World CC Bonn: Das nächste Problem…

(Bonner Presseblog) Im Fußballerdeutsch: nach der Kostenexplosion ist vor der Kostenexplosion. Das WCCB-Spiel dauert aber nicht 2 x 45 Minuten, sondern bereits 4 Jahre und wird – die Hoffnung stirbt zuletzt – erst 2015 mit der Fertigstellung beendet sein. Dann kommt das Nachspiel mit Schuldentilgung in Millionenhöhe, mit Zins und Zinseszins. Das wird Jahrzehnte dauern. Die Freude darauf wird verstärkt durch eine Verwaltung, die mehrfach bis ins kriminelle Hinein versagt hat, aber schlauer sein will als gestandene Fachleute.

Unter Leitung von OB Jürgen Nimptsch wird steif und fest behauptet: „Die Stadt MUSS versuchen das Hotel zu veräußern.“ Eine abgesicherte Grundlage dafür gibt es aber nicht, sagt uns heute der Bonner Generalanzeiger. Weiterlesen…

Kommentare

  • Kommentiert:24.04.2013
  • Autor:Bonner Makler

Ist der Bonner Oberbürgermeister als Hotelmakler tätig?
http://tinyurl.com/c2ztmsw
Wenn ja, darf er das und hat er diese Nebentätigkeit a) bei der Bezirksregierung angemeldet und b) dem Rat offengelegt?

  • Kommentiert:25.04.2013
  • Autor:GA-Leser

Wohnen, ach, zwei Seelen in der der Brust der GA-Redaktion?
Noch sind die Hiobsbotschaften von Lokalchef Baumann über die Kostensteigerungen beim WCCB recht frisch, da versucht uns Julian Stech etwas aufzumuntern mit „Baukonjunktur in Bonn und der Region – Alles wartet aufs WCCB“.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/wirtschaft/Alles-wartet-aufs-WCCB-article1037065.html

Die darin enthaltene frohe Botschaft von Volker Jelden:“ „Es gibt viele Unternehmen und Organisationen, die nur darauf warten, dass das WCCB fertig wird, um dann selbst Büroimmobilien zu errichten“ würde ich gerne glauben, aber sind die journalistischen Meinungen des Herrn Stech auch werthaltig?

Sein Kommentar im GA vom 08.01.2013, zeitlich vor der geschönten WCCB-Meldung: „Von einer Katastrophe kann keine Rede sein“ lässt daran Zweifel aufkommen. http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/themen/millionenfalle_wccb/Von-einer-Katastrophe-kann-keine-Rede-sein-article991477.html

Unter dem Titel „Die öffentliche Hand als Bauherr – Mit System verplant“ erläutert Julian Stech, der es als Wirtschaftsredakteur wissen muss, dass alles nicht so schlimm ist:
„Schon Ludwig II. ruinierte mit Neuschwanstein die bayerischen Staatsfinanzen. Ein vielleicht schwacher Trost, aber immerhin: Wer wollte diese Bauten heute missen?“
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kommentare/Die-oeffentliche-Hand-als-Bauherr-Mit-System-verplant-article942032.html

Soll das den Bonnern ein schwacher Trost sein, weil Königin Bärbel I. mit dem WCCB die Bonner Stadtfinanzen ruinierte?
Und mal ehrlich, wer wollte diesen Bau heute noch missen… echt!

  • Kommentiert:26.04.2013
  • Autor:Jungunternehmer

@ GA-Leser

Lässt sich die Lokalpresse wieder instrumentalisieren? Eine bedenkliche Entwicklung!

  • Kommentiert:26.04.2013
  • Autor:B. Heckmann

Ziemlich pervers die ganze Angelegenheit. „Das Projektteam sei aber guter Dinge, dass die Kosten nicht weiter stiegen“ schrieb Ariane Fries im Generalanzeiger vergangenen Montag über die Abgeordnetenhäuser.
Gibt es keine Disziplinarverfahren für grobe Unverschämtheiten am Steuerzahler? Die sauberen Herrschaften werden von uns für äußerst schwache Leistungen und windige Informationen alimentiert!
Hoffentlich bürsten die Politiker die Verantwortlichen in der Sitzung am Montag ordentlich ab. Eine Frechheit ist das!

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