Bonn: Eine Welt Nachrichten 82 November 2008
Bonn – Die Eine Welt Nachrichten:
Bundeskonferenz 2009 München
Zur Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen laufen weiterhin die Planungen, das Programm für die drei Tage zu füllen. Auf der Konferenz können Sie unter anderem Professor Dr. Jürgen Tautz von der Universität Würzburg erwarten. Er ist nicht nur ein im wirklichen Sinn mit Preisen ausgezeichneter Redner sondern gilt als der Experte für die Honigbienen. Er wird einen Vortrag halten mit dem Titel "Honigbienen und die Ernährung der Menschheit – Herausforderungen an ein rückgekoppeltes System". Seien Sie weiterhin neugierig auf die Konferenz und reservieren Sie sich den Termin vom 18. bis 20. Juni 2009 in München.
Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/4460-1632, Fax 0228/4460-1601, mailto:michael.marwede@inwent.org, link
Faire Blumen beschlossen?
Die Anfragen zu einzelnen Umsetzungsschritten zum fairen Handel in Kommunen mehren sich. Wir würden Sie heute mit diesem Newsletter bitten, uns mitzuteilen, ob ihre Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung einen Beschluss im Stadt-, Gemeinde- oder Kreistag gefasst hat, bei bestimmten Anlässen auch auf Blumen aus dem fairen Handel, also mit TransFair-Siegel oder FlowerLabel, zurückzugreifen. Bitte senden Sie uns in diesem Fall eine E-Mail.
Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/4460-1632, Fax 0228/4460-1601, mailto:michael.marwede@inwent.org, www.service-eine-welt.de
Termin-Nachlese
17. bis 19.10.2008, weltweit
UN-Welttag der Armutsbekämpfung
Mehr als 116 Mio. Menschen haben anlässlich des Welttages der Armutsbekämpfung der Vereinten Nationen vom 17. bis 19. Oktober 2008 in über 110 Ländern gegen Armut protestiert. Allein in Deutschland hätten sich mehr als 127.000 Menschen an der weltweiten Aktion "Stand Up" beteiligt, teilte die UN-Millenniumkampagne in Bonn mit. Damit seien fast zwei Prozent der Weltbevölkerung für wirksame Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und die Umsetzung der UN-Millennium-Entwicklungsziele auf die Straßen gegangen. Zur Hauptveranstaltung in Berlin war auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gekommen.
www.stelldichgegenarmut.de/
23. und 24.10.2008, Madrid
Vorbereitung zur Gründung der IRENA
Bei der abschließenden Vorbereitungskonferenz zur Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) haben sich die beteiligten 51 Staaten über die Statuten der neuen weltweiten Organisation verständigt. "Damit ist der Weg frei für die Gründungskonferenz der IRENA am 26. Januar 2009 in Bonn", erklärte der Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, der als Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien (WCRE) die IRENA-Initiative seit Beginn der 1990-er Jahre entwickelt und vorangetrieben hat. Die Bundesregierung werde die verhandelten Dokumente an alle UN-Mitgliedstaaten schicken und alle interessierten Staaten zur Teilnahme an der Gründungskonferenz einladen, so Scheer. IRENA werde die treibende Kraft bei der zügigen Umstellung auf eine weit verbreitete und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien sein. Die internationale Agentur soll Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern praxisnah beraten, Unterstützung bei der Anpassung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen leisten und dazu beitragen, Kompetenzen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien aufzubauen. Nach Angaben von Scheer wird IRENA bereits Mitte nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen.
Kontakt: EUROSOLAR e. V., Kaiser-Friedrich-Str. 11, 53113 Bonn, Fon 0228/362373, Fax 0228/361279, mailto:info@eurosolar.org, www.eurosolar.org
Materialien & Medien
Neue Studie zu Standards und Siegeln
Immer mehr VerbraucherInnen setzen auf fair gehandelte Produkte. Viele Initiativen oder Unternehmen wollen an diesem Boom teilhaben und rücken sich in ihrer Kommunikation in die Nähe des fairen Handels. Doch werden sie diesem Anspruch wirklich gerecht? Das Forum Fairer Handel hat das international anerkannte Fairtrade-Siegel in einer Studie mit drei anderen "nachhaltigen" Ansätzen vergleichen lassen: mit dem brancheneigenen Verhaltenskodex der Kaffeewirtschaft 4C, dem Umweltmanagementsystem Rainforest Alliance und dem ‘Hand in Hand’-Zeichen des Bio-Anbieters Rapunzel. Ergebnis der Studie: Keiner der drei untersuchten Ansätze entspricht den international anerkannten Kriterien des fairen Handels, wie sie durch die Fair-Handels-Bewegung definiert wurden und durch das FLO Fairtrade-System als dem derzeit einzigen Gütesiegel-System des fairen Handels in der Praxis umgesetzt werden. Die Studie "Fair oder nicht Fair?" kann im Internet heruntergeladen werden, ebenso wie das gleichnamige Positionspapier des Forums Fairer Handel und ein Faltblatt, das die Gegenüberstellung der verschiedenen Siegel zusammenfasst.
www.forum-fairer-handel.de/
Studie zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands
Die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" ist erschienen. Sie ist die Nachfolgestudie zu der im Jahr 1996 herausgegebenen Studie "Zukunftsfähiges Deutschland – Ein Beitrag zu einer global nachhaltigen Entwicklung", die den Beginn des deutschen Nachhaltigkeitsdiskurses entscheidend prägte und als die "Grüne Bibel" in die Geschichte des Nachhaltigkeitsdiskurses einging. Die nun vorliegende aktuelle Studie untersucht, wie sich etwa der Klimawandel, die Zunahme der Weltbevölkerung, die Verknappung vieler Rohstoffe und Nahrungsmittel und die Turbulenzen an den Finanzmärkten auf das Leben der Menschen, auf die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in Deutschland auswirken werden. Die AutorInnen geben dabei zahlreiche Empfehlungen, wie sich die Menschen auf die Zukunft vorbereiten sollten. Die 656 Seiten starke Studie wurde herausgegeben vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und der evangelischen Entwicklungsorganisation "Brot für die Welt". Erarbeitet wurde sie von WissenschaftlerInnen aus allen Forschungsbereichen des Wuppertal Instituts unter der Leitung von Professor Dr. Wolfgang Sachs. Die Studie ist im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen und kostet 14,95 Euro. Parallel haben die Herausgeber und Autoren eine Broschüre zusammengestellt, die einen Einstieg in die Studie gewährt. Diese 40-seitigen "Einblicke" können im Internet heruntergeladen werden.
