Bonn: WCCB: Karten endlich auf den Tisch
(Bonner Presseblog) – Bonn:
Die Abläufe rund um das WCCB entwickeln sich mehr und mehr zur Peinlichkeit für die Bundesstadt Bonn. Rat und Verwaltung haben es zugelassen, dass das für die Stadtentwicklung zentrale Projekt mittlerweile in der Hand unübersichtlicher Trägerstrukturen liegt. Allem Anschein nach hofft die Bundesstadt Bonn aktuell auf die Überweisung eines Millionenbetrages von einer Briefkastenfirma aus der Südsee. Diese verlangt freilich vorher noch eine Risikofreistellung gegenüber früheren Geschäftspartnern. Während dieses Possenspiel immer weitere Kreise dreht, drohen Baustopps oder der Heimfall des Gesamtprojektes an die Stadt. Diese muss dann die immensen Kosten in Millionenhöhe tragen und für die Risiken aufkommen.
Rat und Verwaltung sind scharf dafür zu kritisieren, dass es soweit kommen konnte. Das Großprojekt wird und wurde auf einer Grundlage realisiert, die die Stadt zur hilflosen Zuschauerin macht, der lediglich die Rolle aus Ausputzerin im Problemfall zukommt. So spielt man Monopoly zu Lasten der Stadt.
Doch skandalös sind nicht nur die Grundlagen auf denen das Projekt betrieben wird. Auch der aktuelle Umgang mit der Thematik ist nicht zufriedenstellend. Anstatt die Karten vor der Öffentlichkeit auf den Tisch zu legen, werden lediglich nicht-öffentlich tagenden Gremien handfeste Informationen über das Geschehen gegeben. Die Öffentlichkeit reibt sich derweil verwundert die Augen und schaut in die Röhre. Dabei hat sie einen Anspruch auf umfassende Information. Immerhin drohen hier Millionenkosten für die Stadt, die ggf. später bei Schulen und Kultureinrichtungen fehlen. Zu befürchten ist allerdings, dass mittlerweile selbst die Verwaltung den Überblick über das Projekt verloren hat und daher gar nicht mehr in der Lage zur vollständigen Information ist. Dafür, dass die Stadt Bonn nunmehr hilflos das Geschehen verfolgen und ggf. die Kosten tragen muss, können sich die Bürgerinnen und Bürger bei der Verwaltungsspitze und den Ratsfraktionen bedanken.
Kontakt / V.i.s.d.P: Michael Faber, c/o DIE LINKE. Bonn
Vorgebirgsstr: 24, 53111 Bonn, E-Mail: Michael.Faber@dielinke-bonn.de,
www.links-rheinisch.de
27.07.2009 | 10:24 | Autor: anatolkoch | Empfehlungen: 47 | 50 mal gelesen


















Kommentare
Herr Faber “langt zu”, das ist verständlich, in einer Situation wo das Projekt und die Randbedingungen trotz allen Verlautbarungsjournalismus der Verwaltung unklar wie nie zuvor sind.
Das einzige was man erkennt, ist dass die Stadt Bonn und der Kreditgeber, die SPK KölnBonn, immer mehr unter Druck geraten.
Eine klassische “Abzugsschach – Situation”. SMI Hiyundai hat die Stadt “matt” gesetzt.
Ob der Rat nun gleichermaßen verbal “belangt” werden kann, ist fraglich. Die Chronologie zeigt, dass die OB und die Verwaltung, die Politik “eingebunden” hat, aber oft wohl mit nicht ausreichender Information und mit zu positiven Statements zur “Chefsache” WCCB.
Allein die Tatsache, dass die ganze Aktion mit wenig Schriftstücken und “nicht öffentlich” abgewickelt wurde, richtet sich nun gegen die Verwaltungsspitze. Mutmaßungen, Verdächtigungen und Misstrauen gegenüber “Miss Management” sind die Folge und plötzlich wird das Projekt zur Chefsache von Herrn Kregel und, leider auch von Herrn Frechen.
Es wurde bereits viel Porzellan zerschlagen und langsam wird die Sache zur bundesrepublikanischen Ulknummer. Das kann weder dem Projekt dienlich sein, noch dem Ansehen der Stadt Bonn und schon garnicht der Reputation der scheidenden OB, die nun befürchten muss, dass der “Diamant” am Rhein (Rheingold war nicht genug) das Festspielhaus von Zaha Hadid ein Wunschtraum bleiben wird.
Peter Riemann am 27. Juli 2009 @ 21:02
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