Richtfest am Heizkraftwerk: ‘Die Energiewende ist machbar’
(Bonner Presseblog) Richtfest: Peter Weckenbrock, Dr. Klaus Peter Gilles, Werner Hümmrich und Andreas Goldschmidt steuern den Kran mit dem Richtkranz. Der im Sommer 2010 begonnene Ausbau des Heizkraftwerks ist so weit fortgeschritten, dass jetzt auf der Baustelle des größten Bonner Energiewende-Projektes Richtfest gefeiert wurde. Das neue Gas- und Dampfheizkraftwerk (GuD) ist bei einem Investitionsvolumen von rund 80 Millionen Euro eines der größten Einzelprojekte in der Geschichte der Stadtwerke Bonn.
SWB Energie und Wasser erweitert damit das bestehende Heizkraftwerk um eine hocheffiziente Gas-und-Dampf-Anlage, die unter Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme für Bonn produziert. Nachdem nun alle Rohbauten erstellt sind, hatten Aufsichtsrat und Geschäftsführung alle am Bau beteiligten Arbeiter zum Richtfest eingeladen.
“Wir sind mit diesem Projekt Vorreiter für das anspruchsvolle Projekt der deutschen Energiewende. Wir übernehmen als kommunales Unternehmen dafür Verantwortung, dass auch nach Ausstieg aus der Atomkraft die Energieversorgung gesichert bleibt, weil wir hier in der Karlstraße künftig rund 50 Prozent des Bonner Strombedarfs produzieren und darüber hinaus noch zahlreiche weitere Projekte zum Ausbau der Eigenerzeugung voran treiben”, sagte Werner Hümmrich, Aufsichtsratsvorsitzender von SWB Energie und Wasser.
Das neue Heizkraftwerk Nord leistet den größten Einzelbeitrag für den Klimaschutz in unserer Region. Dank seiner hohen Effizienz und der Nutzung des nachwachsenden Energieträgers Mülldampf. Außerdem bleibt man der Bonner Tradition treu, die Energieversorgung der Bürger in eigener Regie zu organisieren und auszubauen. Am Standort Karlstraße wurde 1899 das erste Elektrizitätswerk Bonn gegründet. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Bonn betonte Dr. Klaus Peter Gilles: “Man kann sehr stolz sein, wenn man beim Richtfest sagen kann, dass in dem sehr anspruchsvollen und komplexen Projekt bislang alles ohne Unfälle und gravierende Brüche verlaufen ist.”
Ab dem kommenden Winter wird an dem Standort rund 50 Prozent des Bonner Strombedarfs erzeugt. Peter Weckenbrock, Geschäftsführer von SWB Energie und Wasser: “Wir tun das, unserer Philosophie ‘Wir für hier’ folgend, nah am Kunden.” SWB Energie und Wasser habe zudem bei der Umsetzung der Energiewende einen deutlichen Vorsprung, “weil wir in unserer Stadt bereits Jahre vor Fukushima mit der Konstruktion der Bonner Energiewende begonnen haben und wir seit vielen Jahren dem Plan folgen, den Bonner Energiebedarf aus eigenen klimaschonenden Quellen zu decken.” Deshalb werde an dieser Baustelle sichtbar: “Die Energiewende ist machbar. Jeden Tag, an dem Sie Ihre Sicherheitsschuhe schnüren, die Warnweste anziehen und den Helm aufsetzen, beweisen Sie, dass die Energiewende für Bonn gebaut wird.”
Nach dem ersten Spatenstich im Juni 2010 hat sich das Kraftwerksgelände grundlegend gewandelt. Kräne, Baugruben, emsige Bauarbeiter, stetig wachsende Gebäudeteile bestimmen das Bild. Auch Bonns „Skyline“ hat sich verändert. Von den einst zwei 98 Meter hohen Backstein-Schornsteinen wurde einer ganz abgebrochen, der zweite auf 60 Meter gekürzt. Das Gesamtprojekt folgt außerdem einem ehrgeizigen Zeitplan, denn in der kommenden Heizperiode 2012/2013 sollen schrittweise die neuen Anlagenteile in Betrieb gehen. Entsprechend betonte Projektleiter Andreas Goldschmidt: “Das Richtfest gibt uns die Gelegenheit allen Beteiligten für ihr Engagement zu danken. Bis zur Inbetriebnahme aller Anlagenteile liegen noch eine Reihe von Aufgaben vor uns.
Daten und Fakten
Vorüberlegungen: 2004 / 2005
Planungen: 2006 / 2007
Ausschreibungen: 2007 / 2008
Baubeschluss durch den Aufsichtsrat: 5. November 2008
Beginn der Bauarbeiten der drei Bauabschnitte: 19. April 2010
Erster Spatenstich: 14. Juni 2010
Richtfest: 29. Juni 2012
Klimaschutz:
Der Kraftwerksausbau leistet den derzeit größten Einzelbeitrag zum Klimaschutz in Bonn. Durch die Nutzung neuester Technologien wird der CO2-Ausstoß um jährlich 194.000 Tonnen (umgerechnet 32 Prozent) reduziert. Auf der Baustelle sind mittlerweile die wesentlichen technischen Kompenenten des neuen Anlagenparks eingetroffen. Teile der neuen Anlage sind bereits in Betrieb.
Leistungsdaten mit neuer GuD-Anlage:
Elektrische Leistung 98,5 MW (davon 24,5 MW bisherige Gasturbine / 74 MW neue Gasturbine)
Thermische Leistung 180 MW (davon 70 MW neuer Heißwasserkessel / 110 MW Dampfturbine)
29.06.2012 | 17:39 | Autor: Pressemeldung SWB Konzern |

















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