Bonn: SMI Hyundai – Wahnsinn, handeln die etwa auch mit Gebrauchtwagen?

(Bonner Presseblog) Wieder einmal klärt die Verhandlung vor der Bonner Wirtschaftsstrafkammer mit der Aussage der Architektin Prof. Ruth Berktold „gegen Kim & Co. so einiges an den dubiosen Hintergründen um das WCCB.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Wahnsinn-die-bauen-ja-auch-Schiffe-article619386.html?&i=0

Der Titel des GA-Artikels von heute morgen lautete zunächst: „Wahnsinn, die bauen ja auch Schiffe“ und umschreibt das Erstaunen der Architektin angesichts  des Containerriesen in New York. Wo „Hyundai“ draufsteht ist nämlich eine ganze Menge drin. Unter diesem „Namen“ firmieren viele Konzerne und Firmen und selbst auf dem Rhein schippert ab und zu mal was von Hyundai vorbei.

Doch wurden die Bonner von Kim, Chung und Partnern wirklich getäuscht? Wer ist bei Anbahnung eines Millionengeschäfts so blöd und klärt Missverständnisse auf, die einer nicht so richtig großen Firma dienlich sein könnten?  Waren denn nicht alle sooo happy, auch noch am 15. Mai 2007 dass man IHN hatte? Durfte die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte so einfach durch eine Aufklärungskampagne der Stadtverwaltung beendet werden, nachdem Fraktionen und Rat bereits im Dezember 2005 dahin gebracht wurden, schön an einem Strang zu ziehen?

Haben Bärbel Dieckmann  & Co. damals nicht viel mehr gewusst, als sie zugeben wollen? War der „Betrug“ mit der World-Automotive-Corporation Hyundai vielleicht gar keiner?

Fragt man Koreaner (in Bonn sollen etliche studieren) so werden die vermutlich sagen, Hyundai bedeute zunächst einmal „modern“. Hyundai Motors, wäre demnach erst einmal ein Konzern, der moderne Autos produziert. Mit Unterstützung von Wikipedia und einem Wörterbuch erkennt auch der Ungebildete: die koreanischen Schriftzeichen für „modern times“ und „hyundai“ sind identisch.

modern

Ist Hyundai demnach gar kein Familienname, sondern nur der „Namenszusatz“ für eine moderne, erfolgreiche und weltoffene Firma? Der RPA-Bericht und die bisherigen Beiträge in der Presse und in den Blogs zum WCCB-Skandal lassen erkennen, dass offenbar niemand nichts Genaues über SMI-Hyundai wissen wollte, schon gar nicht die „betrogene“ Bonner Verwaltung.

Treuherzig wurde aller Welt ein Konzern mit Namen „SMI HYUNDAI Corporation“ präsentiert, der auch bei Schilling und Schultze zu Gast sein durfte und in dessen Fahrwasser gute Geschäfte winkten:
„Im Rahmen der RheinLobby bringen WorldCCBonn und die Agentur Kreativ Konzept Menschen aus dem alten und neuen Bonn zusammen, um in ungezwungener Atmosphäre und mit Blick auf den Rhein Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Unter den rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur, die dieses Mal zur RheinLobby kamen, war auch Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Dr. Man Ki Kim, der CEO der SMI HYUNDAI Corporation – dem Betreiber und Investor des World Conference Center Bonn, begrüßte die Gäste.

Dass es sich in Bonn gut leben und kontakten lässt, sagte der vor einem Jahr aus den USA nach Bonn gezogene Koreaner mit den Worten: „Ich bin ein Bonner“. („Rheinlobby diskutiert die Zukunft Bonns“, Pressearchiv WCCB vom 29.08.2007)

Klang alles plausibel, zumal der Kim-Konzern im gleichen Jahr einer der Premiumsponsoren der Uni Bonn war. Da hätte man zu Steuerzahlers Gunsten doch mal einen koreanischen Studenten ausfragen können, oder? Wer hat wann, warum gepennt?

SMI Hyundai, ein „koreanischer Weltkonzern“ mit Sitz in Reston Virginia und einem Handelsregistereintrag in Delaware, USA, na, na, na! Unter SMI Hyundai Corporation finden sich also, oh Wunder, auch Gebrauchtwagenhändler!