www.zukunftsfaehiges-deutschland.de/
Material zu Klimawandel und Klimaschutz
Der Klimawandel ist seit einiger Zeit eines der Hauptthemen in der öffentlichen Diskussion. Während die einen sich noch nicht ganz sicher sind, ob es ihn überhaupt gibt, berechnen die anderen schon die finanziellen Folgen. Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Diskussion gibt es nun auf der CD "Klimawandel und Klimaschutz – Materialempfehlungen für die Schule". Die CD ist in Kooperation des Programms Transfer-21 mit dem Institut Futur der Freien Universität Berlin entstanden. Transfer-21 ist das größte und umfassendste Programm zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Es richtet sich an alle Altersstufen von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II. Dabei beschränkt sich Transfer-21 nicht nur auf die Verbreitung von Inhalten, sondern es steht auch und vor allem für eine veränderte Unterrichtsgestaltung. Das bundesweite Programm ist im Juli 2008 ausgelaufen. Allerdings wird in vielen Bundesländern weiterhin am Thema gearbeitet. Die CD kann kostenlos über E-Mail bestellt oder im Internet eingesehen werden.
Kontakt: Programm Transfer-21, Koordinierungsstelle, Arnimallee 9, 14195 Berlin, Fon 030/838-56449, Fax 030/838-75494, mailto:info@transfer-21.de, link
Leitfaden zur Nachhaltigkeit
Das Institut Futur des Fachbereichs Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Ökologie im Bildungsbereich e. V. einen Leitfaden "Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit" erstellt. Ziel des Leitfadens ist es, alle an deutschen Hochschulen angebotenen Studienmöglichkeiten zur Nachhaltigkeitswissenschaft zu erfassen, systematisch darzustellen und zu gliedern. Ferner beschreibt und erfasst der Leitfaden einschlägige Forschungseinrichtungen mit ihren Profilen. Dieses betrifft insbesondere die staatlich geförderten Einrichtungen sowie andere ausgewählte Forschungsinstitute. Mit dieser Veröffentlichung haben Studienplatzsuchende, Forschende, Beratungskräfte und auch die im Feld der Nachhaltigkeit agierenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Der Leitfaden steht in deutscher und in englischer Sprache im Internet zur Verfügung. Außerdem ist er in deutscher Sprache als Printversion mit einer CD-ROM erschienen.
link
Tipp
Fairschenk-Ideen zu Weihnachten
In wenigen Wochen ist Weihnachten und viele Menschen sind bereits auf der Suche nach Geschenkideen. Wie wäre es einmal mit fair gehandelten Präsenten? Damit können Sie nicht nur Verwandten und Freuden, sondern auch den ProduzentInnen in den Ländern des Südens eine Freude bereiten. Zur Weihnachtszeit bieten viele Hersteller Produkte an, die sich als Geschenke zu Nikolaus, Weihnachten oder auch im Adventskalender anbieten. Das Angebot reicht dabei von Adventskalendern und anderen süßen Leckereien aus fairem Handel über fair gehandelte Weine aus Südafrika oder Chile bis hin zu T-Shirts und Pullovern aus Fairtrade-Baumwolle. Bei den zahlreichen Anbietern fair gehandelter und umweltfreundlich hergestellter Produkte werden Sie sicher fündig!
www.transfair.org, www.weltladen.de, www.gepa.de, www.elpuente.de, www.fairtrade.de
Bewerbungsphase für ASA-Programm 2009
Die Bewerbungsphase für das ASA-Programm 2009 von InWEnt ist angelaufen. Bis zum 10. Januar 2009 können sich Studierende sowie Berufstätige mit einer abgeschlossenen nichtakademischen Ausbildung im Alter zwischen 21 und 30 Jahren bewerben. Gesucht werden junge Menschen aus nahezu allen Berufszweigen und Studienrichtungen. Das ASA-Programm fördert seit nahezu 50 Jahren entwicklungspolitisch interessierte und engagierte Menschen und bietet eine einzigartige Kombination aus Seminar- und Praxisphasen. Dabei vermitteln die Seminare Wissen und Kompetenzen in Entwicklungszusammenarbeit, interkultureller Kommunikation, Konfliktbearbeitung und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit sowie eine spezifische Vorbereitung auf die Praxisphase. Diese umfasst einen dreimonatigen Aufenthalt in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Die ASA-Stipendiaten unterstützen etwa Computerkurse für Kinder auf Laos, entwerfen Mode mit Prostituierten in Brasilien oder fördern den fairen Handel in Südafrika. Bewerbungen sind ausschließlich über Internet möglich.
www.asa-programm.de/
Mitmachen bei Aktion "Pfairrgemeinde"
Die Aktion "Pfairrgemeinde" des Erzbistums Köln ist im Oktober von der Verbraucherzentrale ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Aktion gehen Pfarrgemeinden, die sich für das Zertifikat "Pfairrgemeinde" bewerben, die Selbstverpflichtung ein, Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Schokolade, Rosen, Wein, Baumwolle und Süßigkeiten nach Möglichkeit weitgehend aus fairem Handel zu beziehen. Dabei können die Gemeinden anhand einer Checkliste überprüfen, inwieweit sie ihren Konsum bereits aus fairem Handel bestreiten. Das Zertifikat bestätigt die bereits bestehende "faire Praxis" und bescheinigt zugleich die Selbstverpflichtung. Die Diözesanstelle Weltkirche und Weltmission nimmt die Selbstverpflichtungen entgegen und steht als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Aktion "Pfairrgemeinde" zur Verfügung. Die Aktion wird vom Erzbistum und dem Diözesanrat der Katholiken getragen.
