben die Millennium-Erklärung des Deutschen Städtetags, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes oder der Weltunion der Kommunen unterzeichnet und dadurch ihr Bekenntnis zu nachhaltigem kommunalem Engagement bekräftigt. Tun Sie es auch, wie zuletzt die Stadt Neuss!
In den heutigen Eine Welt Nachrichten finden Sie folgende Rubriken:
Über uns (in eigener Sache)
Termin-Nachlese (Wie war denn die Tagung …?)
Materialien & Medien (Broschüren, Webadressen, etc.)
Tipp (Hilfreiches zur Eine-Welt-Arbeit)
Hintergrund (Meldungen zu Eine-Welt- und entwicklungspolitischen Themen)
Organisation direkt (NGOs stellen sich vor)
Monatshighlight (Schwerpunktthema)
Wettbewerbe (Infos zu laufenden Wettbewerben)
Veranstaltungen (aktuelle Termine)
Kontakt und Hinweise (zum guten Schluss)
Email- und Internetangaben sind in der *EWN* als Hyperlink eingerichtet.
***Die nächsten EWN erscheinen am 17. 11. 2008***
Über uns
Dokumentation Bürgermeisterkonferenz
In Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn und dem internationalen Städtenetzwerk ICLEI hatte die Servicestelle aus Anlass der 9. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die biologische Vielfalt Ende Mai 2008 in Bonn zu einer Bürgermeisterkonferenz in die Bundesstadt eingeladen. Knapp 150 BürgermeisterInnen und hochrangige VertreterInnen aus rund 50 Städten in 30 Ländern nutzten die Konferenz "Local Action for Biodiversity", um ihr Netzwerk zu stärken und Erfahrungen auszutauschen. In dem einstimmig verabschiedeten "Bonn Call for Action", der auch Eingang in das Ministersegment der UN-Konferenz fand, forderten die Städte unter anderem die nationalen Regierungen auf, sie endlich als Partner auf Augenhöhe anzuerkennen. Nun liegt die Dokumentation zu dieser Bürgermeisterkonferenz vor. Neben dem "Bonn Call for Action" enthält sie alle wichtigen Reden sowie Zusammenfassungen aus den Workshops und der Abschlusssitzung. Die englischsprachige Dokumentation kann ab sofort bei uns angefordert werden.
Kontakt: SKEW, Renate Wolbring, Fon 0228/4460-1633, Fax 0228/4460-1601, mailto:renate.wolbring@inwent.org, www.service-eine-welt.de
Termin-Nachlese
15. bis 28.09.2008, bundesweit
Faire Woche ein voller Erfolg
Unter dem Motto "Doppelt gut! Bio im Fairen Handel" hat die Faire Woche fair gehandelte Bio-Produkte stärker ins öffentliche und politische Bewusstsein gerückt. Die AkteurInnen des fairen Handels übergaben in den Landeshauptstädten "Faire Lunchpakete" an EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Landesverwaltung, Kommunen und Wirtschaft. Damit setzte die Faire Woche erstmals bundesweit über alle Parteigrenzen hinweg ein Zeichen für den fairen Handel. In 3.000 Veranstaltungen engagierten sich zahlreiche Menschen in Weltläden, Supermärkten, Naturkostläden, Kantinen, Kirchengemeinden, Schulen, Verbraucherzentralen und anderen Orten, um fair gehandelte Bio-Produkte in Deutschland ins Rampenlicht zu stellen. "Das zeigt die Kraft und Attraktivität des fairen Handels", so Dr. Hans-Christoph Bill, Vorsitzender des Forums Fairer Handel. Dass der faire Handel Wirkung zeigt, berichteten auch die elf ProduzentenvertreterInnen aus Ecuador, Tansania, Sri Lanka, Thailand und den Philippinen, die während der fairen Woche zu Gast waren. In mehr als 100 Veranstaltungen sprachen sie über ihre Erfahrungen mit dem fairen Handel und überzeugten viele VerbraucherInnen, beim nächsten Einkauf auf Produkte aus fairem Handel zu achten. Auch im nächsten Jahr sind VerbraucherInnen eingeladen, sich für den fairen Handel in Deutschland zu engagieren. Die Faire Woche 2009 findet vom 14. bis 27. September 2008 unter dem Schwerpunkt "Fairer Handel schafft Zukunft" statt.