Nein, was war man leichtgläubig! Etwas mehr Misstrauen damals und der Internet-User könnte heute nicht auf einem großen Hyundai-Bankrott-Tsunami surfen,  dessen einzelne Ausläufer noch am 18. Januar 2012 im Gerichtsgebäude in Richmond, Virginia zu spüren waren. Hoffentlich gelangen die nicht eines Tages an das Bonner Rheinufer!

Inzwischen überlegen wir, ob wir dem Satz der Ex-OB vor dem Rat „Wenn man Betrüger erkennen könnte, gäbe es keinen Betrug“, nicht doch etwas Wahres abringen können.

„Gäbe es keinen Betrug, könnte man dann Betrüger erkennen“, oder, in Anlehnung an die gelöschte Rede http://bonner-presseblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Verantwortung.pdf von Bärbel Dieckmann (auf Seite 4): „Wer keine (angemessene) Kultur des Misstrauens hat, der ist nicht gegen mögliche Täuschungen, erst recht nicht gegen Selbsttäuschungen gefeit“.

Kommentare

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:Kassandra

Werter Riemann,

man darf getrost davon ausgehen, dass der Tsunami (Welle im Hafen) auch an den Gestaden des Rheins bei Bonn ankommen wird.

Wie man hört, hat es in den Fraktionen durchaus Stimmen gegeben, die vor dem seltsamen Konzern, von dessen Verflechtungen mit dem Weltkonzern Hyundai nichts wirklich Belastbares zu finden war, bereits im Jahr 2005 ernstzunehmende Warnungen ausgesprochen haben.

Die Verteidigungsstrategie der Ex-OB wird darauf hinaus laufen, dass sie versucht, sich als die „Betrogene“ zu gerieren. Ob ihr das gelingt, ist allerdings fraglich.

Nach allem, was man liest und hört und sieht kann man sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass damals von der Verwaltungsspitze aus erheblicher Druck ausgeübt worden ist, um überhaupt einen „Investor“ zu finden, der bereit war, das IKKB, wie es damals heissen sollte, zu bauen. Von wahrer „Treuherzigkeit“ keine Spur. Treue im Kopf und im Herzen dem Allgemeinwohl gegenüber sieht nun einmal anders aus.

Es war allgemein bekannt, dass es in Deutschland kein Kongresszentrum gibt, das schwarze Zahlen schreibt. Deshalb wurde vermutlich der Popanz mit Hyundai und der „Umwegrendite“ aufgebaut.

Ein Schelm, wer sich dabei an ein großes Beachvolleyball-Event in Bonn erinnert, an dem die Söhne der damaligen OB teilgenommen haben, und das von Hyundai gesponsert wurde…. jedenfalls prangte auf den Bannern das Hyundai-Symbol. Welche Firma mag da wohl dahinter gesteckt haben?

Wohl denen, die ein gutes Gedächtnis haben. Und Wehe über die, die aus Feigheit oder Mitläufertum die Verantwortung für die mehrheitliche Zustimmung zum Vertrag mit SMI tragen (die damaligen Fraktionsvorsitzenden). Man „wulfft sich halt so durch! Siehe die Zustimmung zur Diätenerhöhung im NRW-Landtag.

Auch den in den deutschen Gerichten tätigen Juristen scheint es nun zu reichen. Aus berufenem Munde hört man die Forderungen nach höheren Strafen z.B. bei Steuerhinterziehungen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann dieser Ruf auch für Untreue erschallt.

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:K.Jakobs

Wichtig erscheint mir im GA Beitrag nicht die „Täuschung“, sondern die Haltung der Stadt gegenüber der Architektin. Wurde sie nicht auch als „nützliche“ Idiotin von Hübner und Co. missbraucht?

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:Karl Klein

Ich finde die ganze Hyundai-Täuschungsdiskussion unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogene Bürgerverdummung. Da ist doch wieder eine große Nebelmaschinerie in Gang gesetzt worden um vom Wesentlichen abzulenken. Und die Staatsanwaltschaft lässt sich darauf ein. Selbst wenn Dieckmann und Co. damals etwas falsches „geglaubt“ hatten, so hätte die Verpflichtung bestanden einen Investor und Kreditnehmer auf Herz und Nieren zu prüfen. Und zwar mit der gleichen Intensität wie es Banken bei Privatpersonen die einen Kredit beantragen täglich X-fach tun. Bei der Sparkasse Köln/Bonn wäre zum damaligen Zeitpunkt u.a. Bärbel Dieckmanns SPD-Parteifreund Wilfried Klein für diese Prüfung mindestens mit zuständig gewesen, und das wird vermutlich dieses Jahr an die Öffentlichkeit gelangen. Hat Klein (wie zuvor auch Dieckmann) deshalb vor kurzem sein Amt als Bonner SPD-Fraktionschef an den Nagel gehängt, um weiteren Schaden von seiner Partei abzuwenden? Ein Schelm wer so denkt?

