Bonn: SPD Ratsmitglied von Grünberg als Kammerjäger?

 

(Bonner Presseblog) Bonn: Eine der üblichen Bonner „Meldungen, die man zunächst nicht versteht: Bernhard „Felix“ von Grünberg, Rechtsanwalt und verdienter Mietexperte warnt plötzlich vor internationalen Heuschrecken.

Frage 1: wieso erfindet Herr von Grünberg plötzlich die „Heuschrecken“ neu, und mit ihnen ARAZIM und die Terra Heimbau vor der das Mieterforum Ruhr schon im Juni 2008 gewarnt hatte? (mieterforum-ruhr.de)

Hat „Felix“ da nicht aufgepasst, oder kommt die bonnpartei mal wieder zu spät?

Die Antwort ist einfach und ergibt sich aus dem Hickhack um das WCCB vor dem Bonner Landgericht (www.general-anzeiger-bonn.de).

Der sozialpolitische Sprecher der Bonner SPD und Rechtsanwalt macht mit der „Heuschreckenwarnung“ Stimmung gegen den Kollegen Zvi Tirosh von ARAZIM “den Klotz, den OB Nimptsch vom Schachbrett räumen muss. Das könnte Millionen kosten“, so der Bonner Generalanzeiger am 27.02.2010.

Nun ist aber ARAZIM kein Klotz, eher eine Insekt, das als Laus im Bonner Finanzierungspelz sitzt. Woher aber kommt diese Laus?

Doch wohl aus dem Deal, den uns Frau Dieckmann eingebrockt hat und weswegen nun ermittelt wird (www.derwesten.de).

Die ganze Bonner Home – Story ist nicht neu, den im UBRD Blog war bereits am 8. Juni 2009 unter Bärbel Dieckmann in der Krise – Skandal in Bonn um WCCB, UNCC, KAG und SGB? zu lesen:

„Inzwischen gibt es, um F. Frechen sinngemäß zu zitieren, weitere „Türen hinter denen man etwas finden könnte”, z.B. die Arazim Investments Ltd.

Dieser Real Estate Trust ist hauptsächlich in England, Deutschland und Israel tätig und musste mit CEO Meier Gurvitz, dem vierundfünfzigjährigen israelischen Unternehmer des Jahres 2007, seine Aktionäre wegen des Immobiliencrash im März 2009 mit einer Berichtigung des Nettowertes von 400 Millionen NIS konfrontieren. Die Firma soll angeblich von Meir Gurvitz wieder billig aufgekauft worden sein, „einiges Geld scheint also da zu sein“.

Gut bekannt in Deutschland, aber nicht beliebt ist ein Ableger von Arazim, die Terra Heimbau GmbH & Co KG in Dortmund, die viele Wohnsiedlungen von der Viterra erworben hat, aber wegen ständiger Verwalterwechsel, schon mal doppelt Miete kassiert. Mietervereine warnen, Kommunen klagen, aber die Firmenableger in den Steuerparadiesen reagieren nicht.

Der Vorteil falls ARAZIM vor dem Landgericht Bonn obsiegt, man muss nicht so weit fliegen: Europäische Firmensitze sind auf Guernsey und Gibraltar, wohin auch die Mieten überwiesen werden, one way only!

In Bonn dämmert es nun: trotz gegenteiliger Aussage von Herrn Penderok, sind offensichtlich mehr Spekulanten am Werk, als Frau Dieckmann und Bonn lieb sein kann und mit Arazim wird es vermutlich stressig werden.“

Aha, da haben wir´s: die bonnpartei arbeitet also nach wie vor nicht die eigene WCCB – Vergangenheit auf, diese Größe hat ja nicht jeder.

Angriff ist die beste Verteidigung aber warum muss man sich weiter diese tumben Verbaltricksereien anhören. Macht „Felix“ von Grünberg nun im „Finger auf andere zeigen – Stil“ weiter, anstelle des angeblich lustlosen Oppositionspolitikers Wilfried Klein? (www.general-anzeiger-bonn.de)

Alles Quatsch“ sagte der SPD – Fraktionsvorsitzende zu den Vermutungen des Bonner Generalanzeigers, „er mache natürlich weiter“.
Stimmt, denn mit der gekünstelten „Bestürzung“ der SPD über den Vorschlag von Kämmerer Ludger Sander „die städtische Wohnungsbaugesellschaft Vebowag solle zur Haushaltskonsolidierung eine weitere Million Euro jährlich als Dividende an die Stadt zahlen“ ist – mal wieder – etwas ganz anderes gemeint. Aber was?

Frage 2: Warum wehrt sich die SPD gegen eine Haushaltskonsolidierung und mault auf der anderen Seite in Richtung CDU wegen der Umlageerhöhung des LVR? Sitzt doch nicht nur Herr Fenninger (CDU) in der Landschaftsversammlung, sondern auch ein gewisser Herr von Grünberg.

Mit dem WCCB Desaster im Gepäck dürften den BonnerInnen diese durchsichtigen parteitaktischen Manöver auch gegen den Kämmerer Prof. Dr. Sander (CDU) langsam zum Hals raushängen.

Eine Katze aus der Dransdorfer Zucht des SPD Chefs W. Klein, wenig später im Bericht des Generalanzeigers von „Felix“ aus dem Sack gelassen, zeigt, wo es lang geht:
„Die Vebowag soll sich auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren. Und das ist der Wohnungsbau“.

Die SPD hält also offenbar nichts von der „Idee der Vebowag” marode städtische Schulen zu kaufen und zu sanieren und an die Stadt zurückzuvermieten.

