Bonn: ‘Gläsern’ sind hier nur Summen, aber nicht deren Wirkung bzw. Auswirkung
(Bonner Presseblog) Bonn: Auf dem Absprung – Darum ist der Uli für den Frank so wichtig? Seitdem von Bärbel Dieckmann (SPD) der WCCB Skandal geschickt über die Kommunalwahl hinaus verschleppt werden konnte, sollte den Bonner Wähler eigentlich nichts mehr erschrecken können. Doch es kommt noch besser.
Ulrich Kelbers (SPD) Wahlkampfspruch auf seinen sehr zahlreichen Plakaten lautet: “Stark in Berlin. Gut für Bonn.”
Ulrich Kelber ist jedoch keineswegs sonderlich gut für Bonn, denn er interessiert sich mehr für nationale als für lokale Themen und ist auf dem Absprung in die große Bundespolitik – “stark in Berlin” ist sein erklärtes Ziel. Denn nur hier kann er Firmen wie Solarworld am nützlichsten sein, weshalb sonst sollte der eher GRÜNE SuperKaufmann Asbeck dem SPD-Abgeordneten 75.000 Euro spenden? Bestimmt nicht für die Bonner “Solarbrücke” oder Lobbyarbeit für Solardächer auf Bonner Gesamtschulen.
Die aktuellen Debatten um weitere Subventionskürzungen für Solarstrom und Billigimporte für Solarpanel aus China lassen die Aktien von Frank Asbeck fallen. Mit Ulrich Kelber im Bundestag hätte man sich auf nationaler Ebene günstig eine dauerhafte Lobby verschafft. Weitere Vorteile: Kelber wohnt wie Asbeck in Bonn (manchmal wenigstens), kurze Dienstwege, persönliche Absprachen.
Ulrich Kelber handelt aus tiefster innerer Überzeugung zum Wohle der Menschheit und für eine saubere Umwelt, kraftvoll angetrieben durch extremen persönlichen Ehrgeiz. Boxhandschuhe sind ein Schlüsselmotiv seiner Wahlkampagne. Genau diese Mischung aber wird explosiv, wenn man das goldene Mittelmaß der Dinge verliert.
Bei 75.000 Euro personengebundener Wahlkampfspende für Kelber von Solarworld, zzgl. 15.000 Euro von einer weiteren Solarfirma aus den USA, da kann der “Uli” nicht mehr glaubhaft sagen, dass er wirklich unabhängig in der Politik agiert. “Gläsern” sind an einem solchen Abgeordneten nur Summen, aber nicht deren Wirkung bzw. Auswirkung.
So sieht das auch der aktuelle FOCUS
Für sein persönliches Weiterkommen aus Bonn nach Berlin weiß Ulrich Kelber ganz genau, für welche Firma/Person er politisch wichtig sein kann und damit auch, dass hier bei entsprechenden Engagements finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und fließen können. Das ist schlau.
Sehr interessant ist es, sich in diesem Zusammenhang auf Homepages wie forum.finanzen.net über Solarworld, Subventionen und Ulrich Kelber zu informieren. Hier wirkte der gläserne Bundestagsabgeordnete der SPD in den letzten jahren im Zusammenhang mit fallenden Solar-Aktienkursen oft wie eine Beruhigungspille für verschreckte Anleger.
So sollen die Bonner Bürger also schon wieder als Stimmvieh benutzt werden, jetzt als Steigbügelwähler für Berlin. Bonner Themen interessieren Kelber offensichtlich kaum (das WCCB sei ein kommunales Thema, und dafür sei er nicht zuständig, schreibt er als Antwort auf eine Frage auf abgeordnetenwatch.de, aber was ist mit den Ausgleichszahlungen des Bundes in Höhe von 600 T€ jährlich für die UNCC Management GmbH in deren Räumen sich “Fründ” Martin Schilling eingenistet hat? ). Monatelang bereist Kelber fleißig die Republik und kümmert sich lieber um die “echten”, die wichtigen großen Umweltthemen – statt z. B. darum, wie in seinem Wahlkreis von seiner Parteigefährtin Bärbel Dieckmann und ihrem Nachfolger Jürgen Nimptsch schwere Fehler zum Schaden der Bürger vertuscht werden, bis es zu einer “Aufklärung” kommen muss, die man erkennbar so lange wie möglich vermieden hat.
Kurz vor der Bundestagswahl stürzt Mann sich allerdings mit Vehemenz, bestückt mit viel 100.000 Euro zusätzlichem Spendengeld, in den Bonner Provinz-Wahlkampf – und behauptet Nähe zu Stadt und Bürgern. Kelber präsentiert (sich), debattiert, überzieht die Bundesstadt als „Erster“ (darauf kommt es an!) mit Plakaten, und es wird verteilt (zum Unmut vieler Eltern z. B. SPD-Schulbrotdosen an Bonner Grundschüler) und verkauft (”subventionierte” Energiesparlampen) und und und… alles an den derzeit so wichtigen, so wertvollen Bonner Wähler.
Ulrich Kelber = “Stark in Berlin”, Brot und Spiele = “Gut (genug) für Bonn”??
18.09.2009 | 02:38 | Autor: MPistorius |

















Kommentare
09. Juni 2009
Keine Solaranlage für die Bonner Kennedybrücke
10. Juni 2009
Jürgen Nimptsch und die Bonner SPD weiter für Photovoltaikanlage an der Kennedybrücke
dream68 am 18. September 2009 @ 09:26
[...] Bonn: 'Gläsern' sind hier nur Summen, aber nicht deren Wirkung bzw … [...]
pingback Bonn - Blog - 18 Sep 2009 am 24. September 2009 @ 18:42
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