www.fairewoche.de
22.09.2008, Berlin
Charta der Entwicklungszusammenarbeit
Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hatte zu einem Gespräch über die Europäische Charta der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit eingeladen, die bei den Europäischen Tagen der Entwicklungszusammenarbeit im November in Straßburg vorgestellt werden soll. Die Charta wurde auf Initiative der französischen EU-Ratspräsidentschaft und durch einen Partizipationsprozess zwischen den EU-Mitgliedstaaten, Kommunen, Nichtregierungsorganisationen und Interessengruppen auch über Europa hinaus erarbeitet. Sie betont die Bedeutung der lokalen Dimension und der Dezentralisierung im Entwicklungsprozess und möchte zudem Ziele und Prinzipien der verschiedenen Geber harmonisieren sowie die Effektivität der Zusammenarbeit erhöhen. Der französische Ansatz einer starken und vom Zentralstaat finanziell unterstützen dezentralen Entwicklungszusammenarbeit ist dem Dokument insofern eingeschrieben, als dass ein Charta-Ziel die direkte Budgetierung lokaler Regierungsführung ist. Dr. Eduard Westreicher vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung setzte mit seiner Kritik der Charta genau dort an: Ist eine direkte Zusammenarbeit mit den Kommunen in Entwicklungsländern nicht gleichbedeutend mit einer Politik der Destabilisierung der Nationalregierungen? Und birgt die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kommunen statt mit einem zentralen nationalen Ansprechpartner nicht erhebliche Koordinationsprobleme, die einer Effektivitätssteigerung der Entwicklungszusammenarbeit eher entgegenstehen? Violaine Billette de Villemeur vom französischen Außenministerium stellte die Gegenfrage, warum man nicht mit Stadtregierungen im Süden zusammenarbeiten solle, wenn diese durch Wahlen demokratisch legitimiert seien und transparent arbeiteten. Überdies betonte sie die speziellen Kompetenzen lokaler Autoritäten, die für den Entwicklungsprozess von unten besser genutzt werden müssten. Leider standen diese Positionen zum politischen und praktischen Gehalt der Charta bis zum Ende der Veranstaltung recht unvermittelt nebeneinander, eine Diskussion kam kaum zustande. Und was ist nun neu an der Charta? Wie Prof. Hellmut Wollmann von der Humboldt-Universität zu Berlin ausführte, reagiert sie auf das Erstarken privater Akteure in den Kommunen des Südens, die zunehmend auf die politische Bühne drängten und die Legitimität der kommunalen Autoritäten in Frage stellten. Um ihre Interessen im Sinne gesellschaftlicher Anliegen zu managen und Entscheidungen zu treffen, bedürfe es handlungsfähiger, legitimer und rechenschaftspflichtiger lokaler Institutionen.
Kontakt: SKEW, Ulrich Held, Fon 030/39906404, mailto:ulrich.held@inwent.org, www.service-eine-welt.de
02.07.2008, Hannover
Niedersachsen kauft fair
Unter dem Motto "Da staunen Bulle und Bär – Niedersachsen kauft fair!" hatten das Regionale Zentrum Niedersachsen von InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) und der Carl Duisberg Förderkreis Niedersachsen e. V. Abgeordnete des niedersächsischen Landtages, AkteurInnen aus der Entwicklungszusammenarbeit, WirtschaftsvertreterInnen und andere Interessierte zu einer Veranstaltung über das faire Beschaffungswesen in den Landtag von Niedersachsen eingeladen. ReferentInnen und TeilnehmerInnen waren sich einig, dass Aktivitäten im fairen öffentlichen Beschaffungswesen schnellstmöglich umgesetzt werden müssen. Die Vermeidung der Beschaffung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit könne dabei nur der erste Schritt auf dem Weg zu einem fairen Beschaffungswesen sein. Es wurde betont, dass auch auf kommunaler Ebene Maßnahmen umgesetzt werden könnten wie beispielsweise das Verbot zum Aufstellen von Grabsteinen, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann kündigte an, die Diskussionsergebnisse in seiner weiteren Arbeit aufzugreifen. Zudem haben Landtagsabgeordnete ihre Bereitschaft bekundet, an einem interfraktionellen runden Tisch "Faires Beschaffungswesen in Niedersachsen" unter der Moderation von InWEnt und VEN teilzunehmen. Inzwischen ist auch eine Dokumentation der Veranstaltung erschienen.
Kontakt: InWEnt gGmbH, Regionales Zentrum Niedersachsen, Angela Zur, Theaterstr. 16, 30159 Hannover, Fon 0511/30480-18, Fax: 0511/30480-99, mailto:angela.zur@inwent.org, www.inwent.org
Materialien & Medien
Auftakt des Alumniportals Deutschland
Junge Menschen, insbesondere aus Entwicklungsländern, die in Deutschland studiert, sich weitergebildet oder einen Deutschkurs absolviert haben, sind begehrte AnsprechpartnerInnen für die Wirtschaft, die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Entwicklungszusammenarbeit. Diese untereinander und dauerhaft mit deutschen Institutionen zu vernetzen, ist Ziel des Alumniportals für Deutschland, das nun offiziell eröffnet wurde. Das Portal bietet Deutschkurse, E-Learning zu verschiedenen Fachgebieten, eine internationale Jobbörse und vor allem Kontakt zu deutschen Institutionen und Unternehmen. Das Portal wird finanziert vom Bundesentwicklungsministerium und getragen von InWEnt, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Goethe-Institut, der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) und der Arbeitsgruppe Entwicklung und Fachkräfte (AGEF).
www.alumniportal-deutschland.org/
Materialmappe zum Globalen Lernen
Eine neue Materialmappe unterstützt Kinder im Vor- und Grundschulalter beim globalen Lernen. Die Mappe "Ich bin zu Hause in Indien" lädt Kinder zu einer Entdeckungsreise nach Indien ein. Sie enthält das Kinderbuch "Von Tigern und Tomaten oder: Wie Waruna ein Mädchen kennenlernt und einen Schaffner reinlegt", ein Begleitheft mit statistischen Daten zu Indien, Informationen zu Geschichte, Politik und gesellschaftlichem Kontext sowie Adressen und Literaturtipps für PädagogInnen. Zudem gibt es eine Reihe von Arbeitsblättern und Aktionsideen für Kinder. Die Materialmappe entstand in einem gemeinsamen Projekt des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, des Nordelbischen Missionszentrums sowie des Pädagogisch-Theologischen Institutes. Ziel ist es, junge Menschen beim kreativen Mitgestalten der Einen Welt zu unterstützen.
