20. Bonner Wirtschaftsgespräche: Wachstum für Bonn… ist nötig

20. Bonner-Wirtschaftsgespraeche
20. Bonner-Wirtschaftsgespraeche
20. Bonner-Wirtschaftsgespraeche

(Bonner Presseblog) „Das deutsche Wirtschaftswachstum täuscht“, diese Auffassung vertraten  Experten anlässlich der Frühjahrsprognose 2017. Auch meinten die Wirtschaftsforscher, dass sich „die Politiker nicht auf gute Prognosen verlassen, sondern an der Zukunft arbeiten sollten“.

Das wird auch der Bonner OB vernommen haben, denn obwohl sich die Kräne drehen und die Neubauten wachsen, „es fehlen rund 218 Hektar Fläche im Stadtgebiet, um die Nachfrage von Unternehmen zu decken.“ Und last not least, trotz der günstigen Entwicklung des Konferenzstandorts Bonn, die Altlasten aus der Ära Dieckmann und Nimptsch dürfen nicht vergessen werden.

Erst im Mai 2017 gab es kritische Anmerkungen anlässlich der Haushaltsgenehmigung für 2017/2018 durch RP Walsken zum hohen Schuldenstand und der weiteren Neuverschuldung. „Bonn soll daher weiterhin alle geplanten investiven Maßnahmen einer kritischen Prüfung unterziehen mit dem Ziel, eine weitere Neuverschuldung zu vermeiden und stattdessen mittelfristig eine Entschuldung nachhaltig einzuleiten und voranzutreiben.“

Nichtsdestotrotz fand unter dem Motto „Wachstum für Bonn“ fanden auf dem Vorplatz der Bonner Oper die 20. Bonner Wirtschaftsgespräche mit rund 1200 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft statt. Eingeladen hatten Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe.


Sridharan griff bei seiner Begrüßung das Veranstaltungsmotto auf und gab den Gästen einen Eindruck davon, welche Projekte und Zahlen für Wachstum und Stadtentwicklung stehen. „Es drehen sich die Kräne“, so Sridharan zur Eröffnung. „Die ungeliebte Südüberbauung auf dem Bahnhofsvorplatz ist endlich beseitigt. Dort und im Norden des Bahnhofsvorplatzes werden neue Gastronomie- und Handelsflächen, Büros und ein Hotel entstehen. Auch am Bundeskanzlerplatz werden sich bald die Kräne drehen, wie auch am Bertha-von-Suttner-Platz, wo der Neubau eines Hotels entsteht.“
Der Oberbürgermeister führte weiter aus, dass der Wirtschaftsstandort Bonn sich durch beständiges Wachstum auszeichnet. Er belegte dies mit der Zahl der Beschäftigten, die in Bonn im vergangenen Jahr um circa 4000 Arbeitskräfte gestiegen ist – und sich somit gegenüber 2015 verdoppelt hat.

Bonn hat große Wachstumschancen

Dann ging Sridharan auf die besonderen Wachstumschancen für die Zukunft ein. Laut einer Untersuchung der EU liegt Bonn auf Rang vier der deutschen IT-Hochburgen. Diese Stärke werde weiter ausgebaut. Der Bereich der IT- und Cybersicherheit wächst derzeit besonders stark mit dem neuen Kommando Cyber- Sicherheit der Bundeswehr und der Expansion des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Der von OB Sridharan angestoßene Prozess „Digitales Bonn“ trägt erste Früchte, weitere werden folgen. Insbesondere der Digitale Hub, den die Stadt ideell und finanziell unterstützt, und der maßgeblich von der IHK Bonn/Rhein-Sieg vorangetrieben wurde, wurde von OB Sridharan genannt.

Nachdrücklich wies der OB darauf hin, dass Bonn auch als Konferenzstandort wächst. Mit dem Weltklimagipfel im November rückt Bonn 2017 einmal mehr als internationaler Konferenzstandort in den Blickpunkt – weltweit! Mit bis zu 20 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Gästen wird die COP 23 die bislang größte UNO-Konferenz in Bonn sein.

Weiterlesen auf: 20. Bonner Wirtschaftsgespräche

Kommentar schreiben

Danke, daß Sie sich entschlossen haben einen Kommentar zu schreiben! Bitte beachten Sie, daß unsere Kommentare moderiert werden um zu verhindern, daß der Bonner Presseblog als Plattform zum Spammen missbraucht wird.

CAPTCHA-Bild