Bonn: Friedhelm Naujoks und die WCCB – Baukasse

(Bonner Presseblog) Bonn: Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der auf der Homepage der Bundesstadt den „Verdachtsjournalismus“ des Bonner Generalanzeigers beklagt, wird sich daran gewöhnen müssen. Die sonst gerne gepflegte Zurückhaltung bei laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahren gilt in Bonn nicht mehr, seitdem aus vielen der Zeugen im Bonner Stadthaus, u.a. die Ex – OB selbst, „urplötzlich“ Verdächtige wurden.

Der Bonner GA, oft selbst Opfer der Desinformationspolitik aus dem Stadthaus (www.general-anzeiger-bonn.de) hat auf Grund der aberwitzigen Gemengelage aus „Betrügern und Betrogenen“ den im Journalismus bisweilen gepflegten Unwillen aufgegeben, sich an prekäre Sachverhalte heranzuwagen. Für das vom OB vorgeschlagene Streitgespräch mag es viele Motive geben, Verleger Neusser muss jedoch nicht befürchten „alt“ auszusehen.

Wer eine „gigantische Leiche“ zu beseitigen hat und wem Führungsschwäche vorgeworfen wird, (www.general-anzeiger-bonn.de), der ist gezwungen, diese unter Beweis zu stellen, selbst wenn der Versuch des OB endlich Flagge zu zeigen auf Grund der Verleihung des „Wächterpreises“ für couragierte Berichterstattung an den Bonner GA wieder eingestampft werden musste (bonner-presseblog.de).

„Verdachtsjournalismus versus Investigationsjournalismus“ mag ein interessantes Thema für den Chef der Stadtverwaltung sein, viel spannender ist jedoch für die BonnerInnen die Frage, wo die ganze „Kohle“ gelandet ist. Sollte in der Baukasse Kleingeld fehlen, so ein erneuter Verdacht des GA (www.general-anzeiger-bonn.de), dann kann man ganz beruhigt sein.

„Da sind keine Dilettanten am Werk“ könnte man mit Christoph Penderok, dem Ex – Finanzberater verschiedener Herren, sagen (www.general-anzeiger-bonn.de). Friedhelm Naujoks, gut bezahlter Wächter über Steuergelder und über die Bürgschaftsmittel der Sparkasse KölnBonn, hat zwar bislang noch keinen „Wächterpreis“ erhalten, ist aber gut ausgebildet, wie ein Fundstück des Niedersächsischen Studieninstituts aus dem Netz zeigt:

Dokumenteninhalt:
Niedersächsisches Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hannover e.V.
Veranstaltungsbezeichnung Korruption:

Ursachen, Bekämpfung und Prävention 011.68/02
Veranstaltungsnummer · NEU

Themenstellung, Ziele und Inhalte:

Die strafrechtliche Praxis hat in vielen Fällen gezeigt, dass Verwaltungsbedienstete oft nur deshalb in die Gespinste der Korruption geraten sind, weil sie die Absichten der Einflussnehmer nicht oder nicht rechtzeitig erkannt hatten. Insbesondere die im Beschaffungs- und Vergabewesen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind einer gesteigerten Korruptionsgefährdung ausgesetzt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sensibilisieren, frühzeitig korruptive Handlungen bzw. Verhaltensweisen zu erkennen und geeignet darauf zu reagieren.

Folgende Themenbereiche sind Inhalt der Veranstaltung:

* Lagebild Korruption, Definition des Begriffs „Korruption“, Erscheinungsformen der Korruption
* Folgen und Auswirkungen der Korruption
* Ursachen von Korruption, korruptionsbegünstigende Faktoren, Tätermotive
* Präventionsmaßnahmen
* Generelle Maßnahmen
* Maßnahmen bei Vergaben nach VOB-VOL-VOF

Methodik: Information mit Diskussion, Fallbeispiele, Erfahrungsaustausch

Lernmittel: Verschiedene Arbeitsmaterialien

Leitung: Staatsanwalt Dieter Eisterhues und Dipl.-Ing. Friedhelm Naujoks

Zielgruppe: Verwaltungsangehörige, die im Beschaffungs- und Vergabewesen tätig sind

Veranstaltungsort, -nummer, -termin: Hannover; 011.68/02-01; 29.05. – 30.05.2002

Veranstaltungszeit: 1. Veranstaltungstag: 09.30 – 16.30 Uhr, 2. Veranstaltungstag: 09.00 – 16.00 Uhr

