Bonn: WCCB: Der EX-OB Urschrei: Wer hat mir das angetan?

(Bonner Presseblog) Bonn: Welche Rolle spielte die Projektleiterin Evi Zwiebler beim WCCB-Desater?

Die Sparkasse Bonn signalisierte der Stadt: Weitere Kredite gibt es nur dann, wenn die Stadt dafür bürgt. Antwort, laut Spiegel, von Evi Zwiebler: „Einverstanden.“ Mehr noch: „Frau Oberbürgermeisterin Dieckmann habe ich über diesen Sachverhalt informiert.“

Hat Zwiebler die EX-OB tatsächlich informiert?

Thielbeer hatte vor den Koreanern eine Investorengruppe um den Geschäftsmann Hans-Dieter Kals ins Gespräch gebracht, und sich dafür ein Honorar von 30 000 Euro berechnet. Als der Deal mit Bonn nicht zustande kam, wollte Kals nicht bezahlen.

Der Spiegel weiter: Am 4. August 2005 soll Evi Zwiebler, damals für die Stadt Projektleiterin des WCCB, die Hyundai-Gruppe aufgefordert haben, das Honorar für Thielbeer zu übernehmen – was dann auch geschah.

War die EX-OB auch über diesen Sachverhalt von Zwiebler informiert worden?
Warum hat sich Zwiebler so stark für die persönlichen Interessen Thielbeers eingesetzt?

Quelle: www.express.de

Und noch etwas fand die Ermittlungsgruppe „Gold“ – eine echte Überraschung: ein Fax der Stadt Bonn, gezeichnet Zwiebler. Darin forderte sie die Kals-Gruppe auf, die Rechnung zu übernehmen, die Thielbeer der Stadt geschickt hat, 32 115 Euro. Zwiebler wusste also nicht nur, dass Thielbeer, ihr Berater, von der falschen Seite Geld bekommen wollte; sie selbst stielte das ein. Kann man so naiv sein?

Oder lief da etwas, zwischen Zwiebler und Thielbeer, ein Kickback-Geschäft?.

Quelle: www.spiegel.de

Gegen die Verpflichtung des Beraters und Investorenauswählers Michael Thielbeer hatten bereits das Liegenschafts- und Rechnungsprüfungsamt in einer Mail an Zwiebler frühzeitig Bedenken angemeldet.

Hat Zwiebler die EX-OB darüber informiert?
Kann tatsächlich bereits zu diesem Zeitpunkt ein Kickback-Geschäft zwischen Zwiebler und Thielbeer gelaufen sein?

Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de

Ein Schelm, der Anderes dabei denkt, denn Politik ist natürlich nicht käuflich…

Der Rheinländer sagt: Nor nit us Leev kriesche…

Kommentare

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:M.Kusche

Hallo Rheinländer, nur nicht aus Liebe weinen? Du willst uns jetzt nicht ernsthaft eine Bravo Foto-Lovestory verkaufen, oder?

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:marlon.b

puhh, schwerer tobak. das muss sich jetzt erst einmal bei mir setzen, denn das zwiebler sich mit thielbeer auf ein „kickback-geschäft“ eingelassen haben könnte, das konnte ich mir damals genauso wenig vorstellen, glaube ich auch bis heute nicht. und manchmal sind die dinge vielleicht tatsächlich viel einfacher gestrickt als man glaubt.

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:heissesweissesmäuschen

Kumm loss mer fiere…

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:Blogfan

Ja, tolle Listung! Im sonntäglichen Tatort würde ich mir denken, dass mit der Kickback Story eine falsche Fährte gelegt wurde. Denn dafür ist die Frau Zwiebler viel zu nett. Ich würde vor dem Fernseher auch viel eher auf menschlichere Beweggründe tippen, so ist es ja auch meistens in der Kriminalistik. Die naheliegendste, einfachste, menschlichste Lösung ist meistens auch die Richtige. Jetzt wird es immer spannender und aufregender in Bonn. Ich frage mich allerdings auch manchmal, was Ihr hier alle macht wenn der Herr Apostel alle WCCB-Geheimnisse endgültig gelüftet hat;-)