Infos: Erzbistum Köln, Diözesanstelle Weltkirche und Weltmission, 50606 Köln, Fon 0221/1642-1623, Fax 0221/1642-1575, mailto:markus.perger@erzbistum-koeln.de , link , pdf, pdf www.nrw-denkt-nachhaltig.de
Fair produziertes T-Shirt bei INKOTA
In der Bekleidungs- und Textilindustrie sind geregelte Arbeitszeiten, Überstundenvergütung, Arbeitsverträge, Bezahlung im Krankheitsfall sowie Löhne, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, selten. Vielmehr werden die NäherInnen häufig ausgebeutet. Eine Alternative bieten nun die T-Shirts von Dignity Returns, die INKOTA und Südwind Österreich anbieten. Bei der Produktion dieser T-Shirts bestimmen die HerstellerInnen selbst über Lohn und Arbeitsbedingungen und sind genossenschaftlich organisiert. Das T-Shirt ist in den Konfektionsgrößen M bis XL für Männer und S bis L für Frauen bei INKOTA zum Preis von 15 Euro zzgl. Versandkosten erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in die INKOTA-Kampagnenarbeit zum fairen Handel und zur Verbesserung der globalen Arbeitsbedingungen.
Bezug: INKOTA-Netzwerk, Greifswalder Str. 33 a, 10405 Berlin, Fon 030/4289-111, mailto:cccprojekt@inkota.de, www.inkota.de
Ausstellung "Cities and Biodiversity"
Im Mai dieses Jahres fand in Bonn die neunte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt statt. Zum ersten Mal in der Geschichte der großen Umweltkonventionen wurde dabei die Rolle von Städten bei der Umsetzung globaler Strategien in einem Konferenzdokument festgeschrieben. Städte werden als wichtige Partner nicht nur in der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben auf der lokalen Ebene, sondern auch in strukturübergreifenden Projekten und in der Zusammenarbeit mit anderen Entscheidungsebenen wahrgenommen. Wie Städte ihre Potenziale und Instrumentarien ausschöpfen, um mit Partnern auf allen Ebenen für Biodiversität aktiv zu werden, dokumentiert ab 19. November 2008 eine englischsprachige Ausstellung im Bundesamt für Naturschutz in Bonn.
www.bfn.de
Fairer Handel im Schokoladenmuseum
Zu seinem 15-jährigen Bestehen wartet das Schokoladenmuseum Köln mit neuen Attraktionen auf. Dazu gehört auch eine Dauerausstellung zum Thema fairer Handel, die in Zusammenarbeit mit der Fair-Handelsorganisation GEPA und dem Verein Transfair gestaltet worden ist. Die Ausstellung informiert mit Fotos und Texten über die wichtigsten GEPA-Handelspartner aus Bolivien, der Elfenbeimküste und der Dominikanischen Republik. Auch im Ausstellungskatalog ist der faire Handel unter dem Motto "Leben und Arbeiten in den Anbauländern" sowie unter "Kakaohandel" ein deutliches Thema. Ein Besuch lohnt!
www.schokoladenmuseum.de/,
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Hintergrund
Deutscher Solarpreis für die Stadt Marburg
Marburg ist mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet worden. Die Stadt erhielt den Preis für ihre bundesweit einzigartige wie umstrittene Solarsatzung, wonach Bauherren bei größeren Umbauten sowie bei Neubauten Sonnenkollektoren auf dem Dach installieren müssen. Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel sieht das Projekt durch die Auszeichnung bestätigt. Die Stadt habe mit ihrer Vorreiterrolle in Sachen regenerativer Energie in Marburg gezeigt, dass Klimaschutz nicht nur ein Thema für die große Politik bleiben dürfe. Weitere Solarpreise gingen an die Gemeinde Salzhemmendorf in Niedersachsen, die MANN Naturenergie GmbH & Co. KG in Langenbach in Rheinland-Pfalz, die Abtei Münsterschwarzach in Bayern, Professor Dr. Norbert Fisch aus Braunschweig, das Oberstufenzentrum Technische Informatik/Industrie, Elektronik, Energie/Management (OSZ TIEM) in Berlin-Spandau. Sonderpreise für persönliches Engagement erhielten Professor Dr. Franz Daschner von der Albert-Ludwig-Universität Freiburg und Jürgen Hartwig vom Ingenieur-Büro für Solarstromtechnik als Gründer der Solarzellenfabrik ERSOL in Erfurt. Außerdem wurden Eigentümer oder Betreiber von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien wie privater Plusenergiehäuser, Schulen und andere Bildungseinrichtungen sowie in diesem Jahr erstmals auch Hundert-Prozent-Kommunen – also Gemeinden, die Initiativen ergreifen, um sich zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu versorgen – mit Plaketten geehrt. Mit dem Deutschen Solarpreis zeichnet die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e. V. seit 1994 jährlich Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie Organisationen aus, die sich besonders um die Nutzung der Sonnenenergie verdient gemacht haben.