Eine Idee, die zumindest überlegenswert ist, zumal die Vebowag erfolgreich operiert im Gegensatz zu dem desolaten SGB des ins Gerede geratenen SPD – Genossen Naujoks, der Millionen verplempert hat, Kosten und Termine nicht wie versprochen auf die Reihe bekommt, den Bonner Mittelstand ein bisschen an die Wand fährt und die Bevölkerung gefährdet.

Der Beitrag des sozialpolitischen Sprechers der SPD zum Wohle der Bonner Mieter ist also nicht anders als eine Nebelkerze, hinter der sich alle die verstecken, die sich immer noch wie wild über die bemerkenswerten Ergebnisse freuen aus „einem der wichtigsten Ämter, die unsere Stadt zu vergeben hat“.

Die Freude ist von Stund an noch größer, weil inzwischen die Zahlen zum WCCB auf dem Tisch liegen, mit welchen Insider schon lange gerechnet hatten.
Zusätzlich zu den bisher errechneten „Milliönchen“, die im Haushalt der Bundesstadt noch nicht so recht auftauchen wollten (der WDR spricht von 100 Plus, andere hatten schon eine 2 vorne stehen) meldet Radio Bonn/Rhein – Sieg, dass nur 136 Millionen beim WCCB verbaut worden sein sollen. Nach Expertenmeinung liegen die Gesamtbaukosten jedoch bereits bei 210 Millionen Euro! (www.radiobonn.de)

„Die Stadt Bonn“, so Radio Bonn- Rhein Sieg, müsse „jetzt über 70 Millionen Euro an weiteren Kosten auftreiben“. Dem Insolvenzverwalter ist aber nicht Angst: „Möglich ist das“, so Christopher Seagon „mit der Suche nach neuen Investoren“.

Der Rheinländer (nein, nicht der vom rheinraum und Bonner PresseBlog) sagt, was lernt uns das?

Das lernt uns folgendes: Wer A(razim) sagt, muss auch D(ieckmann) sagen und wer ständig den SGB Betriebsleiter nach den zahlreichen Monsterpleiten und Skandalen mit „innovativen“ Erklärungsmodellen zu verteidigen sucht, der ist nicht nach allen Seiten offen, sondern im Zweifelsfall nicht ganz dicht.

Gespannt wartet Deutschland darauf, welche Meldung die Bonner SPD nun als nächstes „absetzen“ wird.

Vorschlag:
SGB Chef Friedhelm Naujoks zum Synergiesymposion nach Usbekistan abgereist“ und der Bonner GA titelt:
Bonn’s größte Energieschleuder geht es an den Kragen.- alle Leuchten auf Etage 3 D im Stadthaus werden ausgetauscht.

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04.03.2010 | 20:04 | Autor: bonner-presseblog.de | Empfehlungen: 142 | 1682 mal gelesen

Kommentare

Ei, gucke da!
So schnell kann das gehen: “Kooperation Stadt – Vebowag: Grundsätzliche Bereitschaft ist da, Weg muss sorgfältig geprüft werden” sagt das Presseamt heute: http://www.bonn.de

Man muss nur wollen, Herr von Grünberg!
“Die Vebowag soll sich auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren. Und das ist der Wohnungsbau”, das war ihre Meinung gestern.

Heute sagt ein Bonner Bürger: “Die SPD soll sich auf Ihre Hauptaufgabe konzentrieren. Und das ist das Wohl der Stadt”.

ARAZIM und andere Heuschrecken haben wir am Bein, denn vorgestern war: “Kooperation Stadt – Abzocker”. Leider nicht nur grundsätzlich, sondern faktisch, denn der Weg wurde nicht sorgfältig geprüft!

Bärbel, Bärbel gib uns unsere Millionen wieder….

Haushaltsplaner am 5. März 2010 @ 12:10  

 

Sehr richtig wird auf die Verdienste des Herrn von Grünberg in Sachen Mieterschutz hingewiesen. Die Warnung vor Heuschrecken ist berechtigt, egal wie sie heißen.
Reiner Zufall dürfte das zeitliche Zusammentreffen dieser Warnung mit der Gläubigerversammlung des WCCB und dem Auftreten von ARAZIM sein.

Zur Schulsanierung durch die VEBOWAG: ohne hinreichendes Eigenkapital wird sie die noch vorhandenen Fördermittel des Landes nicht aktivieren können.

Parteinovizin am 6. März 2010 @ 09:58  

 

Hallo Parteinovizin (welche Partei bitte?)

Leider kein sehr produktiver Beitrag: die VEBOWAG (AG) macht Plus, das SGB als sog. städtischer Eigenbetrieb „nicht wirtschaftlicher Art“ (nomen es omen) macht satt Miese.
Wenn städtisches Vermögen von S (SGB) nach V (VEBOWAG) umgeschichtet wird, dann könnte das die Lösung sein. Schief gehen kann da nix, denn im Aufsichtsrat sitzen reichlich SPD Mitglieder, u.a. auch der SGB Betriebsleiter.
Der müsste natürlich gehen, denn man kann nicht zwei Herren dienen (Thielbeer und Penderok lassen grüßen).
Eine stärkere VEBOWAG wäre auch nicht schlecht, die könnte uns dann besser die Heuschrecken vom Hals halten. Noch weitere Vorschläge?

Haushaltsplaner am 6. März 2010 @ 10:59  

 

Apropos: Wohnungsbau und SPD, da war doch noch was mit unserem “Felix”:

http://rheinraum-online.de/2009/12/04/soziale-quartiersentwicklung-aus-oberstadtsicht/

Jan Brügel am 6. März 2010 @ 12:48  

 

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