Neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Grundschule Hangelar:

(Bonner Presseblog) Erstes kommunales Energieprojekt fördert Regenerative Energien

Die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen und Katholischen Grundschulen in Sankt Augustin-Hangelar haben nun ganz exemplarisch und anschaulich eine Vorstellung von Regenerativen Energien: Denn eine neue Photovoltaikanlage ist auf zwei Dächern des gemeinsamen Schulkomplexes in Südost-Richtung installiert worden. Und eine Anzeigetafel im Foyer der Schule zeigt ihnen jetzt auf einem Blick, wie viel Leistung diese Anlage aktuell erbringt.

Die Photovoltaikanlage mit einer maximalen Leistung von 38,4 Kilowatt-Peak ist am Donnerstag, 1. Dezember, von Bürgermeister Klaus Schumacher im Beisein der beiden EVG-Geschäftsführer Marcus Lübken und Peter Weckenbrock sowie vielen Gästen in der Schule der Öffentlichkeit vorgestellt und eingeweiht worden. Die PV-Anlage ist das erste kommunale Energieprojekt, das die Stadt Sankt Augustin mit Unterstützung der EVG, des kommunalen Energieversorgungsunternehmens der Stadt, geplant und umgesetzt hat. Eine Reihe weiterer Anlagen auf kommunalen und privaten Gebäuden sollen folgen.

Gesellschafter der EVG sind zu 55 Prozent die kommunale Wasserversorgungsgesellschaft Sankt Augustin sowie zu 45 Prozent die Stadtwerke Bonn. Die SWB hat die Realisierung dieses Projektes als Kompetenzpartner unterstützt. Mit Hilfe der EVG beginnt nun auch in Sankt Augustin die Energiewende. Integraler Bestandteil des Sankt Augustiner Klimaschutzprogrammes ist der Aufbau einer Solardachbörse im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodells.

EVG-Geschäftsführer Marcus Lübken stellte dem EVG-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Bürgermeister Schumacher und den Mitgliedern des Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschusses der Stadt Sankt Augustin die Photovoltaikanlage vor. Sie wird im Jahresdurchschnitt rund 33.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies entspricht in etwa einem Jahresverbrauch von neun Vier-Personen-Haushalten.

„Mit Hilfe der 160 Solarmodule wird die Sonnenenergie in für uns nutzbare elektrische Energie, in Strom, umgewandelt“, sagte EVG-Geschäftsführer Marcus Lübken. „Und dies sauber und ohne Abgase zu erzeugen. Wir freuen uns, diese erste Photovoltaikanlage an der Grundschule realisiert zu haben, denn so hat diese Anlage neben einem ökologischen auch einen pädagogischen Nutzen. Die Anlage reduziert den CO-2-Ausstoß pro Jahr um 18500 Kilogramm. Das entlastet unsere Stadt in 20 Jahren um 365 Tonnen und entspricht in etwa zwei Hektar aufgeforsteter Waldfläche. Mit der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage auf dem Dach von EGS und KGS hier im Ortsteil Hangelar setzen wir den ersten Meilenstein bei der Umsetzung der Partnerschaft zwischen der EVG und der Stadt Sankt Augustin.“

Geplant ist, im Jahr 2012 weitere PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden und auf Gebäuden privater Eigentümer zu errichten. In diesem Zusammenhang soll im Laufe des Jahres 2012 den Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit gegeben werden, sich an diesen Investitionen zu beteiligen und damit ganz persönlich einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende in Sankt Augustin zu leisten.

„Ich darf mich an dieser Stelle bei allen Kooperationspartnern bedanken, allen voran bei dem Ersten Beigeordneten der Stadt Sankt Augustin und zuständigem Umweltdezernenten, meinem Kollegen Rainer Gleß, der der Ideengeber für das Klimaschutzprogramm ist und dies mit einem sehr leistungsstarken Team im Büro für Umwelt und Naturschutz in vielen Bereichen umsetzt“, sagte Lübken. „Dank gilt aber auch den beiden Schulen, EGS und KGS Hangelar, die uns einen so herzlichen Empfang bereitet haben und die zukünftig mit der gleich zu enthüllenden Tafel das Thema „Klimaschutz“ unmittelbar in ihren pädagogischen Alltag einbauen können. Nicht zuletzt möchte ich mich bei der ausführenden Firma Albrecht Solar für die zügige, termin- und kostengerechte Installation der PV-Anlage bedanken. Und schließlich wurde die EVG bei der Realisierung dieser Anlage durch die Gesellschaft für Energie- und Gebäudemanagement, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke Bonn, unterstützt. Namentlich darf ich mich hierfür bei Herrn Christoph Caspary und Herrn Stefan Baginski bedanken.“

Die neue Photovoltaikanlage ist auf 20 Jahre konzipiert und kalkuliert und wird in dieser Zeit rund 640 Megawattstunden Strom erzeugen. Die Einspeisevergütung beträgt für die nächsten 20 Jahre 28,44 Cent pro Kilowattstunde. Das regionale Projekt ist mit einem Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau umgesetzt worden und nach gut zehn Jahren beglichen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 95000 Euro. Der erzeugte Strom wird derzeit in das Stromnetz eingespeist.

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