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Bericht zur Nachhaltigkeitspolitik
Das Bundeskabinett hat am 29. Oktober 2008 den federführend vom Bundeskanzleramt erstellten "Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie" verabschiedet. Wie Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte, untermauere der Bericht die Bedeutung einer langfristig orientierten Umweltpolitik für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung. Die Bundesregierung müsse verstärkt mit integrierten, politikfeldübergreifenden Strategien Zukunft gestalten und Langfristigkeit zum entscheidenden Faktor der Politik machen. Konkret zeigt der Fortschrittsbericht, dass Deutschland in einigen umwelt- und innovationspolitisch bedeutenden Politikfeldern seine ambitionierten Ziele fast erreicht hat – etwa beim Einsatz erneuerbarer Energien und bei der Reduktion von Treibhausgasemissionen. Der Fortschrittsbericht zeigt aber auch die Defizite auf, um die gemeinsam gesetzten Ziele zu erreichen. Das gilt beispielsweise für das Ziel, auf 20 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologischen Anbau zu betreiben. Der Fortschrittsbericht sowie eine Zusammenfassung können im Internet heruntergeladen werden.
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Muslimischer Bürgermeister in Rotterdam
Rotterdam, die mit nahezu 600.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt der Niederlande, bekommt einen Marokkaner als Bürgermeister: Ahmed Aboutaleb von der sozialdemokratischen Partei ist am 17. Oktober 2008 vom Stadtparlament in das Amt gewählt worden, das er am 1. Januar 2009 antreten soll. Aboutaleb verfügt sowohl über die niederländische als auch die marokkanische Staatsbürgerschaft und ist praktizierender Moslem. Seine Wahl ist umso bemerkenswerter, als 2002 in der niederländischen Hafenstadt der rechtspopulistische Wähleraufstand gegen die multikulturelle Gesellschaft begann und Pim Fortuyns Bewegung "Lebenswertes Rotterdam" damals zur größten Partei im Gemeinderat wurde. Die niederländische Tageszeitung "Trouw" sieht die Wahl des ersten Bürgermeisters mit zwei Pässen denn auch als einen großen Fortschritt für die Integration.
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Bonn nun Mitglied des Global Compact
Die Stadt Bonn ist Mitglied des Global Compact. Nachdem der Rat der Stadt vor der Sommerpause den Beitritt beschlossen hatte, nahm Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann am 20. Oktober 2008 von Soren Petersen die Mitgliedsurkunde entgegen. Petersen ist Vorsitzender des Forums der Lokalen Netzwerke des United Nations Global Compact. Der Global Compact geht auf eine Initiative des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan zurück, der die Idee am 31. Januar 1999 beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellte. Der Pakt ist eine freiwillige Initiative zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Dazu gibt es eine Selbstverpflichtung auf die Einhaltung von zehn Prinzipien, die auf einem weltweiten Konsens beruhen und unter anderem auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fußen. Die Mitglieder verpflichten sich unter anderem zur Förderung des Umweltbewusstseins, zum Engagement gegen ausbeuterische Kinderarbeit und zum Kampf gegen Korruption.
www.unglobalcompact.org/
Stadt Lörrach für die Millennium-Ziele
Die Stadt Lörrach hat die Millennium-Erklärung der Mitgliedskommunen des Deutschen Städtetages unterzeichnet. Anlässlich der UN-Aktionstage "Kommunen stehen auf gegen Armut" im Oktober unterzeichnete Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm die entsprechende Erklärung. Die Stadt Lörrach hat sich damit verpflichtet, einen Beitrag zur Umsetzung der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen für eine bessere, gerechtere und sicherere Welt zu leisten. Die Erklärung sieht Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung der BürgerInnen, zur Vernetzung von Aktivitäten sowie zur Unterstützung der Kommunen in den benachteiligten Ländern vor. Wie die Oberbürgermeisterin betont, ist das Handeln in Lörrach in zahlreichen Bereichen bereits von Nachhaltigkeit geprägt. So betreibe die Stadt eine wegweisende Energiepolitik, die nicht erneuerbare Energieressourcen schone. Außerdem trage die Internationale Kommission, ein Gremium des Gemeinderats in Lörrach, mit seinen integrativen Aktionen, nicht nur zu einem besseren Miteinander der ausländischen MitbürgerInnen bei, sondern fördere auch den Dialog und die Bewusstseinsbildung der Menschen im Sinne der Millennium-Ziele. Ferner besteht eine Patenschaft mit der Stadt Wischgorod in der Ukraine.
link
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit
Die Europäische Kommission hat am 8. Oktober 2008 eine Mitteilung vorgelegt, die sich mit der Bedeutung der Kommunen in der Entwicklungszusammenarbeit befasst. Zweck der zwölfseitigen Mitteilung mit dem Titel "Gebietskörperschaften als Akteure der Entwicklungszusammenarbeit" ist es , zum einen auf die Bedeutung der Kommunen als Schlüsselakteure der Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen und zum anderen erste Überlegungen zu präsentieren, wie die Erfahrungen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft besser genutzt und gefördert werden können. Dafür schlägt die Kommission konkrete Maßnahmen vor. So könnten über eine jährliche Konferenz unter Federführung des Ausschusses der Regionen Fachwissen und Erfahrung der lokalen Akteure genutzt und ihre Zusammenarbeit untereinander verbessert werden. Eine Plattform für den Informationsaustausch als Anlaufstelle für die Gebietskörperschaften könnte Angebot und Nachfrage zusammenbringen. Diese "Informationsbörse" hätte die Form einer Webseite, auf die lokalen Verwaltungen ihren Bedarf und ihr Angebot veröffentlichen. Die lokale Dimension ist übrigens auch zentrales Thema der gerade stattfindenden Europäischen Entwicklungstage in Straßburg.
