„Bonnopoly“ – stellt der WCCB-Skandal BER, Elbphilharmonie, Kölner Oper und Stuttgart 21 locker in den Schatten?

Das_WCCB_ist unwirtschaftlich_aber_nicht_für_OB_ Nimptsch
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(Bonner Presseblog): „Eine Stadt muss sich nicht rechnen. Das unterscheidet sie vom Unternehmen. Diese simple, aber für deutsche Stadtverwaltungen offenbar schwer verständliche Formel setzen Regisseur Volker Lösch und Dramatiker Ulf Schmidt der neoliberalen Idee von der „unternehmerischen Stadt“ entgegen. Anlass für ihr schlagfertiges Stück „Bonnopoly. Das WCCB, die Stadt und ihr Ausverkauf“ ist der Bauskandal um das „World Conference Center Bonn“. Doch der Fall weist über Bonn hinaus…“ so weit Cornelia Fiedler in der SZ vom 14.09.2017.

Einen Ausschnitt der Aufführung über „Die Stadt als Spielfeld der Investoren“ kann man sich inzwischen beim SWR ansehen und herunterladen und das Theaterportal „die nachtkritik.de“bringt es auf den Punkt: „Die Fakten sind haarsträubend und stellen Bauskandale um BER, Elbphilharmonie, Kölner Oper und Stuttgart 21 locker in den Schatten.“

Doch geht dieses Anheben des Mega-Skandals (der mit den vielen straftatverdächtigen Handlungen in der Verwaltung von Ex-OB Dieckmann, mehr ist als ein Bau-Skandal) in eine kommunalpolitische Meta-Ebene nicht an der Sache vorbei?

Bevor man die Summe dieser Ereignisse –  in der „Schlitzaugen“ nur reüssieren können, wenn sie mit den „Schlitzohren“ in einem kommunalen Netzwerk an einem Strang ziehen – müsste erst zu Ende recherchiert werden. Ganz besonders in Bezug auf die eigenartige Rolle der Bonner Justiz. Irgendwie ließ man doch alle laufen, was am Beispiel des mit Mühe geschassten Ex-SGB-Chef Friedhelm Naujoks (eine Art „Handy-Man“ von SPD-OB Dieckmann) so eklatant ist, dass man mehr als zweifeln darf:

  1. Generalstaatsanwalt Jürgen Kapischke in „COLONIA CORRUPTA“ schlägt eine erwiesene Baugefährdung in der Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums nieder, die zuvor durch betrügerische Manipulation von Mitarbeitern der Stadt in Papierfluten erstickt worden war.
  2. Ein dubioser Bonner Staatsanwalt frisiert derart seine Akten und die Untersuchungsergebnisse zu einer erwiesenen Trinkwasserpanscherei des Ex-SGB Chefs, (die er bereits zuvor jahrelang in Bielefeld exekutierte), dass er damit die Reputation seines Pressesprechers Apostel und der gesamten Bonner Dienststelle in die Pfanne haut.
  3. Eine Bonner Arbeitsrichterin (u.a. tätig bei Mediation fördern e.V.) interessiert sich bzgl. der von der Stadt betrieben „freundlichen Kündigungsversuche“ des SPD-OB Nimptsch wohl weniger um die Untersuchung des Rechungsprüfungsamtes zu den nicht zugelassenen „Trinkwasserdesinfektionstests“ (die der Pseudoerfinder in angeblicher „Zusammenarbeit mit diversen Behörden“ an Bonner Schulen durchführte), als vielmehr um die  Falschaussagen des „Lügengebäudemanagers.
  4. Auch die Rolle des Richters Klaus Reinhoff  im LG-Prozess gegen Friedhelm Naujoks ist nicht ganz eindeutig. War es ein dummer Verfahrensfehler oder nur ein klitzekleiner Justizirrtum? Warum durfte der Bonner Trinkwasserfachmann Prof. Dr. Martin Exner im Prozess gegen Naujoks keine vollständige Expertise abgeben? Hatte er doch in seinem Gutachten Naujoks` „Wunderwaffe“ funktional als unwirksam und gesundheitsgefährdend gebrandmarkt. Waren es verfahrentechnische (formale) Gründe oder hatte die Bonner Staatsanwaltschaft alles so gut vorbereitet, dass der Richter nicht umhin konnte den „Mehrfachstraftäter“ laufen zu lassen?

Droht nun auch der WCCB-Schadensersatzprozess zu scheitern, weil „Teflon-Bärbel“ (mit Kim „gemaggelt„?) partout nicht als Zeugin aussagen will um sich nicht selbst zu belasten?

Vieles ist noch ungeklärt, aber immerhin, die standing ovations in den Kammerspielen, dürften der Noch-Präsidentin der WHH zumindest die Laune verderben, in Bonn jemals wieder aufzutauchen. Auch nicht mehr als die, von einer freundlichen Presse hochgejubelte, GRANDE DAME der SPD

In diesem Sinne wünscht die Redaktion des Bonner Presseblog den Aufführungen der Kammerspiele: „many hapy returns“ und hoffentlich eine große Tournee durch Deutschland, mit den Stationen, Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart und Koblenz…

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