Die Piratenpartei Bonn begrüßt das Bürgerbegehren Bonner Oper

(Bonner Presseblog) Gestern hat die IBBBO (Initiative BürgerBegehren Bonner Oper) angekündigt, ab sofort mit der Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren zur Reduzierung der Zuschüsse für die Bonner Oper zu beginnen. Die Piratenpartei begrüßt, dass nun endlich die Bürger die Möglichkeit bekommen, über dieses heikle Thema selbst zu entscheiden.

„Mehr direkte Demokratie ist eine Kernforderung der Piratenpartei. Ich würde mich freuen, wenn es der IBBBO gelingt, die geforderten 10.000 Unterschriften für die Zulassung des Bürgerbegehrens zu erhalten. Ich gehe davon aus, dass eine solche Abstimmung völlig ergebnisoffen ist. Als Pirat spreche ich mich aber persönlich für eine gerechtere Verteilung der Mittel und für eine stärkere Förderung der freien Kulturszene aus“, so Klaus Benndorf, Vorsitzender der Piratenpartei Bonn.

Felix Kopinski, kommunalpolitischer Sprecher der Bonner Piraten und Spitzenkandidat für die Kommunalwahl im nächsten Jahr, analysiert treffend die Reaktionen auf die aktuelle Entwicklung: „Von Verfechtern der Hochkultur wird der IBBBO, wie jedem, der eine gerechtere Form der Kulturpolitik fordert, ‚billiger Populismus‘ vorgeworfen. Bei Parteien könnte ich die Stoßrichtung noch verstehen, aber kann mir jemand erklären, warum eine Bürgerinitiative Populismus betreiben soll? Die wollen weder ein Produkt verkaufen, noch gewählt werden. Anscheinend geht der Opernlobby einfach das Vokabular aus.“

Ein Positives hat die aktuelle Diskussion, es kommen endlich die wahren Argumente
auf den Tisch. „Es geht nicht um Kultur, sondern um Arbeitsplätze und um Geld. Aber
nicht um die Arbeitsplätze aller Bonner, denn es muss bedacht werden, dass für jeden Arbeitsplatz, der hoch subventioniert wird, an anderer Stelle mehrere, gerade noch rentable Arbeitsplätze wegfallen. Schlimmer ist noch, dass sogar privates Engagement zur Aufgabe gezwungen wird, wie jüngst beim Godesberger Theater déjà vu geschehen. “, so Kopinski weiter.

Es ist verständlich, dass das Thema sehr emotional diskutiert wird und diese Diskussion wird uns ganz sicher die nächsten Monate begleiten. Die Unterschriftensammlung der IBBBO ist aber ein Fakt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Bürgerentscheid führen wird. Das ist demokratisch und für das politische Leben in unserer Stadt von großer Bedeutung. Wir fordern alle Bürger und alle Betroffenen dazu auf, einen solchen Bürgerentscheid als die große Chance zu verstehen, endlich eine jahrelange Diskussion zu beenden. Alle Seiten sind jetzt gefragt, ihre Positionen darzustellen und die Bürger ehrlich und klar zu informieren.

Die Piratenpartei Bonn ist mit 230 Piraten derzeit der viertgrößte Kreisverband der Piratenpartei in NRW.

Presseakontakt:

presse@piratenpartei-bonn.de
Bernhard Smolarz
0176 – 40 00 10 16
https://piratenpartei-bonn.de

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