Kostenbeitrag: 275,- €

Besondere Hinweise: Anmeldeschluß 3 Wochen vor der Veranstaltung

30169 Hannover · Wielandstraße 8 · Telefon 0511/1609-388 · Telefax 0511/15537

Ende

Auch die Fraunhofer baufachinformation trägt zur Beruhigung bei:
Transparenz im Vergabemanagement. Vergabedatenbank als Element der Korruptions- und Manipulationsprävention
Naujoks, Friedhelm; Tucholski, Wilhelm; www.baufachinformationen.de

Friedhelm Naujoks kann man durch seine seminaristische Zusammenarbeit mit Staatsanwälten im Antikorruptionsbereich und durch die Zusammenarbeit mit seinem früheren Mitarbeiter Tucholski aus Herne, als eine Art „Bodyguard der Baukasse“ ansehen.

Die Äußerung von OB Nimptsch in der WDR Lokalzeit, die Stadtverwaltung sei bei den von vorneherein angelegten kriminellen Machenschaften „eine Nummer zu klein“ gewesen, entpuppt sich somit als „pro domo“ – Entschuldigung, denn der „Turm in der Schlacht“, so die Bezeichnung des GA zum hochgewachsenen SGB Betriebsleiter Naujoks trat seinen Dienst in Bonn im Jahre 2004 an (www.presse-service.de), also früh genug, um hier als „Red Adair“ beim Heiterbo(r)nner „Fat Maggot – Grillen“ zu löschen (www.general-anzeiger-bonn.de). Die gesamten Hintergründe wird nun das Amt mit der Abkürzung StA auf der rechtsrheinischen Seite klären.

Geklärt werden muss aber auch eine andere Frage: wenn tatsächlich Geld in der Baukasse fehlen sollte, wessen Geld ist das?

Das der Sparkasse oder das von Man Ki Kim/SMI Hyundai, respektive von ARAZIM, oder sind das gar Landeszuschüsse zum WCCB Bau, die „vorerst“ (Version Radio Bonn/Rhein – Sieg), bzw. „derzeit“ (Version Stadt Bonn) nicht zurückgezahlt werden müssen.

Dazu der Kommentar zur Pressemeldung der Stadt Bonn:
„WCCB: Konferenzzentrum – Bezirksregierung sieht derzeit keinen Grund, Landesmittel zurückzufordern“ auf dem Bonner Presseblog der abends am 09.04.2010 eingestellt wurde.

Das klingt ja schon mal ganz entlastend und harmlos. Weil man das als gebeutelter Bonner aber schon kennt, seitdem die WCCB – Bombe hochgegangen ist, wird man stutzig. Die „verdächtige Betrügertruppe“ scheint damit aus dem Schneider zu sein. Kein Verlust! Kein Nachfragen des RP, et hätt noch emmer joot jejange!

Leider ergeben sich aus dem § 263 StGB leise Zweifel: auch versuchter Betrug ist strafbar. Weitere Zweifel kommen auf, denn man weiß inzwischen, dass der Verkehrswert des WCCB sich aus dem Ertragswert und nicht aus dem Sachwert (Baukosten) ergibt.

Um Klarheit zu gewinnen, hilft die Lektüre der Millionenfalle XXVII des Bonner GA. Dort werden die bisherigen Kosten für das gestrandete WCCB mit 157,4 Mio. Euro angegeben:

„Denn seit einigen Tagen weiß Bonn per Leistungsfeststellungsbericht des Insolvenzverwalters Christopher Seagon, dass im Bau rund 136 Millionen stecken, wovon erst 129 Millionen bezahlt sind.

Inklusive dubioser Beraterhonorare, was das Vertrauen in die Bausubstanz nicht gerade erhöht. Gleichzeitig ist die Baukasse mehr oder weniger leer. Wie viel da drin war? Selbst das ist ein Mysterium. Gesichert sind 157,4 Millionen Euro, es können aber auch zwölf Millionen mehr gewesen sein. Darüber rätseln inzwischen viele, die sich von Amts wegen durch die Akten wühlen. Direktes Nachfragen bringt jedoch nur vage Antworten. Es könnte sein, dass die Stadt auch für fehlendes Kim-Eigenkapital bürgt. Da es sich um eine Bürgschaft ohne den Segen des Stadtrats handeln würde, birgt die Spekulation erhebliche Brisanz“ (aus: Bonner GA, 15.03.2010)

Zu diesen 157,4 Mio. (plus irgendwas) kommen die 74 Mio. Euro Fertigstellungskosten hinzu (www.rundschau-online.de) ergibt 231,4 Mio. Baukosten gesamt. Eine überschlägige, sehr gnädige Ermittlung des Verkehrswertes des WCCB ergibt auf der Basis der „hochprognostizierten“ Zahlen von Rödl & Partner, Köln (Plausibilisierungs- und Businessplan vom 20.04.2009) ca. 120 Mio. Euro.