Das WCCB war damals von einer parteiübergreifenden Bonner Klüngelkaste politisch gewollt, auf Teufel komm raus musste das Projekt durchgedrückt werden. Ich vermute heute, dass den damals Verantwortlichen die Gefährlichkeit Ihres Vorgehens mindestens Teilweise klar war. Denn diese Personen sind alles andere als dumm, weshalb ich das Vorgehen an dieser Stelle eher als äußerst naiv bezeichnen möchte. In gewohnter Klüngelrunde, natürlich in nicht öffentlicher Sitzung, hat man vermutlich versucht das Projekt so schnell wie möglich einfach durch zu boxen. Wären nicht zusätzlich die Baukosten explodiert, und wäre das WCCB rechtzeitig fertig geworden, und wären nicht Kommunalwahlen gewesen, dann hätte dieser Plan womöglich sogar funktioniert. Bei einem fertigen WCCB hätten sich nur wenige Bonner über Kim’s anschliessende Pleite aufgeregt, denn dann hätte man das fertige WCCB schnell „Heim geholt“ und gefragt: was wollt ihr denn, wir haben vorgesorgt, uns ist kein Schaden entstanden. Ich behaupte deshalb, dass Kim’s Kreditwürdigkeit und der ganze SMI Hyundai Hokuspokus lange vor dem Spatenstich bekannt war, und das NUR aus diesem Grund die „Heimfallvereinbarung“ vereinbart worden ist!

In diesem Fall wären nicht nur die Vorwürfe des Wahlbetrugs, der Vorteilsnahme und Bestechung gerechtfertigt, es käme auch noch Betrug als Straftatbestand zur Liste der Vergehen.

Gott sei Dank ist die Bonner Klüngelei nun vorbei?

Weit gefehlt! Ein großer Teil der WCCB-Klüngelrunde ist auch heute noch öffentlich aktiv. Wer die Mitwirkenden live beobachten möchte, der braucht sich nur das aktuelle Vorgehen diverser Personen/Institutionen/Firmen beim Thema „Festspielhaus“ anzusehen. Die gleichen Argumente, inkl. „Umwegrendidte“. Welche Werbeagentur arbeitet wieder kostenfrei? Welche Anwälte sind wieder Sponsoren & Friends? Über so viel Dreistigkeit kann ich nur noch den Kopf schütteln! Armes Bonn.

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:Lea

Hallo Kassandra, die Frage ist, wer jetzt bei der zweiten Tsunami-Welle so alles nass wird!

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:34one2

das sinkende schiffchen haben einige bereits frühzeitig verlassen: allen voran war ob dieckmann (spd) die erste (das erinnert mich stark an das verhalten des italiensichen kapitän eines kürzlich gesunkenen schiffes), stadtsprecher frechen (cdu) wurde in den ruhestand versetzt und spricht heute nur noch für sich selbst, hauser (cdu) sitzt im landtag und genehmigt sich höhere diäten, voss (cdu) macht schnell einen auf europa und bekommt überhaupt nichts mehr geregelt, kregel (cdu) schaut sich lieber riesendampfer in hamburg an, klein (spd) macht einen auf familie und vollen terminkalender, vielleicht kann er so wenigstens seinen arbeitsplatz bei der sparkasse köln/bonn retten, schilling (spd) arbeitet kostenfrei für das luftprojekt festspielhaus um sich künftig wieder vorteile zu ziehen?, kelber (spd) kümmert sich überhaupt nicht ums wccb, es könnte ja dreck an ihm selbst kleben bleiben (ein thema welches sich zu durchleuchten lohnt!), usw., usw., …

mal sehen wer die nächsten sein werden die von bord gehen, denn bei der fdp dürfte es auch noch gewaltig rauschen, und soooo ahnungslos wie sie heute tun waren die grünen damals auch nicht.

irgendwann macht es keinen sinn mehr noch jemanden politisch zur rechenschaft ziehen zu wollen, es wird niemand mehr da sein. bleibt also nur noch der staatsanwalt übrig um uns geschundene steuerzahler zu rächen. es bleibt deshalb spannend.

