Bonn: Licht und Schatten auf der Weltklimakonferenz

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(Bonner Presseblog) „Völlig reibungslos und ohne größere Auswirkungen auf den Verkehr gehen an diesem Freitag, 10. November 2017, die ersten fünf Tage der Weltklimakonferenz in Bonn zu Ende. Insgesamt zieht die Bundesstadt Bonn eine durchweg positive Zwischenbilanz“ so die Meldung auf der Homepage der Stadt Bonn.

Viel Lob für das WCCB, eigentlich ein Bonner Normalzustand, denn das subventionierte Konferenzzentrum, das jährlich Unsummen an Steuergeldern kostet muss aus den Skandalschlagzeilen raus, in denen es seit Jahren steckt.

Wo Licht ist, ist meistens auch Schatten: „Autofahrer müssen sich am Samstag auf erhebliche Behinderungen in der Bonner City einstellen. Nach der Anti-Kohle-Demo eine Woche zuvor sind am 11.11. gleich zwei Protestaktionen im Rahmen der Weltklimakonferenz COP 23 angekündigt. Es werden 5000 beziehungsweise 3000 Teilnehmer erwartet. Polizei und Veranstalter gehen von einem friedlichen Verlauf aus“ orakelte die Bonner Rundschau schon vor zwei Tagen.

Auch inhaltlich gibt es Kritik, berichtet der  Deutschlandfunk : „Die Brasilien-Expertin der Gesellschaft, Eliane Fernandes Ferreira, sagte in Bonn, die Repräsentanten indigener Völker, die aus allen Teilen der Welt angereist seien, kämen nicht zu Wort. Sie warteten seit Tagen darauf, als gleichwertige Verhandlungspartner einbezogen zu werden. Zudem sei ihnen ein zu kleiner Pavillon für den Austausch untereinander zugewiesen worden. Es gebe nur Platz für 40 Personen. Ferreira führte aus, die Ureinwohner so vor den Kopf zu stoßen sei beschämend. Sie seien die ersten Opfer des Klimawandels und auf intakte Ökosysteme angewiesen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker kündigte an, am Montag offiziell Beschwerde gegen eine Ausgrenzung der Indigenen einzulegen.“

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