BBB lehnt Deal mit Naujoks ab

(Bonner Presseblog) Fall Naujoks ist längst ein Fall Nimptsch geworden

Jetzt rächt sich für die Bürger Bonns, dass Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) den ehemaligen Betriebsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft nicht sofort fristlos gekündigt hat, als am 1. April 2010 die Bonner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen ihn einleitete. Der BBB hatte den OB bereits damals aufgefordert, sich umgehend von diesem leitenden Angestellten zu trennen. Statt dessen wurde Naujoks nur als Betriebsleiter abgelöst, im Geschäftsbereich des OB geparkt und mit unterschiedlichen „Sonderaufgaben“ betraut. Sein Monatsgehalt in Höhe von 14.583,33 EUR bezog er freilich weiter.

Erst als das Rechnungsprüfungsamt seinen zweiten WCCB-Bericht zur den Beraterverträgen erarbeitete, kam zufällig heraus, dass Nimptsch seinen Parteigenossen Monate vor den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gedeckt hatte. Denn dem OB lag bereits unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Oktober 2009 ein Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC vor, in dem detailliert die Mängel im Bau- und Finanzierungscontrolling beim Kongresszentrum aufgelistet waren, die Monate später dann zur Einleitung der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Naujoks führten. Der OB zog aber keine Konsequenzen aus diesen Informationen, legte sie auch dem Stadtrat nie vor, sondern nahm sie lieber unter Verschluss.

BBB-Fraktionsvorsitzender Bernhard Wimmer: „Aus meiner Sicht ist der Fall Naujoks längst zu einem Fall Nimptsch geworden. Um ihn jetzt doch noch los werden zu können, will der OB seinem Partei-Genossen bis Ende diesen Jahres sein fürstliches Gehalt weiter bezahlen und ihn dann mit einer Abfindung von 393.700 EUR aus den Diensten der Stadt Bonn entlassen. Der BBB lehnt diesen Deal ab.“ Für den BBB ist der Fall Naujoks ein Beweis mehr, dass SPD-OB Jürgen Nimptsch in Sachen WCCB die Politik des Tricksens, Täuschens und Vertuschens seiner Amtsvorgängerin Bärbel Diekmann (SPD) fortsetzt statt, wie einst versprochen, Klarheit und Transparenz zu praktizieren.

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20.10.2011 | 12:22 | Autor: BBB Freie Waehler |

Kommentare

Nach meiner Beobachtung, könnte die Verschleppung des RPA Berichtes durch OB, Nimptsch (eine Fortsetzung des unrechtmäßigen Verwaltungshandelns unter Frau Dieckmann?) mit der “versäumten” Kündigung des Ex – Betriebsleiters zu tun haben. Das lässt sich bestimmt chronologisch sauber nachvollziehen.

Peter Riemann am 20. Oktober 2011 @ 13:05

Super, aber mal schön die Parkgebühren erhöhen. Und mehr Blitzer aufstellen.

Erst wenn der letzte Parkplatz bewirtschaftet ist,
der letzte Stinker aus der Umweltzone vertrieben,
der letzte Raser mit 45 km/h geblitzt wurde,
der letzte Bus ausgefallen,
die letzte Bahn unbenutzbar geworden ist,
das letzte Kino verschandelt,
das letzte Schwimmbad geschlossen ist,

werdet Ihr erkennen dass man ohne Publikum in der Innenstadt nichts verkaufen kann.

Wechselwähler am 20. Oktober 2011 @ 13:11

Wer hilft? Wie viele Eintrittskarten für das neuee BeethovenFestspielhaus bekommt man für 393.700 Euro ????

WoBiDubiDu am 20. Oktober 2011 @ 15:03

Wer einen vermeintlich Unschuldigen mit riesiger “Wegzehrung” ziehen lässt, der hat ein Rad ab, oder?

Emil am 21. Oktober 2011 @ 15:51

Ich würde Naujoks seinen Posten zurück geben, 24 Stunden bis zum nächsten Fehler warten, dann fristlos feuern! Eine Unverschämtheit das der Steuerzahler für diese Unfähigkeit aufkommen soll!

M.Schmidt am 21. Oktober 2011 @ 16:02

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