Bezug: Kirchlicher Entwicklungsdienst der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Ines Behrends, Wulfsdorfer Weg 29, 22949 Ammersbek, Fon 040/6052603, mailto:info@ked-nordelbien.de, link
Klimaschutz und Gesundheitskosten
Das europäische Gesundheitssystem kann bis zu 25 Mrd. Euro einsparen, wenn die Europäische Union in diesem Herbst ein anspruchsvolles Energie- und Klimapaket verabschiedet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des World Wide Fund For Nature, der Health and Environment Alliance und der Climate Action Network Europe. Die Studie untersucht, was es für die europäischen Gesundheitskassen bedeutet, wenn die EU ihren Treibhausgasausstoß bis 2020 um 30 anstelle der geplanten 20 % reduziert. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis, dass bei einer Einsparung von 30 % die Ausgaben für die Gesundheitssysteme zwischen 6,5 and 25 Mrd. Euro pro Jahr gesenkt werden können. Das sei fast die Hälfte mehr als bei einem Einsparziel von 20 %. Die Berechnungen zeigten, dass etwa 8.000 Krankenhausaufenthalte und bis zu zwei Mio. Krankheitstage vermieden werden könnten. Die englischsprachige Studie "The co-benefits to health of a strong EU climate change policy" steht im Internet zum Download bereit.
PDF:
DVD über das grüne Gold der Inkas
Wie die Kartoffel in Zeiten des Klimawandels die Ernährung sichern kann, beschreibt eine neue DVD des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die DVD "Das grüne Gold der Inkas" beschreibt das Potenzial der Kartoffel, den Hunger in der Welt zu bekämpfen und die weltweite Ernährungssicherheit zu stärken. Sie betrachtet die Rolle der biologischen Vielfalt für diese Aufgaben und untersucht, welche Faktoren die Vielfalt traditioneller Kartoffelsorten bedrohen. Im Sinne des globalen Lernens wird deutlich gemacht, wie engagierte SchülerInnen aktiv werden können, um die Ernährungssicherheit in Nord und Süd zu verbessern. Die hauptsächlich zum Einsatz in der Sekundarstufe II konzipierte, darüber hinaus aber auch mit zahlreichen Anknüpfungspunkten für den Unterricht in der Orientierungsstufe und der Sekundarstufe I versehene DVD vermittelt am Beispiel der Kartoffel umfassende Informationen im Kontext Landwirtschaft und Ernährung, Produktion, Handel und Geschichte und verdeutlicht die Rolle der Kartoffel in der Entwicklungszusammenarbeit. Die DVD enthält einen Videofilm sowie einen ROM-Teil mit Zusatzmaterialien zur Nutzung am Computer und kann kostenlos bestellt werden.
Bezug: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 481009, 18132 Rostock, Fon 01805/778090, mailto:publikationen@bundesregierung.de, link
UN-Leitlinien zur Stärkung der Kommunen
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat im Herbst 2007 nach mehr als zehnjährigen Verhandlungen in New York die Entschließung über "Leitlinien zur Dezentralisierung und Stärkung der Kommunen" verabschiedet. Sie enthalten eine Fülle von Vorgaben, Instrumenten und Empfehlungen zur Demokratisierung und schnelleren ökonomischen, sozialen und politischen Entwicklung durch die Stärkung kommunaler Selbstverwaltung. Zum Thema der Leitlinien hat die Konrad-Adenauer-Stiftung nun eine deutsch-englische Broschüre herausgegeben, in der Dr. Heinrich Hoffschulte die Leitlinien vorstellt und auch den schwierigen Weg zu ihrer Durchsetzung schildert. Die Broschüre wurde mit einer Empfehlung des Präsidenten der Stiftung, Ministerpräsident a. D. Bernhard Vogel, an alle weltweiten Vertretungen der Stiftung in mehr als 80 Nationen als Anregung und Arbeitshilfe verschickt. Die Broschüre "Die UNO-Leitlinien zur Dezentralisierung und Stärkung der Kommunen" ist erschienen als Nummer 88/2008 in der Broschürenreihe "Zukunftsforum Politik". Einzelexemplare können kostenlos bestellt werden. Die Broschüre kann zudem im Internet heruntergeladen werden.
Bezug: Konrad-Adenauer-Stiftung, Rathausallee 12, 53757 Sankt Augustin, Fax 02241/246-2479, mailto:robert.bischoff@kas.de, PDF:
Broschüre zu erneuerbaren Energien
Sind erneuerbare Energien nicht zu teuer? Gehen bei uns die Lichter aus, wenn wir auf erneuerbare Energien setzen? Zerstören Windräder die Natur? Lässt Bioenergie die Menschen in Entwicklungsländern hungern? Mit der neuen Broschüre "Der volle Durchblick in Sachen Erneuerbare Energien" räumt die Agentur für Erneuerbare Energien mit solchen und ähnlichen Missverständnissen auf. Der Laie findet in der Broschüre Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Potenzialen erneuerbarer Energien. Profis finden Unterstützung und Anregungen für die Energie-Diskussion. Ein übersichtlicher Anhang mit Daten und Fakten bringt Licht in das Zahlendickicht. Die Broschüre kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.
