Prof. Farid Esack, Südafrika: Israel und Apartheid in Südafrika – Wie gültig sind Vergleiche?

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(Bonner Presseblog) Vortrag von Prof. Farid Esack, Südafrika:
Israel und Apartheid in Südafrika – Wie gültig sind Vergleiche?

Farid Esack ist ein südafrikanischer muslimischer Befreiungstheologe und Professor für Islamstudien an der Universität Johannesburg. Er ist in Kapstadt geboren und studierte in Pakistan, Großbritannien und Deutschland. Er ist Autor zahlreicher Bücher über den Islam, Gender, Befreiungstheologie und interreligiöse Beziehungen.
Farid Esack war Teil des südafrikanischen Befreiungskampfes gegen die Apartheid als Mitglied der Vereinigten Demokratischen Front (UDF). Von 1994 bis 1998 war er Gleichstellungs-beauftragter der Regierung Nelson Mandelas.
Als politischer Aktivist setzt er die konsequente Verpflichtung zur aktiven Arbeit sowohl lokal als auch international fort, insbesondere im Hinblick auf den palästinensischen Befreiungskampf, zurzeit ist er Vorsitzender von BDS South Africa.

Veranstalter: Palästinensische Gemeinde Bonn, Institut für Palästinakunde Bonn und Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW-Süd

Termin: Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Katholische Familienbildungsstätte, Lennestraße 5, 53113 Bonn
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Weitere Information:

Professor Esack: „On Paradigms of Political Power amongst Muslims“, The Institute of Ismaili Studies, 4th September 2010

„Den Islam neu denken“, Zenith – Zeitschrift fuer den Orient, Ausgabe 1/2002, S.40ff

Kommentare

  • Kommentiert:17.01.2017
  • Autor:Jens Daniel

Farid Esack in Hamburg
„Der südafrikanische Islamwissenschaftler Farid Esack kritisierte, dass Deutschland den Muslimen bestimmte Vorgaben mache. Es gelte aber Meinungsfreiheit. „Die Idee eines islamischen Staates in Deutschland muss vertreten werden dürfen“, forderte er. Er warf den Ländern des Nordens Ausbeutung und Waffenexporte vor. Deutschland sei nicht bereit, Namibia für den Völkermord an den Herero und Nama im Kaiserreich Entschädigung zu zahlen. An Israel gingen dagegen Milliarden von Euro.
Als anschließend der Tagungsleiter keine Frage mehr zuließ und unter Verweis auf die vorangeschrittene Zeit auch einem jüdischen Zuhörer das Wort nicht erteilte, kam es zu Eklat. Weitere Zuhörer protestierten. Dennoch konnte keine Frage mehr gestellt werden. Das wurde auch von Zekeriya Altug, einem Vertreter der Ditib, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion, auf dem folgenden Podium kritisiert.
Beck betonte: „Antizionismus ist auch eine Form von Antisemitismus.“ Der Ditib warf der Grünen-Politiker vor, das Problem Rechtspopulismus nur einseitig zu betrachten. Es gebe auch auf türkischer Seite Rechtspopulismus und Chauvinismus.“
http://www.shz.de/regionales/hamburg/verbaende-beklagen-islamfeindlichkeit-streit-ueber-iran-und-israel-id15846761.html
Ein sehr seltsamer Referent und eine seltsame Veranstaltung. Katholische Kirche und Judenfeindschaft hat eine lange Tradition.

  • Kommentiert:19.01.2017
  • Autor:Rudolf Assenmacher

Die von Jens Daniel kritisierte Veranstaltung hatte weder was mit der Katholischen Kirche, noch mit dem Thema Israel und Apartheid zu tun. Es handelte sich um Podiumsdiskussion, die das „Islamische Zentrum Hamburg“ (IZH) gemeinsam mit dem Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg durchführte. Das Motto war: „Islamfeindlichkeit und Rechtspopulismus als Herausforderung für Islam und Demokratie in Europa“.
http://www.mopo.de/hamburg/politik/volker-beck-attackiert-islam-verbaende-showdown-in-der-mullah-moschee-25542212

Der beschriebene Eklat hatte gar nichts mit Farid Esack und auch nicht mit dem Thema Israel zu tun! Herr Daniels Kommentar ist billige Stimmungsmache gegen einen international anerkannten Referenten, der in Bonn zu einem Thema sprechen wird, das vielen Israel-Freunden nicht angenehm ist: Die offensichtliche Diskriminierung der palästinensischen Bevölkerung in Israel und den besetzten Gebieten.

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