Bonn: Kennedybrücke: Trotz frostiger Temperaturen keine Verzögerungen

 

Einbau der Übergangskonstruktionen auf der Kennedybrücke liegt im Zeitplan

(Bonner Presseblog) Bonn: Die Arbeiten auf der Kennedybrücke, die der Grund für die vierwöchige Bahn-Sperrung sind, liegen gut im Zeitplan. Das teilte jetzt zur “Halbzeit” das Tiefbauamt der Stadt Bonn mit. Trotz der frostigen Witterung habe es keine Verzögerungen gegeben. Die neun Tonnen schweren Übergangskonstruktionen im Gleisbettbereich sind auf beiden Rheinseiten einbetoniert. In diese Elemente sollen jetzt noch spezielle Auszugsvorrichtungen für die Schienen montiert werden. Bis zum Ende der Unterbrechung des Bahnverkehrs auf der Brücke zum 21. März sollen auch noch rund 400 Meter Gleis im Bereich der Vorlandbrücken erneuert werden.

Die elastischen Übergangskonstruktionen zwischen Brückenköpfen und Stahlkörper sind erforderlich, weil sich der Brückenstahl je nach Temperatur bis zu 35 Zentimeter ausdehnt oder zusammenzieht.

Tribut an harten Winter
Während die derzeitige Aktion bislang ohne Verzögerungen abläuft, hat der für unsere Breiten außergewöhnlich harte Winter bei den Bauarbeiten insgesamt für einen Verzug von rund sechs Wochen gesorgt. Dies ist dem inzwischen 23. Zwischenbericht zum Baufortschritt Kennedybrücke für den nächsten Bau- und Vergabeausschuss am 11. März zu entnehmen. So konnten Straßenbau- und Betonarbeiten nicht oder nur eingeschränkt erfolgen.

Beispielsweise sollte die Fahrbahndecke auf der gesamten Vorlandbrücke Beuel bereits Anfang Februar erneuert werden, das Wetter machte aber einen Strich durch diese Rechnung. Stadt und die Arbeitsgemeinschaft der beteiligten Unternehmen sind nun bemüht, diesen Verzug aufzuholen, um die fristgerechte Verkehrfreigabe Ende April noch zu gewährleisten.

Derzeit laufen Straßenbauarbeiten in den gesperrten Randbereichen. Außerdem wurden die Fahrleitungen für die Straßenbahnen auf die neu installierten Fahrbahnmaste umgespannt.

Restarbeiten nach der Freigabe
Ein Ende der Brückensanierung und Verbreiterung auf 26,80 Meter ist also in Sicht. Allerdings müssen auch noch nach der Verkehrsfreigabe einige Restarbeiten erledigt werden, die aber die Brückennutzung nicht einschränken. Dabei handelt es sich etwa um:
Fortsetzung der Tonnenblechverstärkung in der Brücke
Gehwege unter der Brücke
Verblendung der Strompfeiler und Widerlager unter der Brücke
Schrittweiser Gerüstabbau und Baustellenräumung.

In den Sommerferien 2010 will das Tiefbauamt die Fahrbahndecke im Verkehrsknoten Sandkaule/Belderberg/Berliner Freiheit sanieren. Diese Aktion hat keinen Bezug zum Projekt Kennedybrücke, befindet sich aber in direkter Nachbarschaft. Da die Fahrbahn in der Gleistrasse bereits beim Haltestellenumbau Bertha-von-Suttner-Platz erneuert worden ist,
muss der Bahnverkehr hier nicht unterbrochen werden.

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09.03.2010 | 14:58 | Autor: bonn | Empfehlungen: 67 | 146 mal gelesen

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