Rechengang: im Jahr 2015 (!) sollte das WCCB (Konferenzzentrum + Hotel) 6.008 Mio. Euro EBITDA einspielen. Diese nicht so ganz aussagekräftige Zahl wird dem Reinertrag in der sog. „Maklerformel“ (weil nicht so ganz genau) gleichgesetzt (de.wikipedia.org).

Daraus ergibt sich: 6.000.000 / 5% = 120.000.000 Mio. Euro.

Diesen näherungsweise „Pi mal Daumen“ – Verkehrswert würde (hoffentlich) ein Investor für das Objekt zahlen, wenn aus dem Heimfall kein Reinfall wird (www.wdr.de). Abzüglich Bürgschaft SPK KölnBonn = 16 Mio. Euro.

Das wäre der Betrag den das Land sozusagen nicht in den Rheinsand gesetzt hätte. Alle übrigen Fehlsummen unberücksichtigt gelassen: was ist mit dem Rest ?????
Würde der Landesrechnungshof über 9 Mio. Euro, die „irgendwohin“ gegangen sind hinwegsehen? Sicher nicht. Also greift wieder § 263 StGB (Betrug):

„Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen.“

Abgesehen davon, dass in der Baukasse laut GA der Verbleib von etlichen Milliönchen auch noch nicht ganz paletti ist, stolpert man noch über etwas anderes:

Der WCCB/SGB Mann hatte am 30.04.2009 (also ca. eine Woche nach dem Plausibilisierungsplan von R & P) folgende Auskunft gegeben:
erbrachte Bauleistung: 144,6 Mio. Euro
abgerechnete Bauleistung: 113, 0 Mio. Euro

Im Bonner GA liest man am 15.03.2010:
erbrachte Bauleistung: 136,0 Mio. Euro
abgerechnete Bauleistung: 129,0 Mio. Euro

Diese Differenz sei nur am Rande erwähnt, um zu erkennen: bevor dem Steuerzahler reiner Wein eingeschenkt wird, wird einmal mehr ein kompletter Nebelkerzenwerfer mit Verharmlosungsmunition der Marke „Baukosten“ leer geschossen.

Im Gewaber dieses Nebels äußert sich der OB in der WDR Lokalzeit am 07.04.2010 wie folgt: „Die Landeszuwendungen hatten einen Zweck, nämlich ein Gebäude zu erstellen und waren nicht an die Höhe einer Bausumme gekoppelt“ (AHA!).

Aus dieser hintersinnigen Interpretation folgert Jürgen Nimptsch:
„…deshalb kann ich – derzeit jedenfalls – der Aussage der Staatsanwaltschaft (Zögern!) nicht sofort folgen (aber später vielleicht?), dass da betrügerische Absicht im Spiel gewesen sein könnte, weil die Zuschüsse gar nicht an eine Höhe, an einer Bausumme gekoppelt waren.“ (www.wdr.de)

Nicht sehr viel Zutrauen zeigt auch Radio Bonn/Rhein – Sieg. Dort heißt es: „WCCB Projekt – Vorerst keine Rückzahlung von Landesmitteln“.

Ähnlicher kritisch war der Tenor aus dem WDR Studio Bonn, allerdings in eine andere Richtung:
„Zuständig für die Auszahlung der Landeszuschüsse und die Kontrolle der ordnungsgemäßen Verwendung ist die Kölner Bezirksregierung, im Auftrag des Landesbauministeriums. Ist man dort jetzt hellhörig geworden? Ulrike Schwarz, die Vizepräsidentin gibt sich völlig ungerührt. Es ist ja auch nicht ihr Geld. Die 25 Millionen stammen ja nur vom Steuerzahler. Abwarten und Tee trinken, ist ihre Devise“.