pdf
Rhein-Sieg-Kreis "goes green"
Als erster Kreis in Deutschland hat der Rhein-Sieg-Kreis nun einen Vertrag mit der Deutschen Post für den Kohlendioxidneutralen Versand aller Briefsendungen geschlossen und ist ab sofort offizieller Partner des Umweltprogramms "GOGREEN", das durch diverse Projekte und Aktionen aktiv zum Klimaschutz beitragen möchte. Der Rhein-Sieg-Kreis versendet im Rahmen dieser Kooperation ab sofort seine Post "CO2-neutral", gekennzeichnet durch das "GOGREEN"-Logo. Das bedeutet, dass der Kreis die Deutsche Post mit einem zusätzlichen Betrag von 60 Cent pro 1.000 verschickter Briefsendungen und 42 Cent pro 1.000 verschickter Infobriefe bei diversen Klima-Projekten unterstützt. Das Geld fließt in voller Höhe beispielsweise in den Bau einer Wasserkraftanlage in Brasilien oder eines Biomassekraftwerkes in Indien oder in die Wiederaufforstung des Regenwaldes in Costa Rica, um ausgestoßenes Kohlendioxid zu binden. Innerhalb Deutschlands gibt es zurzeit noch keine vergleichbaren Projekte.
www.dpwn-gogreen.de/go/,
www.rhein-sieg-kreis.de
Stadt Zürich für faire Beschaffung
Ende April dieses Jahres hat das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) und die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) die Kampagne "Keine Ausbeutung mit unseren Steuergeldern" gestartet und die öffentliche Hand aufgefordert, keine Produkte zu beschaffen, die unter ausbeuterischen Bedingungen wie Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt wurden. Als größte Schweizer Stadt hat nun Zürich ein Zeichen für Menschenrechte und gegen Ausbeutung gesetzt. Nach dem Willen des Gemeinderates soll die Stadt in Zukunft bei der Beschaffung von Waren auf faire Produktionsbedingungen achten. Betroffen davon sind etwa Pflastersteine, die aus Steinbrüchen mit Kinderarbeit stammen, oder Computer, die unter menschenverachtenden Bedingungen in China produziert werden. Mit großer Mehrheit überwies der Gemeinderat zwei entsprechende Postulate der SP-Fraktion. Der Stadtrat ist nun aufgefordert, die Regeln des öffentlichen Beschaffungswesens entsprechend anzupassen. Die SAH hofft, dass der Züricher Entscheid Signalwirkung für andere Kommunen haben wird.
link, link, link, www.kehrseite.ch/
Eine Million Bäume für ein besseres Klima
Die Schülerinitiative "Plant for the Planet" will bis zum Jahr 2009 in Deutschland eine Million Bäume pflanzen. Allein in Berlin und Brandenburg sollen es 100.000 Bäume sein. Zum Start der Pflanzaktion empfing die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, Mitte Oktober in Berlin eine Delegation der jungen UmweltschützerInnen und überreichte ihnen 400 Buchensetzlinge. Im Gegenzug überbrachten die SchülerInnen mehrere hundert Briefe mit Wünschen und Anregungen für die kommende Weltklimakonferenz im polnischen Posen. Die Initiative hat bundesweit bereits mehr als 210.000 Bäume gepflanzt oder von Förderern zugesichert bekommen. "Plant for the Planet" wurde 2007 von dem heute elfjährigen Starnberger Schüler Felix Finkbeiner ins Leben gerufen und ist Teil der weltweiten "Billion-Tree-Campaign", die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) auf Initiative der kenianischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai im Jahr 2006 gestartet wurde. Die Kampagne läuft so erfolgreich, dass bis heute bereits mehr als 2,3 Milliarden Bäume gepflanzt wurden und UNEP als neues Ziel sieben Milliarden Bäume bis Ende 2009 ausgegeben hat.
www.plant-for-the-planet.org/
Forschungsprojekt zu Klimaanpassung
Dresden wird Modellregion für die Entwicklung von Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Ziel des am 22. Oktober 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestarteten Forschungsvorhabens "Entwicklung eines integrierten Regionalen Klimaanpassungsprogramms für die Modellregion Dresden" ist es, bis 2013 auf der Basis eines Netzwerkes der regionalen EntscheidungsträgerInnen und AkteurInnen ein Programm zur Anpassung an den Klimawandel für die Region Dresden zu entwickeln. Durch eine intensive Kooperation von Wissenschaft und Praxispartnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sollen konkrete innovative und umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit der Region Dresden langfristig sichern und als "Leuchtturm" auch beispielhaft für andere Regionen in Deutschland wirken. Betrachtet und entwickelt werden dazu unter anderem Anpassungsoptionen in den Bereichen Siedlungs- und Gebäudestrukturen, Grün- und Freiflächen, technische Infrastruktur mit dem Fokus auf Wassersystemen oder Landnutzung mit den Schwerpunkten Land- und Forstwirtschaft. Für das Vorhaben hat das Bundesforschungsministerium insgesamt elf Mio. Euro bereitgestellt.
www.fona.de/de/7096
London weltweit größte Fairtrade-City
London ist von der Fairtrade Foundation der Fairtrade-Status zugesprochen worden. Damit ist die englische Hauptstadt die weltweit größte Fairtrade-City. Wie die Fairtrade-Foundation mitteilt, haben sich Hunderte von Unternehmen in der Hauptstadt der Kampagne angeschlossen. Knapp 1.000 Geschäfte nähmen nun verstärkt Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment auf und etwa 600 Gastronomiebetriebe servierten den BesucherInnen ab sofort fair gehandelte Lebensmittel und Getränke. Dazu zählten sogar Cafés, Bistros oder Restaurants in Museen, Theatern und im House of Parliament. Auch die Londoner Feuerwehr und die Bank of England hätten zugesagt, ihre MitarbeiterInnen zukünftig verstärkt mit Fairtrade-Produkten zu versorgen. Zudem wollten sich viele Schulen, Universitäten und Kirchen ebenfalls in den Dienst der fairen Sache stellen.
