WCCB-Prozess: Zeuge belastet amtierende Welthungerhilfe-Präsidentin
(Bonner Presseblog) Angeblich hat Bärbel Dieckmann (SPD) gesagt: “Ich habe euch mit Absicht nicht informiert, sonst hättet ihr den Bau verhindert.” Ausführlicher Bericht in der Mittwoch-Ausgabe des General-Anzeigers. www.general-anzeiger-bonn.de
03.07.2012 | 13:07 | Autor: bonner-presseblog.de |

















Kommentare
Ein Kernsatz aus dem dazugehörigen Kommentar von Lisa Inhoffen:
“Im Gerichtssaal zeichnet sich seit Ende September 2011 ab, dass es hinsichtlich der WCCB-Informationen eine ZWEI-KLASSEN-GESELLSCHAFT gab: Hier eine informierte Verwaltungsspitze, dort der desinformierte Rat.”
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/WCCB-Prozess-Ein-Indiz-article800245.html
Beim Rückwärtslesen des Generalanzeiger stößt man am auf Parallelen (19.03.2009):
“Sollte dies der Fall gewesen sein, steht die Frage im Raum: WARUM WURDE DEM RAT NICHTS MITGETEILT?
Friedhelm Naujoks, Chef des städtischen Gebäudemanagements (SGB), sagt zwar, aufgrund der Kontrollfunktion, die das SGB wahrnehme, seien die Baukosten nicht noch stärker gestiegen. Eine exakte Begründung für das 60-Millionen-Loch blieben er und die OB bislang schuldig.”
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Kostenexplosion-beim-WCC-Bonn-Gruende-bleiben-ungeklaert-article545507.html
Und am 25.04.2009 schreibt Bernd Leyendecker:
“Ihr Bürgermeister und OB-Kandidat Peter Finger: “OB Dieckmann muss dem Rat erklären, seit wann sie und ihre Mitarbeiter welche Informationen hatten, und WARUM SIE DIES DEM RAT SO LANGE VERSCHWIEGEN HAT; aus diesem Verhalten müssten Konsequenzen folgen.”
Anders als Klein beurteilt er die Vereinbarungen zwischen Stadt und Investor: “Im Grunde hat man die geschlossenen Verträge so gehandhabt, dass der Investor die alleinige Lizenz zum Geld ausgeben hatte und die Stadt Bonn am Ende für die Kosten bürgen muss.”
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/World-Conference-Center-soll-2009-eingeweiht-werden-article198831.html
Peter Riemann am 4. Juli 2012 @ 10:34
Sorgt Karl Uckermann von den Grünen für späte Aufklärung? Hat Ex-OB Bärbel Dieckmann frech am Rat vorbei den Bonnern das WCCB-Kuckucksei ins Nest gelegt?
http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2012/07/B%C3%A4rbel-Dieckmanns-WCCB-Kuckucksei-im-Bonner-Nest….jpg
Schon einmal war es Uckermann, der den Alarmknopf drückte als man auf Merkwürdigkeiten aus dem Jahre 2006 stieß, dem Jahr des vermaledeiten Spatenstichs!
“Ich tue mal so, als hätte ich es verstanden” kalauerte er damals , als ihm mitgeteilt wurde, dass “der Jahresabschluss 2006 zur Tilgung der Kredite verwendet” werde.
Wie bei dem Finanzexperten, der vom GA gebeten worden war, die kryptischen Formulierungen zu deuten, waren auch bei Uckermann und den anderen Ausschussmitgliedern die Alarmlampen angegangen.
Anlass war der Satz gewesen: “…hat das SGB festgestellt, dass das Anlagevermögen in Höhe von 106 Millionen Euro zu hoch bewertet ist.” Dieser Passus war in der ersten Version der Bilanz nicht vorhanden, wohl aber in der zweiten, war dort natürlich aufgefallen und dann – huch- in der dritten war er wieder weg!
http://www2.bonn.de/bo_ris/daten/o/htm/07/0712145.htm
Spannende Frage: wird das Verfahren gegen Bärbel Dieckmann wieder aufgenommen?
http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2012/07/wccb_prozess_zeuge_beschuldigt_dieckmann.jpg
Pirates of the Caribbean am 4. Juli 2012 @ 12:43
Wie lange noch will die WHH eine moralisch belastete und leitenden Mitarbeitern gegenüber verantwortungslose Präsidentin in die weite Welt schicken?
M. Gerke, Soest am 4. Juli 2012 @ 14:46
Es gibt Mitarbeiter bei der WHH, die fragen sich das auch…
Anonym am 4. Juli 2012 @ 18:32
Natürlich hat Frau Dieckmann so etwas nie gesagt:
“Dieckmanns Anwalt Rainer Hamm widersprach am Dienstagabend im Namen seiner Mandantin dieser Darstellung: “Ein Gespräch mit diesem Inhalt (wörtlich oder sinngemäß) hat nicht stattgefunden.”
