Dieselverbot auch in Bonn – oder alles kalter Kaffee?

B2 am Pfingstsonntag in Starnberg
B2 am Pfingstsonntag in Starnberg
B2 am Pfingstsonntag in Starnberg

(Bonner Presseblog) Wer am Bonner City-Ring wohnt und arbeitet, der findet die neuesten Meldungen über Dieselfahrverbote in Städten nicht verwunderlich. Auch der Bonner Generalanzeiger titelt auf Grund des jüngsten Urteils aus dem Stuttgarter Talkessel: Kommt das Diesel-Fahrverbot auch in Bonn?

Wie in allen Medien ist die Ausgangslage die Überschreitung der NO2 Werte in verkehrsbelasten Strassen. Doch ist die Welle des Diesel-Tsunami wirklich so groß, wie man sie uns macht?

Oder werden die Stickoxyde nur zum Sündenbock gemacht? Das fragt sich Martin Prem iin der Printausgabe des Münchner Merkur und auf OVB-Online.

„Vor allem Stickstoffdioxid (NO2) gilt als Krankmacher. Tatsächlich überschreiten an vielen deutschen Messpunkten die Konzentrationen des Schadstoffs die Grenzwerte um zum Teil mehr als das Doppelte. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gelten im Jahresmittel als Obergrenze. In der Oettingenstraße in München beispielsweise ergaben Messungen über 60 Mikrogramm.

Ein Angestellter, der über die Oettingenstraße in sein Büro im Stadtteil Lehel eilt, muss sich solchen Dosen immer wieder aussetzen. Dann sitzt er aber ja gut geschützt an seinem Schreibtisch und kann sich erholen. Könnte man meinen.

Doch da stimmt etwas nicht. Denn im Büro gilt die Mittlere Arbeitsplatz-Konzentration (MAK). Und da sind 950 Mikrogramm Stickoxid der Grenzwert – fast das 24-Fache des Straßenrand-Grenzwerts. An keiner Straße in Deutschland wurde ein derart hoher Wert festgestellt.“

Da passt wunderbar die Meldung über Winfried Kretschmann ins Bild, der sich mit seinen Freunden anlegte.  Der Ministerpräsident rastete auf dem Parteitag der GRÜNEN aus, indem er fragte: „Wo tanken die?“

Obendrein berichtet FOCUS: „Ein Kretschmann-Leak (mit Video) zerpflückt grüne Elektro-Fantasien“ und der geneigte Leser darf sich fragen, ob im Sommerloch mal wieder eine Sau durchs bundesrepublikanische Dorf getrieben und zu Tode gehetzt wird, während viele Urlauber nach dem „Leinen-Los!“ auf Kreuzfahrtschiff-Dreckschleudern den lieben Gott einen guten Mann sein lassen…

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