NRW-Justizminister Kutschaty fordert Mandatsniederlegung von Petra Hinz

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Nicht Kunz, sondern die „…langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Hinz hat wesentliche Teile ihres Lebenslaufes erfunden. Sie habe keine allgemeine Hochschulreife erworben, kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine juristischen Staatsexamina abgelegt.“

Das musste die SPD-Politikerin nach Medienberichten einräumen. In einer Erklärung betont ihr Anwalt, ihr politisches Engagement sei aber von „Aufrichtigkeit und Integrität geprägt„.

Thomas Kutschaty als Vorsitzender der SPD Essen erwarte, dass Petra Hinz „dieser Aufforderung unverzüglich nachkommt“. Das teilte der NRW-Justizminister am Mittwoch mit. „Wir alle sind schockiert, dass Petra Hinz uns 30 Jahre lang eine falsche Biografie aufgetischt hat“, sagte er. Hinz habe damit „sich selbst aber auch der SPD großen Schaden zugefügt“.

Petra Hinz hat heute ihr Bundestagsmandat niedergelegt. „Bei der Essener Staatsanwaltschaft seien inzwischen zwei Anzeigen gegen Hinz eingegangen, sagte Oberstaatsanwältin Anette Milk am Mittwoch. Derzeit werde geprüft, „ob ein Anfangsverdacht wegen eines Täuschungsdeliktes gegeben ist“. Auf den Missbrauch von Titeln steht bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe“ berichtet die WAZ.

Nicht ganz so dreist hat es Ex-OB Bärbel Dieckmann, Bonns „oberste Schuldenfrau“ und auch noch Präsidentin der Welthungerhilfe getrieben. Die Gymnasiallehrerin, geb. Pritz aus Leverkusen und Ehefrau des Ex-Justizministers Jochen Dieckmann hat sich bisweilen pressewirksam als „Diplomatentochter“ verkauft. Der Vater war aber „nur“ Beamter im konsularischen Dienst in Genua, also kein Diplomat im eigentlichen Sinne als Repräsentant seines Landes.

Aber mit solchen kleinen Schludrigkeiten fängst`s an und mit einem – aber nur ganz leicht – geschöntem Lebenslauf hört`s auf.

Wer weiß, was alles passiert, bzw. nicht passiert wäre, wenn man Bärbel Dieckmann schon früher „auf die Schliche“ gekommen wäre…

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