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Beschaffung energieeffizienter Fahrzeuge
Städte und Gemeinden sollen zukünftig bei der Beschaffung von Straßenfahrzeugen die Lebensdauerkosten des Energieverbrauchs, der Kohlendioxid-Emissionen und weiterer Schadstoffemissionen als Vergabekriterien einbeziehen. Das schreibt die neue EU-Richtlinie über die Beschaffung energieeffizienter Fahrzeuge vor, die vom Europäischen Parlament auf Vorschlag der Europäischen Kommission verabschiedet wurde. Mit der Beschaffung energieeffizienter Straßenfahrzeuge verspricht sich die Kommission eine deutliche Entlastung von Schadstoffemissionen. Sie verweist darauf, dass von öffentlichen Stellen innerhalb der EU jährlich rund 110.000 Pkw, 110.000 leichte Nutzfahrzeuge, 35.000 Lkw und rund 17.000 Busse angeschafft werden. Die Kosten für energieeffiziente und saubere Straßenfahrzeuge könnten vor allem dann reduziert werden, wenn sie in größerem Umfang nachgefragt würden. Die neue Richtlinie soll deshalb die Beschaffung solcher Straßenfahrzeuge vereinfachen. Die Richtlinie gilt für Behörden und Unternehmen in öffentlicher Hand sowie für Unternehmen, die öffentliche Personenverkehrsdienste erbringen.
link
Neuer Rekord beim Banana Day
Transfair meldet einen neuen Rekord. Anlässlich des Banana Days am 18. September 2008 wurden deutschlandweit eine Mio. Fairtrade Biobananen verteilt, verkauft und gegessen. Von Aachen bis Leipzig, von Berlin bis Saarbrücken und von Wolfsburg bis Heidelberg wurden zahlreiche Aktionen durchgeführt. Dabei fanden allein in Köln zwölf Aktionen statt. Erfolgreich verlief auch der Fotowettbewerb zum Banana Day. Den ersten Platz errang hier die Neusser Eine Welt Initiative mit ihrem Foto von der Aktion "Fairtrade-Bananen stürmen das Neusser Rathaus". Der zweite Preis ging an das Konrad Duden Gymnasium in Wesel. Den dritten Platz erreiche die Grundschule Deutschherrn in Saarbrücken. Die Fotos mit den schönsten Bildern zum Banana Day gibt es im Internet.
www.transfair.org/aktiv/fairtrade-banana-day.html
LAG 21 NRW mit neuer Adresse
Die Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. zeiht um. Ab dem 24. November 2008 ist das Team unter seiner neuen Adresse in Dortmund zu erreichen. Die bisherigen E-Mail-Adressen bleiben bestehen.
Kontakt: Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V. (LAG 21 NRW), Deutsche Str. 10, 44339 Dortmund, Fon 0231/936960-0, Fax 0231/936960-13
Organisation direkt
60 Jahre AFS Interkulturelle Begegnungen
Der AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. blickt in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Bestehen zurück. 1948 gab es in Deutschland nur zwei Organisationen für Schüleraustausch: Eine davon war der "American Field Service". Ursprünglich als ein im ersten und zweiten Weltkrieg von amerikanischen Freiwilligen organisierter Ambulanzdienst entwickelte sich AFS innerhalb von 60 Jahren zum größten Anbieter von Austauschprogrammen weltweit. Mehr als 42.000 Jugendliche und Gastfamilien aus Deutschland haben seither an einem Austausch mit AFS teilgenommen. Die deutsche Organisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg. In Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch ermöglicht AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. AFS kooperiert mit Partnerorganisationen in mehr als 50 Ländern. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder.
www.afs.de/, www.afs60.de/
Monatshighlight
Neuer Ministerpräsidentenbeschluss
Nach zehn Jahren haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf einen neuen Beschluss zur Entwicklungszusammenarbeit geeinigt. Nachdem der Bund-Länder-Ausschuss Entwicklungszusammenarbeit im März 2008 auf der Wartburg in Eisenach einen Entwurf des Landes NRW für einen neuen Beschluss ausführlich diskutiert hatte, wurde dieser Anfang September von den Staatskanzleien mit einigen Änderungswünschen versehen und zur Sitzung der Ministerpräsidenten am 23. und 24. Oktober 2008 in Dresden fertig gestellt und verabschiedet. Man darf den neuen Ministerpräsidentenbeschluss als wichtige Bestätigung für die Entwicklungszusammenarbeit der Länder werten und nach zehnjähriger Stille als Orientierung im Zusammenspiel von Bund, Ländern, Nichtregierungsorganisationen und erstmals auch den Kommunen. Nach dem Beschluss wird den Kommunen sogar eine besondere Bedeutung bei der Umsetzung entwicklungspolitischer Inhalte vor Ort zugedacht. Im Rahmen von Partnerschaften und Aktionen des fairen Handels seien sie wichtige Partner für Bund und Länder, heißt es. Noch wichtiger ist jedoch das erstmalig deutliche Einfordern von mehr Zusammenarbeit aller Politikebenen in den Bereichen Klimaschutz, Partnerschaften, Wissenschaftskooperationen, Entwicklung und Kultur sowie Migration aber auch bei Themen der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Notwendigkeit von Abstimmungsprozessen und kohärenterer Politikbildung wird dabei anerkannt. Ob die vorhandenen Gremien und insbesondere die mageren Ressourcen, die die Bundesländer für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung haben, für diese ambitionierten Ziele ausreichen, mag allerdings angesichts von Haushaltskonsolidierung und Sparzwang berechtigterweise in Zweifel gezogen werden. Ohne eine gemeinsame Anstrengung aller Politikebenen und -akteure droht der inhaltsstarke neue Ministerpräsidentenbeschluss eher als Lippenbekenntnis zu den Akten genommen zu werden – nicht aber als wichtiger Bezugspunkt für das Superwahljahr 2009.
