Bonn: Werkstattgespräche Berufsbildung im Don Bosco Zentrum Bonn

 

„Ohne Ausbilder geht‘s nicht – Herausforderungen für die kirchliche Entwicklungsarbeit“

(Bonner Presseblog) Bonn: Berufliche Bildung ohne Ausbilder ist nicht möglich. Gute Gebäude und Werkstätten sind hilfreich aber nicht entscheidend, damit junge Menschen einen Beruf erlernen. Für die Qualität und den Erfolg der Ausbildung ist letztlich nicht die materielle, sondern die personelle Ausstattung ausschlaggebend.

Viele Ausbildungszentren und Berufsschulen in armen Ländern klagen über Mangel an geeignetem Lehrpersonal. Mehr noch: Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach beruflicher Bildung und damit nach Ausbildern in den nächsten Jahren stark anwachsen wird. Denn dank der besonderen Anstrengungen für das Millenniumsziel Bildung und „Education for All“ sind die Einschulungsraten in der Primar- und Sekundarbildung gestiegen, weshalb mehr Primar- und Sekundarschulabgänger eine berufliche Ausbildung suchen. Dabei gibt es in vielen Ländern keine explizite berufspädagogische Ausbildung. Oft ist es schwer, gute Lehrkräfte zu halten. Manche Einrichtungen haben sich damit beholfen, dass sie die benötigten Lehrkräfte aus ehemaligen Absolventen der eigenen Einrichtung rekrutieren. Andere nutzen Schullehrer, die das nötige Prüfungswissen zwar mit Kreide und Tafel vermitteln, denen aber der Praxisbezug fehlt. Doch wenn die Lehrkräfte die Anforderungen des lokalen Arbeitsmarktes zu wenig beachten, besteht die Gefahr, dass Absolventen keine Anstellung finden und der Eintritt ins Berufsleben misslingt. Bei Systemreformen der Berufsbildung werden die formale Qualifizierung von Lehrkräften und die Festlegung einheitlicher Qualifikationsniveaus inzwischen stärker beachtet. Doch wer bestimmt, was gute Berufsbildung und gute Erziehung ist? Wo und wie können die notwendigen Qualifikationen erworben werden? Und: Welchen Beitrag kann die kirchliche Berufsbildungsarbeit hier leisten?

Wir wollen beim Werkstattgespräch Berufsbildung am 19. März 2010 folgenden Leitfragen nachgehen:

Welche Lösungsansätze werden gesehen, um den Mangel an Ausbildungspersonal anzugehen? Wer finanziert die Ausbildung der Ausbilder? Was können kirchliche Einrichtungen zur Ausbilderqualifizierung beitragen? Was zeichnet einen guten Ausbilder aus? Wie kann qualifiziertes Personal im Ausbildungszentrum gehalten werden? Wie kann die Zusammenarbeit mit Unternehmen aussehen, um Lehrkräfte zu qualifizieren? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Zukunft?

Wir freuen uns, als Gesprächspartner u.a. folgende Personen begrüßen zu dürfen:

Pater José Angel Rajoy SDB (Mosambik)
Direktor des „Instituto Superior Dom Bosco“ (ISDB), Maputo. Dieses bildet im Auftrag der Regierung und zur Unterstützung laufender Reformen Berufsschullehrer aus.

AGEH Facharbeitskreis Handwerk & Berufsbildung (Deutschland)
in der Berufsbildung tätige Rückkehrer aus dem kirchlichen Entwicklungsdienst.

Pater Dr. Ing. Luigi Bergamin SDB (Ägypten)
Techn. Leiter Don Bosco Institut Alexandria und ehem. Direktor des „Technical Institute Don Bosco“ in Kairo. Kooperation mit italienischen und ägyptischen Unternehmen.

Herrn Werner Schäfer (Deutschland)
Berufsbildungswerk Aschau-Waldwinkel, Ausbilder für Elektro- und Steuerungstechnik. Partnerschaft zur Ausbilderqualifizierung mit zwei Don Bosco Berufsschulen in Ghana

Kontakt:
Don Bosco
JUGEND DRITTE WELT e.V.
Strässchenweg 3
53113 Bonn
Tel. 0228 539 65-45
info@jugend-dritte-welt.de

pixelstats trackingpixel
 

08.02.2010 | 11:06 | Autor: bonner-presseblog.de | Empfehlungen: 37 | 91 mal gelesen

Kommentare

Noch nicht kommentiert.

Einen Kommentar schreiben