PDF:
Tipp
Neuer Freiwilligendienst zum Klimaschutz Die Entsendeorganisation artefact, die im Programm "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung anerkannt ist, hat mit "Solivol" einen neuen entwicklungspolitischen Lern- und Freiwilligendienst gestartet. Dabei ist der Name auch Programm: Solivol steht für "solar volunteer" und legt den Schwerpunkt auf die Themen Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. Daneben werden aber auch Lern- und Freiwilligendienste in den Bereichen Nord-Süd-Partnerschaften, fairer Handel und Mikro-Kredite angeboten. Einsatzregion für die ersten Jahre ist Ostafrika. Die ersten Freiwilligen sollen bereits in diesem Winter nach eingehender Vorbereitung in Uganda, Ruanda, Kenia oder Tansania zum Einsatz kommen. Die Einsatzstellen sind lokale Nichtregierungsorganisationen, Partnerschaften von Kommunen und Schulen oder Genossenschaften. Engagierte und motivierte Menschen zwischen 18 und 28 können sich ab sofort informieren und bewerben. Die Organisatoren suchen derzeit zudem noch weitere Projektpartner, Sponsoren und Einsatzstellen für die geplanten einjährigen Freiwilligendienste.
Link, www.artefact.de
Lebensqualität von Städten im Vergleich
Die Lebensbedingungen in 321 europäischen Städten sind jetzt statistisch erfasst. EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner hat die Ergebnisse des sogenannten Städteaudits vorgestellt, das gemeinsam mit EUROSTAT durchgeführt wurde. Die Prüfung stützt sich auf 100.000 Daten über die größten aktuellen Herausforderungen wie Alterung der Bevölkerung, Migration, Wohnen und Umwelt. Städte können sich fortan mit anderen Städten vergleichen und sich damit in ausgewählten Bereichen verbessern. Ziel der Daten ist es, Maßnahmen und Investitionen in der Kohäsionspolitik bedarfsgerecht auszurichten.
www.urbanaudit.org
Mitmachen bei der Global Education Week
Unter dem Motto "Interkultureller Dialog und Menschenrechte" findet vom 15. bis zum 23. November 2008 die europaweite Global Education Week statt. Ziel der vom World University Service koordinierten Woche ist es, die Themen des globalen Lernens in der deutschen Bildungs- und Medienlandschaft stärker zu verankern. Dazu werden bundesweit schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen sowie Nichtregierungsorganisationen und Initiativen aufgefordert, Projekte, Workshops und Veranstaltungen zu Themen wie Menschenrechte, Migration und Integration, fairer Handel, Nord-Süd-Beziehungen und Entwicklungspolitik durchzuführen. Eine Woche lang sollen diese Themen im besonderen Blickpunkt stehen, um einen Anstoß für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit globalen Fragestellungen und Zusammenhängen anzuregen und eine Vernetzung auf deutscher, europäischer und außereuropäischer Ebene zu fördern. Ausrichter auf europäischer Ebene ist das Nord-Süd-Zentrum des Europarates in Lissabon, das sich zur Aufgabe gemacht hat durch Informationsaustausch und Bildung globales Lernen im öffentlichen Bewusstsein zu stärken. Weitere Informationen gibt es im Internet.
Kontakt und Infos: World University Service (WUS), Karola Hoffmann, Goebenstr. 35, 65195 Wiesbaden, Fon 0611/9446170, mailto:globaleducationweek@wusgermany.de, www.globaleducationweek.de
Hintergrund
Lokaler Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) Die Träger des Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreises Zeitzeiche(N) stehen fest. In sieben Kategorien haben die GRÜNE LIGA Berlin e. V., das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, CivixX, aduno sowie die Deutsche Umwelthilfe e. V. den Preis an Einzelpersonen, Organisationen, Kommunen, Unternehmen und erstmals auch für überzeugende Projektvorschläge vergeben. Als Einzelpersonen ausgezeichnet wurden Jürgen Ludwig aus Arnstadt und Angelika Janz aus Uecker-Randow. Ludwig ist bereits seit den 1980-er Jahren unermüdlicher Streiter im Sinne stadtökologischer Konzepte und Initiativen. Als Initiatorin der KinderAkademie organisiert und betreut Janz seit 1995 eine erfolgreiche sozio-kulturelle und umwelt- und naturbezogene Arbeit mit Kindern ab dem Vorschulalter. In der Kategorie "Initiativen" war das Bürgerprojekt "20 grüne Hauptwege" erfolgreich. In Zusammenarbeit mit je einem verkehrspolitischen- und einem umweltpolitischen Mitgliederverband hat das Bürgerprojekt für Berlin die Planung eines stadtweit durchgängigen grünen Hauptwegenetzes für Fußgänger initiiert, erprobt und in Form eines speziellen Stadtplans realisiert. In der Kategorie "Kommunen" siegte Ludwigsburg. Die Stadt besitzt seit 2004 ein Stadtentwicklungskonzept, das alle kommunalen und gesellschaftlichen Kräfte zusammenführt und eine breite Basis für eine neue Kultur urbaner Kommunikation und Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft geschaffen hat. Dabei kooperiert das Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt bereits mit 23 deutschen und anderen europäischen Städten. Bei den "Unternehmen" ging der Preis an die Falter Fruchtsaft GmbH aus Heddesbach. Zusammen mit einem Agenda-Büro entwickelte der Fruchsafthersteller ein Produkt, das ökologisch wertvolle Streuobstbestände und die regionale Landwirtschaft unterstützt und durch den Ankauf philippinischer Mango- und Maracuja-Grundstoffe zu fairen Preisen einen Beitrag zur Existenzsicherung der dortigen Kleinbauern leistet. Daneben wurden erstmals Preise für ausgezeichnete Ideen vergeben. In der Kategorie "Lokaler Klimaschutz" ging der Preis "Zeitzeiche(N)_Ideen 2008" an die AOVE Regionalentwicklungsgesellschaft im Landkreis Amberg-Sulzbach. Die neun in dieser Gesellschaft zusammengeschlossenen Kommunen wollen einen gemeinsamen Energieentwicklungsplan erstellen. In der Kategorie "Bildung für Nachhaltigkeit" siegte die Kinderumweltzeitung (KUZ) aus Gelsenkirchen, einem Produkt der Arbeitsgemeinschaft aus Umweltreferat der Stadt, dem Pressebüro cub&godau und dem örtlichen Agenda21-Büro. Den Preis in der Kategorie "Nachhaltige Stadt- und Gemeindeentwicklung" errang schließlich die Haushaltsenergieberatung im Sozialzentrum in Leipzig des Caritasverbandes und des Vereins Ökolöwe Umweltbund.
