Bonn: Bonner Forscher orten erstmals genau Wasser um einen jungen Stern
(Bonner Presseblog) Bonn: Wissenschaftler der Universität Bonn und des Leiden Observatory in den Niederlanden haben in einer Gas- und Staubscheibe um einen jungen Stern riesige Mengen Wasser orten können. Die Beobachtungen erlauben auch Rückschlüsse darauf, woher das Wasser in unserem eigenen Sonnensystem stammt. Die Studie erscheint am 10. Februar im Astrophysical Journal.
Ohne Wasser gäbe es auf unserem Planeten kein Leben. Ein Großteil des Wassers, das heute in unseren Ozeanen vorhanden ist, ist wahrscheinlich uralt: Es stammt vermutlich aus einer kosmischen Wolke, die einst unsere Sonne umgab. Aus dieser Wolke hat sich vor 4,5 Milliarden Jahren unserer Planetensystem gebildet. Wo das Wasser allerdings genau her kommt und wie es schließlich seinen Weg auf die Erde finden konnte, bleibt bis heute ein Rätsel. Die Wissenschaftler aus Bonn und Leiden konnten nun erstmals Wasser um einen jungen Stern ganz ähnlich unserer Sonne lokalisieren. Der Stern ist von einer Scheibe aus Gas und Staub umgeben, aus der sich später vermutlich Planeten formen werden. Die Forscher haben entdeckt, dass die Scheibe große Mengen Wasser enthält – hundertmal soviel, wie sämtliche Ozeane der Erde zusammen.
Kontakt: Jes K. Jørgensen, Argelander-Institut für Astronomie, Universität Bonn/
Centre for Star and Planet Formation, University of Copenhagen, Telefon +49 (0 17 79) 61 70 15 (mobil), E-Mail jes@snm.ku.dk sowie Prof. Dr. Frank Bertoldi,
Argelander-Institut für Astronomie, Telefon (02 28) 73 67 89, E-Mail bertoldi@astro.uni-bonn.de.
08.02.2010 | 16:52 | Autor: bonn | Empfehlungen: 54 | 123 mal gelesen


















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