Info: SKEW, Ulrich Nitschke, Fon 0228/4460-1634, Fax 0228/4460-1601, mailto:ulrich.nitschke@inwent.org, www.service-eine-welt.de
Stellenbörse
MobilitätsberaterIn Fußball-EM 2012
Die Ukraine wurde von der UEFA neben Polen als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2012 ausgewählt. Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit stellt den ukrainischen Spielorten die in Deutschland gesammelten Erfahrungen bei der Ausrichtung internationaler Sportevents zur Verfügung und legt den Fokus auf klimafreundliche Mobilität und sucht dafür einen Mobilitätsberater oder eine Mobilitätsberaterin, der die Partner vor Ort in Kiev berät und unterstützt. Bewerber sollten neben einem transportökonomischen, -planerischen oder vergleichbaren Hintergrund mit Schwerpunkt Mobilitätsplanung über fundierte Berufserfahrung im Management komplexer Projekte sowie in der Kontaktanbahnung und Beratung staatlicher und kommunaler Behörden sowie Institutionen verfügen. Russischkenntnisse und Interesse an Fußball sind von Vorteil.
Infos und Bewerbung: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH, Astrid Wollermann, Dag-Hammarskjöld-Weg 1-5, 65760 Eschborn, Fon 06196/79-6185, Fax 06196/79-806185, mailto:KC-6012-04@gtz.de, www.gtz.de
ProjektmitarbeiterIn in Teilzeit
Der Förderverein der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Bayerns (AGABY) und das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern (LBE) suchen zum 1. Januar 2009 zunächst befristet bis 31. Mai 2010 für ihr Büro in Nürnberg eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter in Teilzeit für 25 Stunden in der Woche zur Durchführung des Projekts "gemeinsam engagiert für eine gemeinsame Zukunft – Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Integration". Zu den Aufgaben gehören die Mitarbeit an der wissenschaftlichen Projektbegleitung und Auswertung, sowie an der Dokumentation und Veröffentlichung von Ergebnissen und Informationen, die Mitarbeit bei der Konzeption und Organisation von Fortbildungen, Tagungen und Workshops sowie die selbstständige Durchführung einzelner Maßnahmen. Erwartet werden ein abgeschlossenes Studium oder eine vergleichbare Ausbildung, sozialwissenschaftliche Methodenkenntnisse und Kenntnisse über Evaluationsverfahren, Berufserfahrung, möglichst in der Projektarbeit und/oder Öffentlichkeitsarbeit, ausgeprägtes Interesse an Migrations- und Integrationsprozessen sowie Erfahrung in der interkulturellen Arbeit. Die Stelle wird gemäß EG 10, Stufe 2 des TV-L vergütet. Bewerbungen sind ausschließlich im Online-Verfahren möglich. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund werden ausdrücklich begrüßt.
Infos und Bewerbung: Fon 0911/92318990, mailto:info@gemeinsam-engagiert.net, www.gemeinsam-engagiert.net
Wettbewerbe Wettbewerbe der letzten *EWN* aktuell auf der Homepage
Einsendeschluss 10.12.08
Emissionsfreie Mobilität in Kommunen
Das Bundesumweltministerium hat einen Wettbewerb für Städte und Gemeinden ausgelobt, die durch besondere Maßnahmen den Fußgängerverkehr und den Radverkehr fördern. Die Wettbewerbsbeiträge sollen ihren Ansatz zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs darstellen und die Perspektive der kommunalen Verkehrspolitik für Fußgänger und Radfahrer beantworten. Bewertet werden das Potenzial und der Innovationsgehalt der geplanten Maßnahmen, die Beziehung der Zielgruppen, die Rahmenbedingungen für emissionsfreie Mobilität in der Stadt oder Gemeinde sowie die langfristige Wirksamkeit. Zunächst müssen interessierte Kommunen einen standardisierten Bewerbungsbogen ausfüllen. In einer zweiten Phase werden dann zwölf Städte und Gemeinden aufgefordert, eine detaillierte Bewerbung abzugeben. Von diesen Bewerbern werden schließlich vier Kommunen für die Umsetzung einer Image- und Informationskampagne ausgewählt. Die Kosten für die Kampagne trägt das Bundesumweltministerium.
www.kommunalwettbewerb.de/
Einsendeschluss 31.12.08
Schülerwettbewerb "klima on s’cooltour"
Der Schülerwettbewerb "klima on s’cooltour" will SchülerInnen zur engagierten Auseinandersetzung mit dem Klima- und Umweltschutz bewegen. Sie sollen eigenständige Projekte entwickeln und umsetzen, mit denen ein nachhaltiges Denken und Handeln in der Gesellschaft vermittelt und gefördert wird. Die Themenwahl ist frei. Eingeladen sind alle SchülerInnen der Klassen 5 bis 13. Sie können in kleinen oder größeren Gruppen, klassen-, jahrgangs- oder schulübergreifend zusammenarbeiten. Die Wettbewerbsarbeiten können in der wissenschaftlichen Form eines Forschungsberichtes oder einer Sonderausgabe der Schülerzeitung, eines Videos, eines Drehbuchs, einer Fotodokumentation, eines PR- oder Werbekonzeptes eingereicht werden. Veranstaltet wird der Wettbewerb von der LIGHTCYCLE Retourlogistik- und Service GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Lampenindustrie. Kooperationspartner sind unter anderem das Umweltbundesamt, der Westerman Schulbuchverlag und germanwatch.
www.scooltour.info/home.php
Einsendeschluss 05.02.09
DON CATOs grüne Geschichten
Das Bundesumweltministerium und die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland laden bereits zum siebten Mal zum Umweltwettbewerb "DON CATOs grüne Geschichten" ein. In diesem Jahr will Don Cato Außerirdischen vom Planeten Fadia die Auswirkungen des Klimawandels auf die Artenvielfalt der Erde erklären. Dabei sollen ihm Kinder zwischen vier und zehn Jahren helfen. In seinen "Grünen Geschichten" berichtet der Luchs etwa über Tiere wie Haie, Dorsche oder Libellen. An dem Wettwettbewerb können jüngere Kinder mit selbstgemalten Bildern teilnehmen. Ab einem Alter von acht Jahren gilt es zudem, Quizaufgaben zu lösen und ein Umweltprojekt durchzuführen. Mitmachen können sowohl einzelne Kinder als auch Teams wie Kindergarten-Gruppen oder Schulklassen. Seine besten 20 Helfer belohnt DON CATO jeweils mit einem Spielepaket. Das beste Team kann sich über eine Spiellandschaft mit Kletterturm und Hängematte im Wert von mehreren tausend Euro freuen.