Wir in Bonn tun es wie Frau Schwarz und lassen uns wieder einmal beruhigen:
„Landeszuschüsse für WCCB rechtens“ sagt der WDR, (9. Apr. 2010 … WDR.de > Nachrichten > Regionales > Studio Köln > Landeszuschüsse für WCCB rechtens … Die Bezirksregierung sieht derzeit keinen Grund ihre Landesmittel zum World Confernce Center in Bonn zurückzufordern. In einem Brief an Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch … www.wdr.de/themen/_config_/…/index.jhtml?tid… – vor 21 Stunden gefunden)

als wenn das je angezweifelt worden wäre und schon verfällt man wieder in dieses Bonn – spezifische Dauergrübeln…

…und freuen uns, dass wenigstens Oberaufklärer Wilfried Klein (SPD) noch den Durchblick hat: „Schallende Ohrfeige für Schwarz – Grün“ titelt die SPD – Homepage in altbewährter Qualität zum Weggang von Matthias Schultze, der vielleicht nur (s)ein sinkendes Schiff verlassen hat (www.unserebrd.de).

Schultze will, als Nachfolger von Lutz P. Vogt, der im Dezember 2009 zur Lufthansa zurückging, beim GCB „versuchen“ (so die Aufgabenbeschreibung des GCB auf Wikipeda), „Deutschland als Standort für Kongresse, Tagungen, Incentives und Events zu vermarkten“.

Jürgen Nimptsch bedauert den Abgang des Managers, dessen Mitwirkung beim WCCB Desaster noch nicht ganz aufgearbeitet zu sein scheint, zutiefst (www.bonn.de). Das wird auch einen Grund haben, denn Nimptsch hatte bereits zuvor, trotz Gegenwehr (www.bonn.de) mit einem möglichen Nachfolger vor Ostern Gespräche führen müssen (www.radiobonn.de), welcher ein Favorit der Schwarz – Grünen Ratskoalition ist (www.dielinke-nrw.de).

Damit dürfte Beruhigung eintreten, Bonn hatte genügend Sachverstand, wie sich am Beispiel von Friedhelm Naujoks zeigt. Die Frage ist, warum der nie richtig eingesetzt wurde, sowohl beim Baukassen – Controlling, als auch bei der Korruptionsprävention?

Mit der Ankündigung des OB, dass demnächst disziplinarrechtliche Veränderungen stattfinden könnten, wird vermutlich „vorerst“ bzw. „derzeit“ weiterer Sachverstand verloren gehen.

Diese Veränderungen wetterleuchteten bereits seit geraumer Zeit am Horizont (gruene-bonn.de), und wer dann wohin geht bleibt abzuwarten…

Kommentare

  • Kommentiert:12.04.2010
  • Autor:Lilale

Das ist ja furchtbar!
Man hat das Gefühl als sei das Thema Volksbefragung (siehe Bonner Generalanzeiger von heute) ein reines Ablenkungsmanöver. Frau Klingmöller, jetzt aber bitte mal unter uns Frauen, fühlen Sie sich nicht mißbraucht?
Es geht in Bonn eher nicht um „Mehr Demokratie“, sondern um weniger Kleinreden der Verantwortung seitens der Verwaltung und der SPD.
Wo waren Sie eigentlich bei der mühsamen Aktion gegen Frau Dieckmanns Bahnhofsplanung? Und was ist mit dem Metropol?
Diese Mauscheleien incl. der WCCB Katastrophe hinter dem Rücken der Bonner Büger lassen ein ähnliches Konzept erkennen.
Und musste Frau Dieckmann (ganz blass und völlig fertig auf dem Foto im GA) nicht beim Haus der Bildung zur Entscheidung geschleppt werden. Beinahe wäre das Projekt gekippt worden.
Auch hier hatte ein gewisser Herr N. mit der Baukostensteigerung Anteil an der Wackelnummer.
Nach diesen undemokratischen Machenchaften der vergangenen Jahre, die Millionen an Steuergeldern vernichtet haben, nun mit der SPD nach geregelten Haushaltsberatungen und dem Festspielhaus zu schreien, ist ziemlich herb.
Herr Faber scheint das alles nicht so recht zu durchschauen, wird aber höchste Zeit!

  • Kommentiert:12.04.2010
  • Autor:Lokalpatriot

Kritisches Lesen ist auch in diesen angeblich so „wahrheitstriefenden“ Foren erforderlich. Man sollte sich von der Fülle der Ergüsse des seit Monaten wild um sich schlagenden Herrn Riemann nicht blenden lassen. Masse ersetzt nicht Klasse, das immer wieder im gleichen Tonfall präsentierte Gejaule und Gejammere eines wohl in höchstem Maße Frustierten sollte man auf seinen wahren Gehalt eindampfen. Übrig bleiben ein paar Verschwörungstheorien, die von den üblichen Nörglern und Quenglern dazu benutzt werden, Bonn zur Bananenrepublik zu erklären. Da wird dann viel im Konjunktiv argumentiert, wird viel verdächtigt und viel gehetzt, viel bewiesen aber nicht. Das ist weder besonders verantwortungsvoll noch konstruktiv, das soll nur beschädigen.