www.netzwerk21kongress.de/de/zeitzeichen.asp
Start von "Cities and Biodiversity"
Beim Welt-Naurschutzkongress der International Union on the Conservation of Nature (IUCN) am 7. Oktober 2008 in Barcelona wurde der Start der globalen Partnerschaft "Cities and Biodiversity" ausgerufen. Dabei stellte die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann auch den "Bonn Call for Action" vor, der anlässlich der 9. UN-Vertragsstaatenkonferenz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Mai dieses Jahres in Bonn verabschiedet worden war. Er appelliert an die nationalen Regierungen, die Möglichkeiten der lokalen Ebene beim Erhalt der Biodiversität zu nutzen. Die Städte bieten sich als Partner bei der Erreichung des "Zieles 2010" an, dem Jahr, bis zu dem der Rückgang der biologischen Vielfalt auf der Welt gestoppt werden soll. Die 250 Städte, die sich dem "Ziel 2010" verpflichtet haben, und jene 21 Städte, die im Rahmen der "Local Action for Biodiversity" (LAB) eine Vorreiterrolle dabei übernehmen, repräsentieren mehr als 150 Mio. Menschen. Es geht jetzt darum, ihre Kräfte zu bündeln, ihre Erfahrungen und Kenntnisse an Ort und Stelle zu nutzen. UN-Einrichtungen, kommunale Verwaltungen, die Wirtschaft und gesellschaftliche Kräfte aller Art sollen zusammenfinden, um das ambitionierte Ziel der CBD zu erreichen.
Link:
BürgerInnen für EU-Klimaschutzziele
Die Klimaschutzziele der EU stoßen bei den europäischen BürgerInnen auf große Zustimmung. Die Mehrzahl hält die Senkung der Treibhausgasemissionen und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020 um 20 Prozent für richtig. Gleichzeitig fühlen sich viele EuropäerInnen aber schlecht über den Klimawandel und die Möglichkeiten des Klimaschutzes informiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage über die Einstellung der Öffentlichkeit zum Klimawandel. "Wir müssen über Initiativen und Maßnahmen nachdenken, um solche Informationen vor allem unter den am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen besser zu verbreiten", erklärte der Vorsitzende des Nichtständigen Ausschusses des Europäischen Parlaments zum Klimawandel, Guido Sacconi. Hier komme den regionalen und kommunalen Behörden eine entscheidende Aufgabe zu. Der vollständige Bericht sowie die Ergebnisse der Umfrage für Deutschland stehen im Internet zum Download bereit.
PDF:
Baden-Württemberg gegen Kinderarbeit
Das Land Baden-Württemberg hat ein deutliches Zeichen gegen ausbeuterische Kinderarbeit gesetzt. Seit dem 1. Oktober 2008 sollen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge Produkte aus Kinderarbeit vermieden werden. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Ernst Pfister will das Land mit der Regelung dazu beitragen, dass Kinder in Entwicklungsländern "ein menschenwürdiges Leben führen können". Die öffentliche Hand dürfe nicht indirekt durch die Auftragsvergabe zur Verletzung von Menschenrechten durch Kinderarbeit beitragen. Die Regelung geht auf einen gemeinsamen Antrag aller Landtagsfraktion vom November 2007 zurück. Sie zielt insbesondere auf Produkte aus Asien, Afrika und Lateinamerika, bei denen Kinderarbeit, etwa bei Textilien, Natursteinen, Kaffee, Tee oder Blumen, nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Die Anbieter, die sich um öffentliche Aufträge bemühen, müssen künftig eine Erklärung abgeben, dass die Herstellung ohne Kinderarbeit erfolgt. Bei Verstößen kann der Auftragnehmer von dem Auftrag und sogar von künftigen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.
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Jahr des Menschenrechtslernens
Die UN-Generalversammlung hat 2009 zum Internationalen Jahr des Menschenrechtslernens ausgerufen. Ziel ist, die Förderung und den Schutz aller Menschenrechte und Grundfreiheiten inklusive des Rechts auf Entwicklung zu stärken. Wie aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, plant die Bundesregierung anlässlich des am 10. Dezember 2008 beginnenden Internationalen Jahres des Menschenrechtslernens zahlreiche Aktivitäten. So werde das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 8. bis 10. Dezember unter dem Motto "Politik gegen Hunger – Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht" eine Konferenz durchführen. Auch andere Ministerien würden Veranstaltungen und Publikationen planen. Außerdem kündigte die Bundesregierung für 2009 die Ratifikation des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen an.
