Interkulturelle Kompetenz: Eine Herausforderung für die Parteien
(Bonner Presseblog) Auf eine Große Anfrage der BIG Mitglieder im Integrationsrat hinsichtlich der Bedeutung der Mehrsprachigkeit für einzelne Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung lautete die Stellungnahme: „Mehrsprachigkeit ist in nahezu allen Bereichen der Verwaltung aufgrund des Kundenkontaktes und der Internationalität der Bundesstadt Bonn von Vorteil und wünschenswert. Von besonderer Bedeutung sind sicher Kenntnisse der englischen, türkischen, arabischen und russischen Sprache.“. Dieser Bedarf an Mehrsprachigkeit spiegelt sich derzeit jedoch noch nicht in den Anforderungsprofilen der Stellen wider, was konsequenterweise der Fall sein sollte.
Aus diesem Anlass hat die BIG Partei einen Antrag eingebracht, der vorsieht, neben der Interkulturellen Kompetenz auch die Mehrsprachigkeit in die Anforderungsprofile der bürgernahen Dienste der Stadtverwaltung aufzunehmen. Da heutzutage bereits alle BewerberInnen über Englischkenntnisse verfügen, setzt BIG den Fokus auf die in Bonn am häufigsten gesprochenen Fremdsprachen: Türkisch, Arabisch, Russisch und Polnisch (zum Antrag).
„Wenn die Interkulturelle Kompetenz und die Mehrsprachigkeit wirklich gewünscht und als Potenzial erkannt werden, sollte es doch kein Problem darstellen, das auch nach außen so zu kommunizieren und gezielt danach zu suchen.“ bringt es Moussa Acharki, Mitglied des Integrationsrates, auf den Punkt. Eine serviceorientierte Beratung orientiert sich an der Mehrsprachigkeit der KundInnen, Missverständnisse und somit unnötige Personalkosten können dadurch vermieden und die Kundenzufriedenheit erhöht werden. Das, was für viele Versicherer, Banken, Wirtschaftsunternehmen und NGO’s längst zum Alltag gehört, sollte aus Sicht der BIG Partei auch für die Bonner Verwaltung zur Normalität werden.
Der Integrationsrat stimmte dem Antrag bei zwei Gegenstimmen zu, auch die Fraktionen SPD, Grüne und LINKE unterstützten erst die Anregungen, auf dem Weg in den beschlussfähigen Hauptausschuss kamen jedoch anscheinend Zweifel auf und der Antrag wurde erst einmal wieder zurück in den Integrationsrat verwiesen. Begründet wurde der Schritt mit der fehlenden Stellungnahme und einem vorhandenem „Beratungsbedarf“. Auch in der Integrationsratssitzung am 16.05. lag immer noch keine Stellungnahme der Verwaltung vor, dennoch hatten sich die Fraktionen inzwischen einheitlich entschieden den Antrag abzulehnen. Eine ziffernweise Abstimmung wurde ebenfalls abgelehnt. Das Hin-und-Herschieben zwischen den Ausschüssen, der dringend benötigte Beratungsbedarf durch die Verwaltung, aber auch die Art der Wortbeiträge verdeutlichten die vorhandenen Unsicherheiten der Parteien im Umgang mit interkulturellen Themen.
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29.05.2012 | 09:48 | Autor: BIG Partei |

















Kommentare
Wie soll das gehen? Schon jetzt herrscht in der Verwaltung unter OB Jürgen Nimptsch das reinste Babylon! Sprachverwirrung ohne Ende! Schon der Titel verrät die Verwirrung. Es muss heißen: Kulturelle Inkompetenz und nicht interkulturelle Kompetenz…
Deutsche Sprack, schwere Sprack!
ÄltenJohn am 31. Mai 2012 @ 18:05
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