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:konkret-bonn

@34one2 Genau, und deshalb findet auch bis zum heutigen Tage keine politische Aufarbeitung des Desasters in Bonn statt!

  • Kommentiert:09.02.2012
  • Autor:N.E.

Sicher gerät diese schmierige World-Fuck-Center Sache erst recht ans Stinken, wenn weitere Schwierigkeiten „völlig unerwartet“ Herrn Nimptsch zum Stolpern bringen.
Wie war das eigentlich mit der Ausschreibung?
Angeblich sollen sich nur Geisteskranke einen Reim aus den vielen Wenns und Abers im Text machen können.
Und jetzt erfährt man, die Architektin wurde schon wieder ausgebootet!

  • Kommentiert:10.02.2012
  • Autor:Peter Riemann

@ Kassandra
Die große Frage ist, wie Frau Dieckmann, die auf den letzten Metern vor dem großen Knall ihre lieben Bonner vor laufender WDR-Kamera bezüglich der SPK-Bürgschaft frecher belogen hat, als es Herr Wulff und Herr zu Guttenberg jemals geschafft hätten, sich nun durch den Schlamassel „durchbärbelt.“
Untreue ist ein schwieriger Straftatbestand, das ist richtig, aber da gibt es noch diese merkwürdige Baugenehmigung gegen Mitgliedschaft in so einer merkwürdigen „BCP-Zwangsvereinigung“ mit Schriftverkehr zwischen dem „Betrüger“ und der „Betrogenen.“ Was wohl daraus wird?

  • Kommentiert:10.02.2012
  • Autor:Schwaderlapp

„Närrischer Amtsschimmel“ des DBB für Eckart von Hirschhausen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Eckart-von-Hirschhausen-ist-neuer-Traeger-des-Karnevalsordens-Naerrischer-Amtsschimmel-article620894.html

Den Spass, den die Bonner mit ihrer versifften Verwaltung haben hält sich in Grenzen.
Ab und zu bringt Humor jedoch den Durchblick.
Langsam wird es vielen Deutschen klar: Bonn hat einen Hang zum Ruin (und eine Ruine)!

„Die Bonner sagen sich, wir brauchen kein Griechenland, wir haben das WCCB und ruinieren uns selbst.“ Sprachfindige Menschen hätten frühzeitig erkennen müssen, dass die Abkürzung WCCB für einen Griff ins Klo stehe, sagt uns „Humor-Meister“ Eckardt.
Wenn das halbwegs wahr ist, wäre dann, um im Bild zu bleiben, Bärbel Dieckmann die Klofrau, die es mit der Sauberkeit nicht so ernst nahm?
Einmal Narr und zweimal Schelm, der solches denkt!

  • Kommentiert:10.02.2012
  • Autor:manoman

Lieber Karl Klein, da sagste was! Die Dieckmänner und Wilfried Klein (der jetzt plötzlich Fracksausen bekam) im Verwaltungsvorstand der SPK KölnBonn. Das Geldinstitit hat später brav, wegen des „Controllings“ durch den Inkompetenzling Naujoks, die Sache mit der Bürgschaft abgenickt, die es nie gegeben hat „nur Zinsen“…
Wenn das man gut geht, liebe Frau!

  • Kommentiert:10.02.2012
  • Autor:Peter Riemann

@ Kassandra

Das Beachvolleyball – Turnier wurde übrigens nicht von SMI-Hyundai gesponsert.
http://www.beach-volleyball.de/index.php?id=666
Wie leicht man sich mit Hyundai doch täuschen kann!

  • Kommentiert:10.02.2012
  • Autor:Kassandra

Ja, ja, die Sparkasse K/BN und die politisch besetzten Kontrollgremien…

Wer mag da ausser Dieckmann und Klein (an dessen Stelle hätte ich auch „Fracksausen“) noch die Finger drin gehabt haben?

Hier liegt auch ein Schlüssel zum Rätsel WCCB.

Die Nebel lichten sich, Karl Klein, Ihre Einschätzung kann man nur als realitätsnah bezeichnen.