Link:
Westfälischer Friedenspreis für Kofi Annan Der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, und die Gemeinschaft junger Malteser sind mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Annan erhielt den Preis, weil er trotz vieler politische Enttäuschungen und persönlicher Verunglimpfungen im Amt stets seiner Vision von einer friedlicheren Welt treu geblieben sei, heißt es in der Begründung. In seiner Amtszeit sei der Weltklimabericht erarbeitet worden, der inzwischen eine Wende im Problembewusstsein der Welt bewirkt habe. Das hohe moralische Ansehen des Friedensnobelpreisträgers zeige sich auch darin, dass er in der blutigen Auseinandersetzung in Kenia von den Parteien als glaubwürdige Vermittlungsinstanz anerkannt werde. Die Gemeinschaft junger Malteser erhielt den Preis für ihren uneigennützigen Einsatz für behinderte Menschen in Kriegs- und Krisengebieten des Nahen Ostens, insbesondere im Libanon. In sogenannten Begegnungscamps schenkten die Jugendlichen den behinderten und häufig von ihren Familien verstoßenen und in erbärmlichen Waisenhäusern abgeschobenen jungen Menschen ein kleines, aber starkes Stück Hoffnung und Glück (s. auch Organisation direkt). Mit dem Preis des Westfälischen Friedens werden Persönlichkeiten und Institutionen ausgezeichnet, die durch ihre Lebensleistung zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, sowie junge Menschen, die durch ihre Taten bereits ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre von der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. verliehen. Unter den Preisträgern waren bereits Vaclav Havel, Helmut Kohl, Carla del Ponte, Kurt Masur und Valéry Giscard d’Estaing.
Link:
Aachen bei Papierverwertung spitze
Aachen ist mit dem Titel "Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands" ausgezeichnet worden. Die Recyclingpapierquote der Stadt beträgt 100 %. Neben einer Urkunde erhielt Aachen eine Tonne Recyclingpapier. Den zweiten Platz belegen gemeinsam die Städte Essen und Oldenburg. Der Titel "Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands" wurde in diesem Jahr erstmals von der Initiative Pro Recycling Papier zusammen mit dem Bundesumweltministerium sowie dem Deutschen Städtetag vergeben. Zur Ermittlung der recyclingpapierfreundlichsten Stadt wurden im März dieses Jahres alle 81 Städte mit mehr als 100.000 EinwohnerInnen angeschrieben und per Fragebogen um die Papierverbrauchszahlen auf Basis der Ausschreibungen aus dem Jahr 2007 sowie den prozentualen Anteil von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel gebeten. 65 Städte hatten an der Umfrage teilgenommen. Die Daten zu deren Papierverbrauch können im so genannten "Papieratlas 2008" nachgelesen werden.
www.papieratlas.de
Organisation direkt
Gemeinschaft junger Malteser
Die Gemeinschaft junger Malteser (GjM) ist mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden. Die GjM ist eine geistliche Gemeinschaft von jungen Menschen im Charisma des Malteserordens. Ihr Auftrag ist es, die Ziele des Ordens mit und unter Jugendlichen zu verwirklichen. Die Mitglieder sind junge Leute zwischen etwa 20 und 35 Jahren, für die das Leben aus dem Glauben der Kirche und die Fürsorge für kranke und behinderte Menschen zu einem wichtigen Anliegen in ihrem Leben geworden sind. Die Mitgliedschaft in der GjM setzt Engagement in den Aktionen der GjM oder des Ordens voraus. Die Mitglieder verpflichten sich zum jährlichen Dienst an Armen und Kranken, zu zwei gemeinschaftsinternen Wochenenden im Jahr, sowie alle zwei Jahre zu einem Exerzitienkurs von mindestens vier Tagen. Die Projekte der GjM werden von Mitgliedern organisiert und sind Angebote für Jugendliche, die sich im maltesischen Dienst an kranken und behinderten Menschen engagieren wollen.
www.gjm-online.de/, http://libanon-on-stage.de/
Monatshighlight
"World Mayor Award" für Helen Zille
Der Oberbürgermeister von Nürnberg, Dr. Ulrich Maly, hat bei der Wahl zum besten Stadtoberhaupt der Welt den sehr guten fünften Platz belegt. Das internationale Netzwerk "City Mayors" würdigt damit insbesondere Malys Einsatz gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Maly habe der Welt gezeigt, dass die Stadt Nürnberg aus der Geschichte gelernt habe. Den "World Mayor Award" als bestes Stadtoberhaupt der Welt erhielt Helen Zille, Oberbürgermeisterin von Kapstadt und Vorsitzende der oppositionellen Democratic Alliance. Die 1951 in Johannesburg geborene Zille hat deutsche Wurzeln. Ihre halb-jüdischen Eltern flohen aus Nazi-Deutschland und fanden in Südafrika Asyl. Sie ist eine "Großnichte" von Heinrich Zille. Ihre politische Karriere begann Zille als Politikjournalistin für die Zeitung "The Rand Daily Mail", wo sie hohes Ansehen errang, nachdem sie die Wahrheit und die Hintergründe von Steve Bikos Tod im Jahr 1977 aufdeckte. Sie war maßgeblich in verschiedenen Kampagnen wie der "Black Sash Bewegung", der "End Conscription Campaign" und dem "South Africa Beyond Apartheid Project" sowie dem "Cape Town Peace Committee" aktiv. Nachdem ihre Partei bei den Kommunalwahlen 2006 noch vor dem national dominierenden "African National Congress (ANC) zur stärksten Kraft in Kapstadt wurde, errang sie den Bürgermeisterposten. Teilnehmer am "World Mayor Award" beschreiben sie als ein südafrikanisches Vorbild vergleichbar mit Nelson Mandela und Desmond Tutu. Sie werde als eine Frau gewürdigt, die sich ihr ganzes Leben lang mit Mut, Kraft und Liebe für ihre Landsleute eingesetzt habe. Der "World Mayor Award" wird seit 2004 von "City Mayors" organisiert. In den letzten Jahren gewannen Edi Rama aus Tirana, Dora Bakoyannis aus Athen und John So aus Melbourne.
