WCCB-Prozess: Trickst „Pensionärin“ Bärbel Dieckmann?

2017-11-11 FB_Bärbel_Dieckmann_auf_Weltklimakonferenz 1
2017-11-11 FB_Bärbel_Dieckmann_auf_Weltklimakonferenz 1
2017-11-11 FB_Bärbel_Dieckmann_auf_Weltklimakonferenz 1

(Bonner Presseblog) Nun also doch! Die dermaleinst selbstbewusste Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (die schon damals nicht für Transparenz stand) erschien vor Gericht und sagte aus. Doch was erwartet man, wenn sich jemand der als Stadtoberhaupt für ein 300 bis 500 Millionen Euro-Projekt verantwortlich ist, sich aber dafür nicht verantwortlich fühlt (und angeblich keine Mailadresse hatte)? Wie glaubhaft ist Frau Dieckmann, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen war zu behaupten, dass das WCCB nicht ihr Baby gewesen sei?

Ganz wesentlich für „externe Prozessbeobachter“, welche die aufsteigenden Nebel aus der Maschine von B.D.`s Anwaltkanzlei Hamm & Partner erahnen, erscheint eine Passage in der Bonner Rundschau vom 20.12.2017 unter dem Titel: „Bonn prüfte Kims Bonität nicht – Ex-OB Dieckmann äußerte sich zum Skandal um das WCCB“. Dort heißt es:

Dieckmann berief sich in ihrer Antwort nur ein- oder zweimal auf Erinnerungslücken („Das weiß ich nicht mehr“), ansonsten schilderte sie ausführlich aus ihrer Sicht die zwölf Jahre zurückliegenden Vorgänge, betonte dabei aber, es sei für sie eine Herausforderung, zu unterscheiden, was sie damals wusste „und was ich heute aufgrund von Aktenstudien weiß.

Da es zu den Grundrechten eines Angeklagten oder Zeugen gehört, sich nicht selbst zu belasten, kann das Bärbel Dieckmann nur heißen: je länger ich mich mit den Akten beschäftige um als Zeugin auszusagen, desto mehr weiß ich was ich damals nicht hätte wissen dürfen, um mich nicht selbst zu belasten.

Wie „missliebig“ so eine Akte aus dem Stadthaus aussehen kann, erkennt man hier an den Seiten 86 und 87 des RPA Berichts vom Juli 2009.

Auch der Rat erwartet deshalb (bis auf die zur Solidarität verpflichtete SPD und die Linken) keine überraschenden Erkenntnisse: „CDU-Fraktionschef Klaus-Peter Gilles zeigte sich wenig überrascht von Dieckmanns Aussagen. Wer erst juristisch zur Zeugenaussage gezwungen werden müsse, habe offenkundig wenig Interesse an Aufklärung.“

Nach den sich überstürzenden Pressemeldungen tauchen aber, nicht unerwartet, Widersprüche auf, welche die Noch-Präsidentin der Welthungerhilfe, die lt. Jochen Hilgers als Zeugin sehr nervös wirkte, nicht glaubwürdig erscheinen lassen.

Die werden hier nicht weiter ausgebreitet, denn bis zum Zivilprozess gegen Man-Ki Kim am 28. Februar 2018, sollen die Chancen für ein Schadensersatzprozess gegen Bärbel Dieckmann abgewogen werden. Bis dahin werden Beiträge des Bonner Presseblogs aus dem Archiv gekramt (u.a. der auf Betreiben der Bonner Linken gelöschte RPA-Bericht) um mitzuhelfen Licht ins Dunkel zu bringen, das von jeher die Frau des ehemaligen NRW- Justiz- und Finanzminsters Jochen Dieckmann und auch ihren Nachfolger den Genosse Jürgen Nimptsch umgab…

Zunächst deshalb nur die Verlinkungen (soweit nicht im Text enthalten) zu Presseberichten vom 20.12.2017:

GAZ: „Stadt erwägt WCCB-Klage gegen Ex-OB-Dieckmann“ und Kommentar: „Nicht sehr glaubwürdig“

WDR Lokalzeit: „Ex-Oberbürgermeisterin Dieckmann als Zeugin vor Gericht

Siehe auch, Die Millionenfalle 96 vom 25.02.2015: „Was wusste Bärbel Dieckmann?“

„Als durch den ersten WCCB-Report des Rechnungsprüfungamtes (RPA) im April 2010 öffentlich wurde, dass Ex-Stadtdirektor Arno Hübner bereits im Februar 2008 über Untergangsszenarien brütete, erschien auch das Nicht-mehr-Kandidierenwollen von Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann in einem neuen Licht. Die hatte im August 2008 erklärt: „Demokratie verleiht Macht auf Zeit, Demokratie lebt auch vom Wechsel.“

und Eigenrecherche P. Riemann vom 20.07.2009: „Bärbel Dieckmann, das WCCB und das Wohl der Stadt“

„Die vollmundigen Sprüche, mit denen Fehler vertuscht und die BürgerInnen beruhigt werden sollten, haben die Sache aber nur schlimmer gemacht: man fühlt sich von der Dickmannschen Verwaltung verschaukelt…

Die Stadt Bonn wird wohl immer weniger „auf das Geschäftsgebaren des Investors Einfluss nehmen können“, wie das in der valiumgetränkten Meldung nach dem Offenbarungseid der Verwaltungschefin Anfang Mai 2009 hieß.“

Kommentar schreiben

Danke, daß Sie sich entschlossen haben einen Kommentar zu schreiben! Bitte beachten Sie, daß unsere Kommentare moderiert werden um zu verhindern, daß der Bonner Presseblog als Plattform zum Spammen missbraucht wird.

CAPTCHA-Bild