Bonn: Diamorphinambulanzen: Psychosoziale Betreuung ist Teil der Therapie

 

(Bonner Presseblog) Bonn: Die SPD-Politiker Ulrich Kelber und Felix von Grünberg fordern die volle Kostenübernahme der Diamorphintherapie durch die Krankenkassen und wollen der Stadt Bonn damit Kosten zwischen 150.000 und 300.000 Euro ersparen. Der Gemeinsame Bundesausschuss wird in der nächsten Woche über die Änderung der Richtlinie zur Diamorphingestützten Behandlung von Opiatabhängigen entscheiden. Dabei wird es vor allem um die Frage gehen, ob die psychosoziale Betreuung der Kranken während der Behandlungsdauer untrennbarer Bestandteil der Therapie ist und damit zum Leistungskatalog der Krankenkassen zählt oder ob die psychosoziale Betreuung eine Sozialleistung der jeweiligen Kommune ist.

„Die langjährigen Studien haben eindeutig ergeben, dass die psychosoziale Betreuung der Patienten Bestandteil der Therapie sein muss. Dies hat auch die Bundesärztekammer bestätigt,“ erklärt dazu Bonns Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber. Er habe sich deshalb in einem Brief an den Gemeinsamen Bundesausschuss gewendet, um diesen zu einer entsprechenden Entscheidung zu drängen.

Der sozialpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion in Bonn, Felix von Grünberg unterstützt diese Forderung nachdrücklich: „Ohne oder mit einer unzureichender psychosozialer Betreuung droht bei den Patienten eine Verlängerung der Therapie und gefährdet dadurch eine echte Reintegration. Für die Stadt Bonn entstehen darüber hinaus unnötige Mehrkosten im Sozialbereich, das kann so niemand wollen.“

Die beiden SPD-Politiker plädieren deshalb gemeinsam mit Diakonie und Caritas an den Gemeinsamen Bundesausschuss, die Diamorphingestützte Therapie in Gänze, d.h. mit der psychosozialen Betreuung als Regelleistung anzuerkennen.

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Ulrich Kelber
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12.03.2010 | 10:46 | Autor: Ulrich Kelber | Empfehlungen: 51 | 88 mal gelesen

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