www.worldmayor.com/
Wettbewerbe Wettbewerbe der letzten *EWN* aktuell auf der Homepage
Einsendeschluss 31.12.08
Wettbewerb "Sonnige Schule"
Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU e. V.) und seine Partner suchen im Rahmen des Wettbewerbs "Sonnige Schule" Konzepte und Ideen, wie Schulen ihre Photovoltaikanlage im Unterricht oder in der Schulfreizeit pädagogisch nutzen. Teilnehmen können alle Schulen mit einer eigenen Solaranlage. Der Verein UfU stellt für die Teilnehmer des Wettbewerbs eine Good Practice-Broschüre sowie vier eigens konzipierte Unterrichtseinheiten zur Verfügung. Den Siegern des Wettbewerbs winken verschiedene Preise.
www.solarsupport.org
Einsendeschluss 01.02.09 bis 15.02.09
Europäischer Wettbewerb 2009
Unter dem Motto "HYPHKA – Ideen für Europa" sind SchülerInnen aufgerufen, Themen rund um Europa in bildnerischer oder schriftlicher Form zu bearbeiten. Dabei greift der Wettbewerb das Thema "Kreativität und Innovation" der EU für das Jahr 2009 auf. In den Wettbewerbsthemen spiegeln sich aktuelle Fragestellungen wider wie der Klimawandel und seine Auswirkungen auf Europa, die Wahl einer europäischen Kulturhauptstadt und nicht zuletzt der Blick auf die Europawahl 2009. Daneben stehen langfristige Entwicklungen, die sowohl auf der Kreativität als auch auf der Bildung der an ihnen beteiligten Menschen basieren, beispielsweise die europäische Raumfahrt oder die Bewältigung der gestiegenen Mobilität in Europa.
www.europaeischer-wettbewerb.de
Veranstaltungen Termine der letzten *EWN* und aktuell auf der Homepage
24.10.08, Aachen
Ziviler Wiederaufbau in Afghanistan
Zivile HelferInnen, Nichtregierungsorganisationen, Diplomaten und Freiwillige unterstützen Afghanistan beim Wiederaufbau ihres Landes. Karin Kortmann vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Habib Qayum vom Deutschen Entwicklungsdienst, Hermann Rupp von Misereor und Willy Wimmer diskutieren über dieses Engagement. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe statt, in der die InWEnt in Kooperation mit dem Eine Welt Netz NRW und im Auftrag des BMZ über Erfolge und Herausforderungen deutscher Organisationen im zivilen Wiederaufbau Afghanistans informiert.
Anmeldung: Eine Welt Netz NRW, Charlotte Schlüter, Mühlenstr. 29, 40213 Düsseldorf, Fon 0211/6009257, mailto:charlotte.schlueter@eine-welt-netz-nrw.de, Link
27. bis 31.10.08, Bonn
13. Internationale Metropolis-Konferenz
Im Mittelpunkt der Konferenz unter dem Titel "Mobilität, Integration und Entwicklung in der globalisierten Welt" stehen Themen wie Fachkräftemigration und ihr Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung sowohl der Aufnahme- als auch der Herkunftsländer, Integration und kulturelle Vielfalt, Migration und Gender sowie Klimaveränderung und Migration. Ziel ist es, alle wichtigen AkteurInnen auf den Feldern Migration, Entwicklung und Integration zu vernetzen und den jeweils neuesten Stand der Forschung, die aktuellen politischen Strategien sowie die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen auf einer Plattform zu diskutieren.
Veranstalter: Ministerium für Integration und Internationale Zusammenarbeit NRW, Link:
31.10. bis 01.11.08, Leipzig
Förderung von MigrantInnenorganisationen Ziel des Workshops "Förderung von MigrantInnenorganisationen in der entwicklungspolitischen Arbeit – Tipps und Beispiele zur Antragstellung" ist es, MigrantInnen, ihre Organisationen und ihre Potenziale in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu stärken. Dazu sollen die Fördermöglichkeiten des Evangelischen Entwicklungsdienstes und der Stiftung Nord-Süd-Brücken vorgestellt und geklärt werden, wie diese Förderrichtlinien für die Umsetzung von Projektideen der Migrantenselbstorganisationen genutzt werden können. Dabei sollen konkrete Probleme und Herausforderungen in der Antragstellung diskutiert und bisherige Erfahrungen, positive Beispiele und praktische Tipps weitergegeben werden.
Anmeldung: Stiftung Nord-Süd-Brücken, Greifswalder Str. 33a, 10405 Berlin, Fon 030/42851385, Fax 030/42851386, mailto:info@nord-sued-bruecken.de, www.nord-sued-bruecken.de
31.10. bis 01.11.08, Trier
Neuer Schwung mit neuen Themen
"Neuer Schwung mit neuen Themen in der Agenda-Arbeit" lautet das Motto des achten Landestreffens Rheinland-Pfalz, das sich an ModeratorInnen, Agenda-Beauftragte und Engagierte in lokalen Nachhaltigkeitsinitiativen wendet. Auf der Tagung soll überprüft werden, welche Themen besonders wirksam sind im Hinblick auf gesellschaftliche Veränderung und die Gewinnung neuer MitstreiterInnen.