www.doncato.de/
Einsendeschluss 01.02.09 und 01.05.09
Bildung für Nachhaltigkeit
Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen und die Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland suchen innovative und modellhafte Bildungsprojekte, die es schaffen, Umwelt und Entwicklung konzeptionell zu verschmelzen. Der Wettbewerb bezieht sich dabei auf die Ziele der bis zum Jahr 2014 andauernden UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Abgabeschluss für das erste Auswahlverfahren ist der 1. Februar 2009, für den zweiten Durchgang der 1. Mai 2009. Rund zehn Projekte erhalten eine finanzielle Unterstützung von bis zu 10.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, um ihre Projektidee bis spätestens Ende 2010 zu realisieren. Gefördert wird der Ideenwettbewerb neben der DBU auch vom Evangelischen Entwicklungsdienst.
link
Veranstaltungen Termine der letzten *EWN* und aktuell auf der Homepage
22.11.08, Berlin
Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung
Unter dem Motto "New global players" hat sich EPIZ in den vergangenen Jahren mit dem Thema der Nachhaltigkeit in die berufliche Aus- und Weiterbildung beschäftigt, Fortbildungen und Seminare für Lehrende und Auszubildende veranstaltet sowie Unterrichtsmaterialien entwickelt. In der Veranstaltung wird das EPIZ die Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit vorstellen. Dabei haben die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, E-Learning-Angebote auszuprobieren, mit ExpertInnen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und sich mit anderen Interessierten zu vernetzen.
Veranstalter: Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e. V. (EPIZ), Schillerstr. 59, 10627 Berlin, pdf
25.11.08, Bonn
Umweltprüfung im kommunalen Bereich
Was können Bund und Länder zur Förderung der biologischen Vielfalt tun? Wo ist die kommunale Praxis gefragt? Wie kommt man von der globalen Strategie zu einem lokalen Handlungsprogramm? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung "Umweltprüfung und Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie im kommunalen Bereich" vom vhw und dem Bundesamt für Naturschutz.
Anmeldung: vhw – Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e. V., Zentrale Seminarverwaltung, Neefestr. 2a, 53115 Bonn, Fax 0228/7259918, mailto:seminare@vhw.de, www.vhw.de
26.11.08, Bonn
Der EU-Migrationspakt auf dem Prüfstand
Welche Folgen hat die EU-Migrationspolitik für Entwicklungsländer? Handelt es sich um eine win-win-Situation? Oder droht vielmehr die verstärkte Abwanderung von Fachkräften aus Entwicklungsländern – der Brain-Drain? Diesen und anderen Fragen wird die Podiumsdiskussion "Der EU-Migrationspakt: Brain-Drain oder Brain-Gain für Entwicklungsländer?" nachgehen. Dabei diskutieren Dimitria Clayton vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW, Dr. Rudolf Ficker vom Evangelischen Entwicklungsdienst sowie Professor Dr. Béatrice Knerr von der Universität Kassel, Fachbereich Entwicklungspolitik, Migration und Agrarpolitik.
Veranstalter: European Association of Development Research and Training Institute (EADI), www.bonnerimpulse.de/
27.11.08, Gelsenkirchen
Städte und Klimawandel
Ziel des Kongresses "Sind unsere Städte für den Klimawandel gerüstet?" ist es, den Wirkungszusammenhang zwischen Klima, demografischem Wandel und Gesundheit sowie Stadtentwicklung und Mobilität vertiefend zu betrachten, Strategien zu diskutieren und konkrete Handlungsansätze für die Bereiche Stadtentwicklung, Städtebau, Architektur, Freiraumplanung sowie Mobilität und Verkehr darzustellen.
Veranstalter: Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) u. a. link
01.12.08, Bonn
Arbeitskraft zum Discountpreis
Was haben die Einkaufspraktiken von Discountern mit den unwürdigen Arbeitsbedingungen von NäherInnen in Bangladesch zu tun? Warum können Discounter ihre Waren so billig verkaufen und was hat das mit sittenwidrigen Löhnen und Verhinderung von Betriebsräten bei Lidl und KiK in Deutschland zu tun? Auf der Veranstaltung berichten unter anderem eine Näherin und eine Gewerkschafterin aus Bangladesch von ihren Arbeitsbedingungen.
Veranstalter: Friedrich-Ebert-Stiftung, Cindy Espig, Godesberger Allee 149, 53170 Bonn, Fon 0228/883-7487, Fax 0228/883-9211, mailto:cindy.espig@fes.de, www.fes.de
Spruch des Monats
"Von dem, was du erkennen und messen willst, musst du Abschied nehmen, wenigstens auf Zeit. Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben."
Friedrich Nitschke
Kontakt
Mit besten Grüßen
Ihr Team Servicestelle
Kommunen in der Einen Welt/InWEnt gGmbH Friedrich-Ebert-Allee 40, D-53113 Bonn
Fon: 0228/4460-1632
Fax: 0228/4460-1601
mailto:info@service-eine-welt.de
www.service-eine-welt.de
V.i.S.d.P.: Michael Marwede,
Redaktion: mailto:barbara.baltsch@inwent.org
17.11.2008 | 16:07 | Autor: bonner-presseblog.de | Empfehlungen: 20 | 20 mal gelesen


















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