Ich bin parteipolitisch ungebunden, nur ein interessierter und mündiger Bürger, der gern in Bonn lebt. Ich glaube an diesen Rechtsstaat, und solange niemand verurteilt ist, gilt die Unschuldsvermutung – so ist dann nun mal.

Aufklärung rund ums WCCB ist notwendig, und das passiert ja auch. Desaster ähnlicher Art hat es immer gegeben und wird es auch immer geben, ein bisschen mehr rheinische Gelassenheit.täte, glaube ich, allen gut.

  • Kommentiert:12.04.2010
  • Autor:Peter Riemann

@Lokalpatriot
Werter Freund. Ich habe nun Ihre IP Adresse und eine E – Mail Adresse (Anmerk. der Redaktion: die hier veröffentlichte Mailadresse wurde auf Wunsch des Eigentümers am 13.04.2010, 13.13 Uhr von uns gelöscht), bzw. einen Namen, den man mit dem BBB identifizieren könnte. Dieser Mensch hat sich bereits äußerst kritisch zu den Vorgängen und den Vertuschungsaktionen unter Frau Dieckmann (SPD) geäußert:“ Die OB und die Verwaltung hat uns informationstechnisch am ausgestreckten Arm verhungern lassen“.
Nun müsste dieser Mensch eine Art Gehirnwaschaktion durchgemacht haben, um hier diametral entgegengesetzt zu schreiben.
Meine Schlussfolgerung: das hatten wir schon einmal, dümmliche Diffamierungen und unsachliche Äußerungen auf uBRD und sogar auf meiner Wikipedia Seite. Immer mit gefälschten und „passageren“ Adressen. Glücklicherweise erzeugen diese Ergüsse „anonymer Demokraten“ die gegenteilige Wirkung.
BBD und der „wild um sich schlagende Herr Riemann“ sollen wohl gegeneinander ausgespielt werden. Ich soll glauben, ein BBB Mitglied habe mich „angemacht“, very tricky!
Vielmehr glaube ich etwas ganz anderes, wie viele andere kritische Menschen in der Stadt Bonn festgestellt haben, dass es nur eine einzige Richtung geben kann, aus der diese „Statements“ kommen und das ist die Kreativ – Konzept Truppe um den SPD Ratsherren Martin Schilling, die sich bereits in anderen Blogs so erbärmlich geoutet hat.

Auf Ihr „Gejaule und Gejammer“ eines offenbar von den Ereignissen überrollten müsste man eigentlich nicht eingehen.
Zur Klärung jedoch soviel::

1.) wenn jeweils im drei- bis vierstelligen Bereich Aufrufe auf meinen Blogbeiträgen zu verzeichnen sind, dann können einem diese vielen armen fehlinformierten Menschen leid tun,

2.) um den Wahrheitsgehalt des unglaublichen WCCB – Kommunalkrimis „einzudampfen“ benötigte der Bonner GA bis jetzt XXXII Folgen. Leider schaffe ich nicht das, was Sie möchten. das Ganze auf eine halbe DIN A 4 Seite – und damit auch Schuld und Straftatbestände – zu verkleinern.
Wie der Bonner Wirtschaftsprofessor H. Simon erläuterte: Frau Dieckmann hat der Stadt eine „gigantische Leiche im Keller“ hinterlassen, die Sie vermutlich weglügen möchten.

3.) wie ich von Ihnen, werden auch diese „widerwärtige Nörgler und Quengler“ beim Generalanzeiger von SPD – OB Nimptsch angegangen. Grund: „Verschwörungsjournalismus“ und Benutzung vieler hetzerischer Konjunktive. Nun beten Sie diesen Unfug einfach nach?

4.) die größte Lachnummer dürfte aber Ihre „aufrichtige Selbstdarstellung „sein. Gerade weil Sie glauben das schreiben zu müssen – eine Art „Legende“ darf man Sie getrost ohne rot zu werden, dort einordnen wo die „Oberbananenrepublikerzeuger“ sitzen.