  • Kommentiert:11.02.2012
  • Autor:Peter Riemann

@ Karl Klein + Kassandra

Es gibt keine Zweifel mehr, weder hat Man Ki Kim die Stadt mit einem Hyundai-Multi-Konzern Nachweis „betrogen“, noch können die, oder einige Fraktionsspitzen ganz ahnungslos gewesen sein.
Von Interesse ist weniger DASS es nach Lage der Dinge ein sog. „kollusives Handeln“ gab, sondern vielmehr WIE das ablief.
Wer hat gesteuert, wer nur weggeguckt, wie sah das Umsetzungs-Netzwerk aus und wer hat sich tatsächlich in der Verwaltung mit Vorsatz strafbar gemacht?
http://bonner-presseblog.de/2011/12/05/bonn-wccb-%E2%80%93-wurde-so-der-rat-betrogen/

Das Dunkel in den Räumen der SPK-KölnBonn, in denen der schwer verdauliche Bürgschaftsbrei zubereitet wurde, schreit nach Licht.

Aber auch andere Dunkelzonen gibt es: wer hat wie salopp die Sache beim RP in Köln geprüft? Auf Frau Schwarz und Frau Walsken, beide SPD, dürfte noch einiges an Fragen zukommen.

Frau Schwarz, seinerzeit nach den Landesmillionen in der Lokalzeit gefragt, wurde beim „Abwarten und Teetrinken“ erwischt. Sie und Gisela Walsken, ihre derzeitige Chefin, ähnlich wie Jürgen Nimptsch (SPD) mit dem „Kleinhalten“ der Angelegenheit beschäftigt,
http://www.bbb-im-rat.de/images/stories/bbb/2011/Pressemitteilung02_18.2011_Disziplinarverfahren_Dieckmann.pdf
werden um das Verwaltungsverfahrensgesetz nicht herumkommen.
Das sieht die Rückzahlung der 25 Mio. Landesmittel vor, für deren Auszahlung der „mutmaßliche“ Testatfälscher Friedhelm Naujoks (zufälligerweise auch SPD) verantwortlich ist.
Ob die Damen Schwarz und Walsken das Geld der Steuerzahler nicht zurückhaben möchten, wird die Rechnungshöfe wenig bis gar nicht jucken.

Und der Steuerzahler wird sich auch rächen. Der findet es sicher nicht lustig, wenn die Gelder aus „vermeintlich überhöhten Abrechnungen“, die Naujoks freigegeben hat und in den Taschen von Hong gelandet sind, an die Gläubiger von Seagon ausbezahlt werden.
http://www.wellensiek.de/pdf/PM%20WCCB%20Einigung%20IV_Hong%2001122011.pdf

Das OPM (other peoples money) das Dieckmann, Naujoks und eine „loyale“ Verwaltungsbande verbraten haben, ist die Art von „Umwegrendite“ von der immer gefaselt wird und damit Teil des inzwischen bis Griechenland bekannten Bonner PPP-Projektes.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/bonn/Eckart-von-Hirschhausen-ist-neuer-Traeger-des-Karnevalsordens-Naerrischer-Amtsschimmel-article620894.html

  • Kommentiert:12.02.2012
  • Autor:Klara Fall

@Riemann,

tja, ich sag’s ja immer wieder: Griechenland ist wirklich überall. Es steht zu vermuten, dass Sie mit Ihren Darlegungen nicht fern von der historischen Wahrheit sind.

Rein verfahrenstechnisch sind, nach allem, was man bisher weiss, auf Bonner Ebene

die Hauptverwaltungsbeamtin, die damals stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD war,
die mit dem Projekt verbundenen Dezernenten und ihre Amtsleiter,
der SGB-Chef,
die Fraktionsvorsitzenden und
die Aufsichtsräte der Sparkasse (hier Kreditausschuss und „Strategieausschuss“),
die Parteivorsitzenden der Parteien, deren Mitglieder im Aufsichtsrat der Spk. vertreten waren,

verantwortlich zu machen.

Auch die Gutachter, die SMI-Hyundai Unbedenklichkeit bescheinigt haben, gehören zum engeren Kreis der Mitverantwortlichen.

Es wird die schwierige Aufgabe der Staatsanwälte sein, die Schwere der Schuld im individuellen Falle zweifelsfrei darzulegen.

Die Parteien in Bonn haben wegen der Verwicklung ihres „Führungspersonals“ kein Interesse daran, aufzuklären. Die Bundestags-, Europa- und Landtagsmandate bringen einfach viel Geld in die Kassen der Parteien. Wenn einer von den Beteiligten „auspacken“ würde, wäre die Zumessung individueller Schuld einfacher. Vermutlich deshalb schweigen alle und tun so, als ob ihr Name Hase wäre. Sie haben angeblich von nichts gewußt….

Auch die Bundes- und Landesebene der Entscheider gehört auf den Prüfstand.

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