Wahlanalyse
Sollte es wirklich so sein, dass Hauser wegen der Verstrickungen in das Nebelfeld WCCB nicht die Mehrheit in seinem Wahlkreis erlangen konnte, was nach allen bisher vorliegenden Nachrichten durchaus zutreffend sein dürfte, dann ist den Wählerinnen und Wählern, bzw. den Nicht-Wählerinnen und -Wählern eine Anerkennung nicht zu versagen.
Sozusagen Höchststrafe für Hauser. Dass Röttgen mit seinem Herumlavieren geschadet hat, steht allerdings außer Frage. Der Schaden trat für die Bonner CDU aber bereits vorher ein. Schon als Röttgen der “Rote Teppich” für seine Kandidatur im Bonner Wahlkreis ! ausgelegt wurde, gab die Bonner CDU ihre Glaubwürdigkeit restlos auf. Dafür trägt der amtierende Kreisvorstand eine massive Mitverantwortung.
Hauser hat in erheblichem Maße in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass die Kandidaten, die nicht nach seiner Pfeife tanzten, in Bonn verschlissen wurden. Nun ist sein böses Kalkül diesmal nicht aufgegangen. Er hatte sich wohl ausgerechnet, dass immer noch nicht genügend Godesberger und Hardtberger seine Machenschaften durchschaut hätten. Und der Kreisvorsitzende Lerch scheint die perfide Strategie noch immer nicht erkannt zu haben.
Hauser sah sich vermutlich schon als “strahlenden Sieger” neben einem verbrannten Röttgen. Der Wahlkreis Bonn II galt als “unkaputtbar” für die CDU, – bisher.
Dumm gelaufen.
Es bleibt ein schwacher Trost: die Wahl ist vorüber, bald werden wir sicherlich über die Hauptverantwortlichen des WCCB-Desasters auch auf den anderen Seiten des politischen Spektrums aufgeklärt.
Nach der Wahl ist vor der Wahl.
16.05.2012 | 17:34 | Autor: PrivacyBox |

















Kommentare
Zum Abschluss der Aktion treffen sich bitte alle Wahlhelfer am Vatertag an der SPD-Frittenbude von Mutti!
http://bonner-presseblog.de/2012/05/16/ministerprasidentin-hannelore-kraft-eroffnet-spd-frittenbude/
als-OB Jürgen Nimms am 16. Mai 2012 @ 17:41
EX-SPD-Fraktionsvize Klein hatte nicht Bärbel Dieckmanns Stehvermögen, wollte nicht zu seiner WCCB-Verantwortung stehen, und ging “freiwillig” in den lokalpolitischen Ruhestand. Bleibt jedoch noch Bonns SPD MdB Ulrich Kelber, der maßgeblich am Pusch des Desasterbaus beteiligt war, und bis heute eisern zum Thema schweigt. Frei nach dem Motto, “zu dem Schmutz sage ich nichts, es könnte Dreck an mir kleben bleiben” hat er sich bisher erfolgreich aus der Affäre gehalten. Kelber ist derzeit einer der letzten mitverantwortlichen Bonner Politiker die noch in Amt und Würden verweilen. Beim nächsten Wahlkampf wird er zum Thema reden müssen, und mal ehrlich! Glaubt hier wirklich jemand daran das bis dahin das WCCB-Ungeheuer fertig gestellt ist? Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, nach der Fertigstellung laufen die jährlichen städtischen Kostenbeteiligungen an, die vielbeschworene Umwegrendite landet NICHT 1:1 im städtischen Steuersäckl! Das WCCB wird zum SPD-Grab wenn sich ihre Mitglieder nicht ganz klar von ihrer EX-OB Dieckmann distanzieren und schnellstens für bedingungslose Aufklärung engagieren! Ich würde mich freuen wenn sie zu dieser Einsicht gelangen könnten, denn dann wäre es auch wieder meine SPD!
Notgroschen am 17. Mai 2012 @ 19:07
Ja, aber die Bonner CDU ist auch nur mit personellen Nieten besetzt, es wird ihr gut tun das Hauser jetzt weg ist. Die Partei wird gezwungen sein sich um kompetenten und sympathischen Nachwuchs zu bemühen. So müsste eigentlich bereits jetzt ein OB Kandidat aufgebaut werden der sich gegenüber einem vollkommen inkompetenten SPD-OB Nimptsch problemlos positionieren und profilieren könnte. Doch auch Herr Lerch ist führungsschwach, visionslos und trotz seiner jungen Jahre nicht auf das neue Kommunikationszeitalter eingestellt. CDU in Bonn? Ich glaube das beibt ein Satz mit “X”! Und ganz ehrlich, bei soviel Schwachmatismus bin ich froh darüber!
Knuddel am 17. Mai 2012 @ 19:08
O.K., Hauser ist jetzt weg vom Fenster. Wer oder was hindert die restlichen Bonner CDU Ratsmitglieder dann noch daran endlich ohne personelle Rücksichten den WCCB-Aufklärungsknopf zu drücken? Und die Bonner FDP? WCCB-Aufklärung bei den “Gelben”? Pustekuchen! Dann haben von Grünberg & Co. wohl doch richtig vermutet, und alle wissen mehr oder waren tiefer beteiligt als bis zum heutigen Tage zugegeben wird. Die gesamte Bonner Politik ist ein einziger Sumpf! Da hilft es auch nicht immer wieder mit erhobenem Zeigefinger auf “die böse” Stadtverwaltung zu zeigen!! Putzt Euch erst mal selbst den Rotz aus der Nase!!!
Dietrich.Steinhausen am 17. Mai 2012 @ 19:35
@ Notgroschen
Volle Zustimmung. Aber Korrektur zur Umwegrendite: Die Klimakonferenz findet im Maritim statt!
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1337185849472.shtml
Hans M. am 18. Mai 2012 @ 08:54
Bisher wurde beim WCCB zu sehr die Lösungsarithmetik bemüht, ohne dass versucht wurde, die vielen Unbekannten zu eliminieren.
Haushaltsplaner am 18. Mai 2012 @ 09:44
Hallo Notgroschen
Klein und Stehvermögen? Hat er zum Schluss tatsächlich nicht mehr gehabt. Ich erinnere an seine Hektik-Rede im Rat. Sehr gehetzt, man hatte das Gefühl der Mann wollte so schnell wie möglich weit weg…nach Dransdorf!
Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt: er hatte auch nicht jeden Morgen am Frühstückstisch einen Honorarprofessor namens Jochen Dieckmann (SPD) sitzen, um sich gestärkt einer neuen und schweren Aufgabe zu widmen. http://www.welthungerhilfe.de/dieckmann-praesidentin.html
Harakiri am 18. Mai 2012 @ 18:41
SPD-Mann Ulrich Kelber (MdB) müsste in der Tat mal Farbe bekennen. Der antwortet aber auch gar nicht und das schon seit Ende September 2009!
http://www.unserebrd.de/2009/09/25/keine-antwort-von-spd-mdb-ulrich-kelber-bonn/
Peter Riemann am 18. Mai 2012 @ 20:56
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