Bonn: Kennedybrücke: Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

 

(Bonner Presseblog) Bonn: Die heutige (10. Februar) Kritik einer Bonner Tageszeitung am Projekt Kennedybrücke ist völlig überzogen. Die dabei erhobenen gravierenden Vorwürfe wie “…die Nachricht ist eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen…” oder “…als sei die vierwöchige Sperrung völlig selbstverständlich, ist geradezu unverfroren” sind unberechtigt und
überzogen.

Auch die Kritik am Zeitpunkt der Information ist nicht gerechtfertigt. “Ungeheuerlich” wäre es, wenn die Stadt die Schienen nicht jetzt während der laufenden Baumaßnahme austauscht und dafür im Anschluss eine erneute Sperrung in Kauf nehmen müsste. Die Stadt wehrt sich auch gegen den Vorwurf, die Information sei mit einem knapp zweiwöchigen Vorlauf zu spät gelaufen. Zum einen sind solch stark witterungs- und temperaturabhängige Arbeiten aufgrund der ungewöhnlich lang anhaltenden Frostperiode und unkalkulierbaren Witterungsbedingungen nicht wesentlich früher exakt anzukündigen.

Zum andern konzentrieren sich die Arbeiten zur Verbindung der Stahlbrücke und der Brückenköpfe aus Beton auf den Bereich unter dem Gleisbett. Dauer rund 4 Wochen. Diese Phase nutzen die Stadtwerke, um zirka 400 Meter Gleise (pro Fahrtrichtung zirka 200 Meter) zu erneuern.

Dauer rund drei Wochen. Beides lässt sich nicht bei kompletter Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs erledigen. Das geht nicht in Bonn und auch sonst nirgendwo auf der Welt. Für das jetzt anstehende Projekt im Zuge der Sanierung der Kennedybrücke muss zwischen dem 22. Februar und dem 21. März der Bahnverkehr auf der Brücke unterbrochen werden. Busse und der Individualverkeher können in dem Zeitraum auch weiter diese Rheinquerung nutzen.

Völlig überraschend ist es nicht, dass Gleisbauarbeiten die Unterbrechung des Bahnverkehrs mit sich bringen. Es gibt zahlreiche Beispiele in Bonn – etwa die inzwischen abgeschlossenen Schienenerneuerungsprojekte in der Hausdorffstraße und im Bonner Talweg -, bei denen die Bahn wegen der Arbeiten am Gleis nicht fahren konnte
und durch Busse ersetzt wurden.

Im Übrigen hat die Stadt in einer Mitteilung vom 2. September 2009 über eine ähnliche Aktion im vergangenen Herbst berichtet dabei darauf hingewiesen, dass der zweite Bauabschnitt mit Schienenerneuerung im Februar 2010 vorgesehen ist.

Stadt und Stadtwerke werden auch bei der jetzt anstehenden Unterbrechung des Bahnverkehrs auf der Kennedybrücke alles tun, die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Dabei verkennt die Stadt natürlich nicht, dass der vierwöchige Umstieg auf Busse für die Betroffenen mit Unannehmlichkeiten verbunden ist und bittet um Verständnis. Bei der rund dreijährigen Bauzeit zur Sanierung und Verbreiterung der Kennedybrücke ist es der Stadt gelungen, zum größten Teil ohne Sperrungen auszukommen. Das ist bei Arbeiten solchen Umfangs an Brückenbauwerken durchaus ungewöhnlich, wie auswärtige Bauexperten der Stadt Bonn immer wieder versichern.

 

10.02.2010 | 17:19 | Autor: bonn |

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