Anmeldung: Katholische Akademie Trier, Petra Gentgen, Auf der Jüngst 1, 54293 Trier, Fon 0651/8105-232, Fax 0651/8105-434, mailto:anmeldung.kat@bistum-trier.de, Link:
07.11.08, Frankfurt
Millenniumsziele und lokales Handeln
Eine gerechte Welt entsteht vor Ort. Dies haben viele Städte und Gemeinden mit der Unterzeichnung der Millennium-Erklärung der Kommunen bekräftigt. Neben der Förderung entwicklungspolitischen Engagements und Bildungsaktivitäten ist ein faires Beschaffungswesen ein wichtiger Ansatzpunkt für die Eine-Welt-Arbeit vor Ort. Die Tagung will Unterstützungsmöglichkeiten für die Arbeit aufzeigen und den Erfahrungsaustausch fördern. Dabei referiert unter anderem Michael Marwede von der Servicestelle über die Millenniumziele und ihre Umsetzung auf lokaler Ebene.
Anmeldung: Weltläden in Hessen, Universitätsstr. 55, 35037 Marburg, Fax: 06421/309421, mailto:info@weltlaeden-hessen.de
07.11.08, Roßwein
Entwicklungspolitische Konferenz
Die 13. Entwicklungspolitische Konferenz nimmt das Thema Rassismus in seiner Verknüpfung mit Globalisierung und Entwicklungspolitik in den Fokus. Entwicklungspolitische und antirassistische Gruppen sowie von Rassismus Betroffene haben dabei Gelegenheit, ihre jeweiligen Perspektiven auf Rassismus und Rechtsextremismus auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.
Anmeldung: Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e. V., Kreuzstr. 7, 01067 Dresden, Fon 0351/4923364, Fax 0351/4923360, mailto:kontakt@einewelt-sachsen.de, www.einewelt-sachsen.de
11.11. bis 16.11.08, Ammersbek
Methodenfeuerwerk für die Bildungsarbeit Das Seminar soll einen Einstieg in die entwicklungsbezogene Bildungsarbeit bieten. Den Teilnehmenden werden Grundtechniken in der Durchführung von Bildungsveranstaltungen vermittelt. Darüber hinaus werden sie lernen, eigene Methoden zu entwerfen.
Anmeldung: Evangelischer Entwicklungsdienst, EED Bildungsstelle Nord, Wulfsdorfer Weg 29, 22949 Ammersbek, Fon 040/605-2559, Fax 040/605-2538, mailto:eed@haus-am-schueberg.de, www.eed.de/bildungsstelle-nord
14.11.08, Würzburg
Zehn Jahre Würzburger Partnerkaffee
In den vergangenen zehn Jahren konnten durch den Verkauf von 241 Tonnen Würzburger Partnerkaffees insgesamt 160.000 Euro erwirtschaftet und 24 Projekte in Tanzania unterstützt werden. Dies feiert der Verein Würzburger Partnerkaffee e. V. mit einem großen Jubiläumstag.
Veranstalter: Würzburger Partnerkaffee e. V., Kilianshaus, 97070 Würzburg, Fon 0931/386-65123, Fax 0931/386-65129, mailto:mef@bistum-wuerzburg.de, www.wuerzburg.de/partnerkaffee
15. bis 17.11.08, Brüssel
European Development Days
Schwerpunktthema der Europäischen Tage der Entwicklungszusammenarbeit ist die lokale Dimension der Entwicklungszusammenarbeit. Der zuständige EU-Kommissar Louis Michel beabsichtigt dabei fünf Kommunen auszuzeichnen, die sich durch besonders gute Beispiele der kommunalen Zusammenarbeit hervorgetan haben. Zudem soll die auf Initiative der französischen EU-Ratspräsidentschaft entworfene "Europäische Charta der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit" verabschiedet werden.
Link:
17.11.08, Berlin
Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsrates Ob Energieversorgung, Klimaschutz, Biosprit oder demografischer Wandel – die Herausforderungen nehmen zu. Unter dem Titel "Zukunft verantworten!" diskutieren AkteurInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über Impulse und Wege zu einer nachhaltigen Entwicklung.
Veranstalter: Rat für Nachhaltige Entwicklung, www.nachhaltigkeitsrat.de/konferenz
02. bis 03.12.08, Berlin
Nichts über uns ohne uns
Die Internationale Tagung "Nichts über uns ohne uns – Menschen mit Behinderung als Akteure einer nachhaltigen Entwicklung" möchte einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der UN-Konvention leisten, die einen Paradigmenwechsel in der Rolle von Menschen mit Behinderung beinhaltet. Es wird aufgezeigt, wie behinderte Menschen aktiv in Entwicklungsvorhaben einbezogen und beteiligt werden können.
Anmeldung: Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit, Wandastr. 9, 45136 Essen, Fon 0201/1788963, Fax 0201/1789026, mailto:presse@bezev.de, www.bezev.de
Spruch des Monats
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert."
Aldous Huxley
Kontakt
Mit besten Grüßen
Ihr Team Servicestelle
Kommunen in der Einen Welt/InWEnt gGmbH Friedrich-Ebert-Allee 40, D-53113 Bonn
Fon: 0228/4460-1632
Fax: 0228/4460-1601
mailto:info@service-eine-welt.de
www.service-eine-welt.de
V.i.S.d.P.: Michael Marwede,
Redaktion: mailto:barbara.baltsch@inwent.org
20.10.2008 | 13:53 | Autor: bonner-presseblog.de | Empfehlungen: 13 | 14 mal gelesen


















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