5.) diese Menschen werden inzwischen nicht nur im Bonner Express „Mit offenen Augen in die Kreditfalle“ (http://www.express.de/regional/bonn/mit-offenen-augen-in-die-kreditfalle/-/2860/1835648/-/index.html) sondern auch im neuesten Spiegel Nr. 15, 2010 vorgeführt. „Der Märchenmann“: Untertitel. Wie dumm darf sich eine Stadtverwaltung anstellen, bevor es kriminell wird? Noch Fragen?

Mit der rheinischen Gelassenheit ist es in Bonn vermutlich nach diesem sechsseitigen Bericht vorbei: dort werden mehr oder weniger alle BonnerInnen des „Rausches“ (Zitat Nimptsch) verdächtigt, der sie in den Zustand der Bananenrepublik getrieben hat.

Und noch eines ist interessant an Ihren „Ausführungen“, dieses alberne Getue mit der Endlos – Unschuldsvermutung (Rechtsstaatlichkeit) teile ich auf Grund der Fakten ganz und gar nicht, sondern glaube, dass es lediglich eine Frage des Strafmaßes werden könnte. Das bleibt abzuwarten.
Zum Schluss freue ich mich, dass Sie 1:1 die Haltung wiedergeben, welche auf der Homepage der Bundesstadt Bonn (Anfrage FAZ zum WCCB) zu finden ist:

“Frage: Zu welchem Zeitpunkt hat die Stadt Bonn verstanden, dass sie von den Geschäftsführern der am Bau des WCCB beteiligten Firmen betrogen wurde und dass Bestechung im geschäftlichen Verkehr im Spiel war? Wann wurden Ermittlungen eingeleitet?

Antwort: Erst durch ein Urteil wird geklärt werden, ob und in welchem Umfang von den Beschuldigten betrogen, bestochen oder veruntreut wurde. Erst dann können die Beteiligten sagen, dass sie “verstanden haben”. Bisher gibt es ein Ermittlungsverfahren, über dessen Beginn die StA Bonn Auskünfte geben kann. Ein Strafverfahren wurde u.W. noch nicht eingeleitet. Darum ist die Frage nicht zu beantworten“,
oder sind Sie etwa gar der als „Lokalpatriot“ getarnte Herr Friedel Frechen, der jetzt auf Anordnung „von oben“ nicht mehr kommentieren darf?

Ja, wenn das so ist, dann muss ich mich ausdrücklich bei Herrn Schilling und Herrn Schmuck (Agentur Kreativ Konzept) entschuldigen und darf Ihnen als Entschädigung den Link zum allerneusten Beitrag auf uBRD überreichen:
http://www.unserebrd.de/2010/04/10/bonn-jurgen-nimptsch-und-das-wccb-erbe-alles-eine-nummer-zu-gros/
der inzwischen auch schon in Vietnam gelesen wird, natürlich mit der gebührenden rheinischen Gelassenheit, den diese Desaster sind ja etwas völlig Alltägliches bei Haushaltsschulden von 1,23 Milliarden Euro, ohne WCCB, versteht sich…

Solche moralisch-fiskalische Schulden drücken natürlich, deshalb wurde wohl auch der Verwaltungsfachmann Wimmer (BBB) vom Stadtsprecher wagemutig angegangen. Größter Frevel: „Herr Wimmer sei parteilich“…
Potztausend, darauf muss man erst einmal kommen!

  • Kommentiert:14.04.2010
  • Autor:Peter Riemann

Nachtrag:
der Kommentars des „parteiungebundenen Lokalpatrioten“ kommt von einem Server aus dem Stadthaus. Es bleibt nun zu klären wer dort „missbräuchlich“ oder absichtlich die private Mailadresse eines BBB Mannes benutzt, der inzwischen im Referat VR 02 arbeitet.
Dieses Referat ist von Anfang an dem OB zugeordnet. Dort sitzt nun auch der SGB Betriebsleiter Naujoks (das ist der mit der Baukasse).
Das Wort von der Unschuldsvermutung gilt natürlich auch hier.
Wem es damit und mit geltendem Recht wirklich Ernst ist, der muss es auch leben und sollte sich nicht anonym im „Netz“ übergeben, wenn ihm danach ist.
Weiterhin: frohes Schaffen!

  • Kommentiert:20.04.2010
  • Autor:Frank Zülpich

Ich glaube da wird viel zu kräftig in alle Richtungen gerätsel!

Die einfachste Erklärung: der RP stellt sich dumm und wartet, bis ihm die ganze WCCB Geschichte über das Haushaltssicherungskonzept wie eine reife Birne in den Schoß fällt. Dann muss die Behörde in Köln nicht die ganze Arbeit zweimal machen!

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