Bonn: IHK Bonn/Rhein-Sieg sagt der Larmoyanz den Kampf an

 

(Bonner Presseblog) Bonn: “Ist Larmoyanz eine spezielle Bonner Tugend?” Dies fragen Dr. Ernst Franceschini, Präsident der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Swoboda in einem offenen Aufruf. “Man könnte es annehmen, verfolgt man derzeit die öffentliche Meinung vor allem in Bonn. Alles ist grau wie das Winterwetter Ende Januar/Anfang Februar, alles ist schlecht, alles ist pleite, freuen wir uns auf die tollen Tage, Karneval olé!”, heißt es in dem Schreiben.

Der Appell im Wortlaut: „Natürlich gibt es Probleme, Probleme, die bei aller Schwierigkeit lösbar sind und lösbar bleiben, die aber nicht dazu herhalten dürfen, diese Stadt kaputt zu reden. Hier ist in den vergangenen 20 Jahren sehr viel Positives geleistet worden, es ist gelungen, in einem gemeinsamen Kraftakt einen Regierungsumzug zu stemmen und die Stadt nicht nur unbeschadet, sondern sogar mit positiven Akzenten in eine neue Zukunft zu schicken. Gerade sind wir dabei, diese Zukunft kaputt zu reden! Es muss sich die Überzeugung durchsetzen, dass es uns nicht nur gelingen kann und gelingen wird, das WCCB fertig zu stellen. Bonn will ein Kongressstandort werden, Bonn will das Festspielhaus, Bonn will damit auch einen weiteren Meilenstein im Bereich Kultur setzen. Das Ganze wollen die Bonner. Dabei ist es auch kein Spagat, dies zu wollen und auch umzusetzen und gleichzeitig zu sparen. Gespart werden muss an der richtigen Stelle. Hier ist der Wille aller, das Gemeinwesen zu befördern, gefragt.
Bonn steht trotz Finanz- und Wirtschaftskrise immer noch gut da. Die Wirtschaft in Bonn und um Bonn herum hat positive Aspekte gesetzt und erholt sich aus dem tiefen Tag einer Rezession, wie wir sie bisher nicht gekannt haben. Was wir brauchen, um diesen Prozess zu beschleunigen, ist keine Larmoyanz. Was wir brauchen, ist der Mut, nach vorne zu schauen. Natürlich müssen Fehler aufgearbeitet und korrigiert werden. Natürlich gilt es, etwaiges Unrecht aufzudecken. Aber läuft deswegen schon ganz Bonn im gestreiften Leibchen hinter Gittern?
Das mag vielleicht im Karneval so sein, sicherlich aber nicht in der realen Welt. Daher: Spätestens am Aschermittwoch wird wieder angepackt und positiv nach vorne gearbeitet!
Wir wünschen uns zahlreiche Mitstreiter.”

Kontakt: Michael Pieck, Pressesprecher IHK Bonn/Rhein-Sieg, Telefon (02 28) 2 28 41 30, E-Mail pieck@bonn.ihk.de.

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08.02.2010 | 16:56 | Autor: bonn | Empfehlungen: 67 | 149 mal gelesen

Kommentare

Wenn sich die IHK in den letzten Jahren mehr darüber aufgeregt hätte, dass Vergabepraxis und Zahlungsmoral, trotz anders lautender Presseberichte der Bonner Stadtverwaltung (http://www.bonn.de) grob im Argen liegen, dann wäre der Winter jetzt nicht so grau.

Es gilt die Fehler und das unrechtmäßige Verwaltungshandeln “nach 15 – jähriger Arbeit für Bonn” aufzuarbeiten: http://www.blogspan.net.

Keiner/keine soll im gestreiften Leibchen hinter Gittern, der/die dort nicht hingehört (http://www.general-anzeiger-bonn.de).

Der Aufruf “nach vorne zu arbeiten” im “tiefen Tal der Rezession” (für das immer andere verantwortlich sind) ähnelt verflucht der Ablenkungsstrategie die SPD Chef Wilfried Klein gefahren ist, als der WCCB – Skandal noch jung war.

Wie man weiß, hat das nichts gebracht. Deshalb wartet jetzt alles darauf, dass die IHK ab Aschermittwoch den Worten auch Taten folgen lässt.

Ein erneuter Korruptionsskandal, dieses Mal beim Schlachthofgelände, zeigt deutlich, dass Bonn überhaupt nicht gut dasteht (http://www.general-anzeiger-bonn.de).

Auch hier wieder das Tandem Naujoks/Krämer unter Beschuss, zwei “Fachbereiche” der Stadtverwaltung, die beim WCCB sich der Aufmerksamkeit der Staatsanwälte erfreuen, denn auch die Beihilfe zur Untreue (als Erfüllungsgehilfe) ist strafbar.

Motto für die IHK also: immer nach vorne schauen, so wie der “kleine Kaufmann aus Bonn” im Februar 2009, ein halbes Jahr vor dem Spargelessen der IHK Veranstaltung im Rheinhotel Dreesen, der mehr Sensibilität und Weitblick zeigte, als alle Bonner Präsidenten und Geschäftsführer zusammen (http://www.unserebrd.de).

Ob und was “Bonn will“ und an welcher Stelle gespart werden muss, entscheiden die BonnerInnen am Besten selbst, Aufrufe benötigen sie dazu ganz sicher nicht, zumal diese – abgesprochen oder nicht – gleich wieder von der städtischen Gesundbetungsbehörde übernommen wurde (http://www.bonn.de).

Die Frage an Herrn Franceschini und Herrn Swoboda lautet also: “geht die (gemeinsame?) Arbeit der letzten 15 Jahre” weiter wie bisher?

Peter Riemann am 8. Februar 2010 @ 17:23  

 

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