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:P. Urquell

Evi Zwiebler ist zwar Obermöhn, kann sich aber nicht so lange in Unschuld waschen, bis der Pelz trocken ist. Lovestory hin oder her, mit oder ohne Kickback (wo könnte das Geld geblieben sein?), menschliche Tragödien sind allemal im WCCB Skandalgeschehen eingebaut. Hintergrund ist eine perverse Solidaritäts- und Ergebenheitshaltung in der Verwaltung, die unter einem krankhaften Geltungswahn der Ex – OB zu voller Blüte gelangte.
Man kann jenseits politischer und geschäftlicher Connections sich noch alles Mögliche zusammenreimen: hat Evi Z. mit Christoph P. nur gechattet?
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=frei&itemid=10247&bilderKatid=3135&bildDatum=10.06.09-17:51:56
Hat Bärbel D. mit Dr. Kim wirklich nur Kölsch getrunken?
http://www.rheinlobby.de/bildgalerien/rheinlobby-2006-08-25/slides/rheinlobby-018.html
Was lief mit charming Ilona Sch. http://www.rheinlobby.de/bildgalerien/rheinlobby-2006-08-25/slides/rheinlobby-051.html und wen hielt der poltrige Naujoks für so viel Gehalt in seinen starken Armen? http://www.anstageslicht.de/dateien/Millionenfalle30.pdf

  • Kommentiert:04.05.2011
  • Autor:ghztxvvttb

@Blogfan Stimmt, es menschelte auffallend viel zwischen der Dame und dem Herrn. Ist das etwa in Bonn verboten? Die sachlichen Erklärungsversuche für das viele Miteinander erscheinen mir auch nicht plausibel, nur wen interessiert das denn jetzt noch wirklich? Die Story wäre aber eine echte Bereicherung für jedes Drehbuch, ich bin gespannt darauf wann es den TV-Film zum Desaster gibt, @M.Kusche und diesen dann in gedruckter Form sehr gerne auch mit einer Foto-Lovestory;-)

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Scheibenwischer

Das mag alles aufgebrühter Kaffee und nicht wirklich wichtig sein, aber mekwürdig ist so manches schon. P. Urquell deutet eine Querverbindung zwischen Dieckmann und Naujoks an (Gehaltsaufstockung WCCB). Keine Frage, Naujoks war von Anfang an ihr Protegé. Und merkwürdig: es gibt kein einziges Fotos von Bärbel und dem ollen Fritz.
Lief da auch was nebenher? Naujoks fehlte auch beim Tschüssing – Bärbel Abschiedstrara? Eigenartig!
Das Fehlen der Parteigrößen von Steinbrück über Clement und Müntefering ist erklärlich. Die wollten nicht neben eine bereits beschädigten Ex – Parteifrauengröße abgelichtet werden. Aber Friedhelm?

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Zizzi

Die Frage „Kann man so naiv sein?“ finde ich falsch gestellt. Sie müsste umformuliert werden in „Wann kann man so naiv sein?“.

Denn:
Im Allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, denen die notwendige Einsicht in ihre Handlungen fehlt, und die über einen begrenzten geistigen Horizont verfügen.

Wann vernebelt sich bei vielen Menschen, unabhängig vom Intellekt, die Einsicht in Handlungen und/oder begrenzt sich der geistige Horizont?

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:ateubner

Sehr geehrte Damen und Herren, möchten Sie Ihren Lesern etwa ernsthaft mitteilen, dass eventuell Oxytocin am WCCB Desaster beteiligt war? MfG, A.Teubner

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:milchbrei

Meine Güte was redet Ihr um den heißen Brei;-)

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:R. Staudt

Manchmal reicht ein kleiner Blick zurück:
6. September 2009.
Seit dem 1. September 2009 sucht die Bonner Oberbürgermeisterin einen neuen Projektleiter für Bonns größte Baustelle, das WCCB. An diesem Tag trat Evi Zwiebler von ihrem Amt als WCCB- Projektleiterin zurück. Dieser Vorgang lenkt den Blick auf die Akteure, die das WCCB bauen. Es handelt sich dabei um gut ein Dutzend Personen. Eine Erklärung des WCCB-Desasters ist in hohem Maße aus dem Zusammenwirken dieser Akteure zu verstehen. Die lassen sich zwei „Systemen” zuordnen: dem „System Dieckmann” und dem „System SMI Hyundai”.
http://rheinraum-online.de/2009/09/06/system-dieckmann-trifft-system-smi-hyundai/