RA Hamm geht auch sonst aufs Ganze: “Frau Dieckmann sei unschuldig”, das ist selbstredend falsch, denn der Freispruch vom Vorwurf einer Straftat bedeutet lediglich, dass keine schuldhafte Tatbegehung festgestellt werden konnte. Die Einstellung eines Verfahrens nach § 170 StPO bedeutet, dass eine Wiederaufnahme jederzeit möglich ist, wenn neue Erkenntnisse vorliegen.
R.N. cand. jur. am 5. Juli 2012 @ 12:16
Von wegen alle Unterlagen sind weg. Frau Dieckmann ist überführt!
Lt. RPA Bericht wusste Sie mehr als der Rat und hat trotzdem diese Akte unterschrieben:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Ermittlungsverfahren-gegen-Baerbel-Dieckmann-Eine-Frage-der-Verantwortung-article721971.html?&i=2
bärbellässtgrüssen am 5. Juli 2012 @ 14:20
Der GA von heute berichtet:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Richter-haben-noch-viele-offene-Fragen-an-die-Angeklagten-article801793.html
“Denn (Richter)Rausch sagt häufig “tatsächlich”. Oder mit anderen Worten: Wie war es wirklich? Zum Beispiel soll Kim die “tatsächlichen” wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse rund um seine Firma SMI Hyundai Corporation, den WCCB-Investor, im Jahr 2005 darstellen.”
Weil es da nicht so viel dazustellen gibt, und weil das damals Dargestellte sogar Frau Zwiebler laut RPA Bericht nicht ausreichte und Frau Zwiebler irgendwann überfordert kündigte und weil Frau Dieckmann Anweisung gab ihre Kündigung “umzuformulieren” http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Zwieblers-Kuendigungsschreiben-article753215.html
(was ihr in ihrer Amtszeit nicht passte wurde passend gemacht) sieht auch der juristisch Ungebildete mit welcher Komplexität Gericht, Staatsanwälte und die Verteidigung zu kämpfen haben.
Nur: Gericht und Staatsanwälte haben nichts zu verlieren!
Teil 1 der gerichtlichen Aufarbeitung des WCCB-Skanals soll bis Ende November 2012 dauern. Das wird noch eine lange Zitterpartie für die “verantwortungsvolle” Ex-OB, denn in 2013 geht es munter weiter mit Teil 2 (Hübner/Zwiebler) und Teil 3 (Hong und Naujoks). Währenddessen versucht Bärbel Dieckmann als Präsidentin der WHH ihrer glorreichen Vergangenheit mit grünen Siebenmeilenstiefeln zu entkommen.
http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/bilder/WHI/eth_dieckmann_feld_grossman.jpg
BonnPuzzle e.V. am 6. Juli 2012 @ 10:00
Frau Dieckmann tut mir irgendwie leid. Wenn sie gewusst hätte, wie sich ihr Prestigeprojekt entwickeln würde, hätte sie bestimmt nicht mit SMI Hyundai zusammengearbeitet.
Verena Vogt am 7. Juli 2012 @ 16:09
Zum Mitsehen, Mithören und Mitlesen hier der Beitrag aus der ARD-Mediathek: http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/lokalzeit-aus-bonn/wccb-prozess?documentId=11025606
Linkomat am 8. Juli 2012 @ 11:43
Also, besonders leid tut mir Frau Dieckmann nicht, denn was aus dem WCCB wurde, liegt nicht an Pech oder an bösen Schurken, sondern an ihrer Einstellung und Arbeitsweise. Wäre sie so naiv unschuldig in die Falle gegangen wie sie behauptet, warum gibt es dann von ihr nichts Schriftliches? Nein, das war vorbereitet und sehenden Auges an die Wand gefahren, weil die Alternative, zuzugeben, dass mit diesem Investor nichts aus dem Projekt wird, wohl unerträglich war für die erfolgsverwöhnte und prestigebewusste OB.
GGG am 9. Juli 2012 @ 15:15
@ GGG
Frau Dieckmann ist nicht nur erfolgsverwöhnt und prestigebewusst. Ihr “Erfolg” basiert im kapitalistischen Sinne auf der Ausnutzung von psychischen, emotionalen und wirtschaftlichen Potentialen ihrer Mitmenschen.
Vermutlich ist sie ansatzweise als multiple Persönlichkeit einzustufen, die notfalls über Leichen geht und am nächsten Tag mit Ihrem Lächeln bezaubern kann.
Klara fall am 9. Juli 2012 @ 17:15
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