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Dr. M. Bohrmann

@ateubner
Ein sehr interessanter Hinweis, die Sache mit dem Oxytocin. Das WCCB als Ergebnis von Hormonsteuerungsprozessen?
Wir Mediziner tappen bei den den Auswirkungen von Hormonen auf den menschlichen Körper noch weitgehend im Dunkel. Für Normalbürger dazu etwas aus WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin):

„In der neurochemischen Forschung wird Oxytocin beim Menschen mit psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen und Ruhe aber auch DEFENSIVE AGGRESSION GEGENÜBER AUSSENSEITERN in Zusammenhang gebracht“
Das wäre die Erklärung für das Verhalten der Ex – OB Dieckmann („Urschreie“ und das „Abzischen unliebsamer Personen“).

„Diese Annahmen beruhen auf Experimenten, wie sie von Michael Kosfeld an der Universität Zürich durchgeführt wurden. Kosfeld ließ Probanden ein INVESTORENSPIEL mit echten Geldgewinnen durchführen, wobei bei einem Teil der Testpersonen durch ein Nasenspray ein erhöhter Oxytocinspiegel erzeugt wurde. Es zeigte sich, dass die Personen mit einem erhöhten Oxytocinspiegel mehr Vertrauen ihren Spielpartnern gegenüber an den Tag legten“.

Oxytycin dürfte bei den Entscheidungen zum WCCB also mit im Spiel gewesen sein. Das erklärt natürlich nicht alles.
Die Hauptmotivation bei vielen SPIELERN dürften Geldgier, Machtausübung, und Geltungsdrang gewesen sein.
Eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn man bedenkt, dass Bärbel Dieckmann die SPK KölnBonn Fusion und außerdem ca. 30 Mio. Euro Verlust mit zu verantworten hat, die an der Stadt Bonn hängen blieben, weil sie sich die Sympathie für einen Betrugs- und Bestechungsganoven leistete. Der Fall ist immer noch nicht abgearbeitet!
Ironischerweise hieß es damals „Bonn braucht Unternehmer wie Sie“ und bei Man Ki Kim meinte Frau Dieckmann, der Koreaner sei „ein Glücksfall für Bonn“.
Bonn hat so viel von diesem Glück, dass wir es aus Eimern saufen können!
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1272460090370.shtml

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:ghztxvvttb

@Dr. M. Bohrmann: In Wikipedia steht aber auch noch mehr über Oxytocin:
Bei Verliebten wurden erhöhte Werte des Hormons Oxytocin (Hormon für die „Basis des Vertrauens“, auch „Schmusehormon“) nachgewiesen. Soziale Interaktionen im allgemeinen und die Entwicklung von engen zwischenmenschlichen Bindungen unterliegen seinem Einfluss, soziale Hemmschwellen werden herabgesenkt und das Vertrauen erhöht. Es hat eine wichtige Bedeutung zwischen Geschlechtspartnern beim Sex, eine wesentliche Bedeutung beim Geburtsprozess und beeinflusst das Verhalten zwischen Mutter und Kind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verliebtheit

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Zizzi

@ghztxvvttb: Sehr gut. 10 Punkte. Setzen:-)

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Dr. M. Bohrmann

Dieses allgemeine Wissen über die Wirkung von Oxytocin hatte ich vorausgesetzt. Das hat schon A.Teubner oben in seinem Kommentar angesprochen. Das erscheint mir aber leicht irreführend, weil die Mutter – Kind – Wirkungsmechanismen beim WCCB nicht greifen. Frau Dieckmann hatte in der WDR Lokalzeit – Anamnese explizit gesagt, das WCCB SEI NICHT IHR BABY!
Ob es sich dabei um einen psychologischen Abstoßungsprozess handelt und welche chemikophysikalischen Interdependenzen hierbei eine Rolle spielen könnten, wird andernorts geklärt werden müssen.

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:ichsehrot

@Dr. M. Bohrmann
Über welche 30 MIO reden Sie und welcher Fall ist noch nicht ganz abgearbeitet???
Würde mich brennend interessieren.

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Dont like this guy

Fakt ist, Thielbeer hat Zwiebler geschickt umgarnt. Mit der Projektleiterin des WCCB auf seiner Seite hat er seinen Durschmarsch geebnet. Man frass ihm aus der Hand, hing an seinen Lippen und segnete mit vielen Schmetterlingen im Bauch ab, was sonst nie durchgegangen wäre. Dieser Typ war mit allen Wassern gewaschen und leider, leider sind zu viele auf ihn reingefallen.

  • Kommentiert:05.05.2011
  • Autor:Dr. M. Bohrmann

@ichsehrot
Das ist die ungefähre Umrechnungssumme in Euro aus 56 Mio. DM, welche die Stadt Bonn in 2001 gegen einen Baulöwen mit zweifelhaftem Ruf abschrieb.
Genauer umgerechnet ist es etwas weniger:
„Berthold Kaaf (64), früher als Bauunternehmer bekannt, Ende 1999 wegen Untreue und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt – und im Mai 2002 auf Bewährung entlassen, nachdem er die Hälfte der Haft verbüßt hatte. In die Schlagzeilen war Kaaf als „Luxushäftling“ geraten, der im offenen Vollzug war, in Nobelrestaurants mit Firmenkreditkarte speiste und seiner Profession als Projektentwickler nachging. In seinem Prozess hatte der Ex-Baulöwe seine Schulden auf 190 Millionen Euro beziffert, allein bei der Stadt Bonn stand er mit 28 Millionen Euro Gewerbesteuer in der Kreide“.
http://www.ksta.de/html/artikel/1141776724215.shtml
Zufälligerweise ist nun eine ähnlich großes Anfangs – Finanzloch beim WCCB unter direkter Mitwirkung der Ex – OB zu verzeichnen, jedenfalls nach dem derzeitigen Stand der Dinge.
Vergegenwärtigt man sich dass beim Lieblingsprojekt der Bonner SPD, dem Abriss der angeblich größten Bonner Energieschleuder, dem Stadthaus, zweistellige Millionenbeträge abgeschrieben werden sollten, obwohl die Stadt Bonn knapp an einem Haushaltssicherungfskonzept vorbeigeschrammt ist, dann ahnt man welche Kräfte am Werk waren und, siehe Landesbehördenhaus/, noch am Werk sind.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10490&detailid=795955

  • Kommentiert:06.05.2011
  • Autor:Allahand

Falls auf dem Thema Korruption herumgeritten wird, das ist doch nichts schlimm.
Geld wird in Verhalten umgewandelt, zum Wohle der Stadt.
Bestes Beispiel: die Haas – Kim – BCP – Hotelzimmergeschichte.
http://bonner-presseblog.de/2011/02/14/privacybox-die-wccb-350-zimmer-baukostenluge-und-wer-wann-davon-wusste/
Wenn danach etwas schief geht, erklären die Politiker a) ich bin unschuldig und b) ich habe von nichts gewusst.
Noch immer kann man im Internet lesen:
„Am 4. Dezember 2009 bestätigte Dieckmanns Rechtsanwalt Volkmar Mehle auf Presseanfrage, dass gegen seine Mandantin wegen des Verdachts der Untreue in besonders schwerem Fall ermittelt würde. Er äußerte jedoch zugleich zuversichtlich, den Vorwurf gegen seine Mandantin schnell „aus der Welt schaffen zu können“.
Das sollte die Kanzlei Mehle mal ändern, vor allen Dingen wegen des eingabauten Flops. Man hatte völlig übersehen, dass es eine „Befangenheitslage“ geben könnte!

„Anfang 2010 wechselte Bärbel Dieckmann die Anwaltskanzlei, nachdem der Bonner Strafrechtler Prof. Dr. Volkmar Mehle sein Mandat niedergelegt hatte, da er gemeinsam mit Dieckmanns Ehemann, Jochen Dieckmann, in einer Rechtsanwaltssozietät tätig ist“.

  • Kommentiert:07.05.2011
  • Autor:AbflussReiniger

Die Frau ist ne Wucht!

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