Bonn: Sonderpostwertzeichen und Gedenkmünze „200. Geburtstag des Komponisten Robert Schumann“ in Bonn vorgestellt
(Bonner Presseblog) Bonn: Mit der Herausgabe der 55-Cent-Sonderbriefmarke und der 10-Euro-Silber-Münze „200. Geburtstag des Komponisten Robert Schumann“ ehrt die Bundesrepublik Deutschland einen der größten Musiker der Romantik. Die Edition eines gültigen Postwertzeichens und eines gültigen Zahlungsmittels mit hohem Sammlerwert ist zugleich das populärste Bekenntnis Deutschlands zu Robert Schumann. Eine Ehrung durch Sondermünzen wird pro Jahr höchstens sechs Persönlichkeiten oder Ereignissen von historischem Rang zuteil. Das 55-Cent-Sonderpostwertzeichen und die 10-Euro-Silber-Gedenkmünze „200.
Geburtstag des Komponisten Robert Schumann“ stellte auf Einladung des Schumann-Netzwerks Dr. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, bei einem Festakt heute (30. April) im Stucksaal des Poppelsdorfer Schlosses in Bonn vor.
Dr. Beus überreichte erste Exemplare den geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Ausgabe der Briefmarke und der 10-Euro-Münze an die Öffentlichkeit erfolgt am 6. Mai, einen Monat vor dem Geburtstag Robert Schumanns (Zwickau 1810-1856 Bonn), der sich am 8. Juni 2010 zum 200. Mal jährt.
„Gedenkmünzen sind Ausdruck des historischen und kulturellen Selbstverständnisses eines Landes. Sie zeigen auf besondere Art und Weise, welchen Traditionen, Themen und Personen sich ein Land verpflichtet fühlt. […] Sie sind geprägte Zeitzeugen und prägende Botschafter der Bundesrepublik Deutschland“, so Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Der am Stadtmuseum Bonn angesiedelten Leitung des Schumann-Netzwerks ist es gelungen, die offizielle Präsentation von Marke und Münze an einen Ort zu holen, der Robert Schumann aus seinen letzten Lebensjahren vertraut war: das Poppelsdorfer Schloss in Bonn, dessen Erscheinungsbild seit dem 19. Jahrhundert weitestgehend unverändert ist.
Bonn als letzte Lebensstation Robert Schumanns und als Ort seiner letzten Ruhe war die Stadt, in der sich die posthume Schumann-Verehrung zuerst manifestierte: Als das durch den Bonner Oberbürgermeister Leopold Kaufmann gestiftete Ehrengrab für Robert Schumann mit einem besonderen Grabdenkmal geschmückt werden sollte, richtete man in Bonn vom 17. bis 19. August 1873 eine „Gedächtnißfeier für Robert Schumann“ aus. Diese Feier war das erste bedeutende Schumannfest und ein Triumph für Clara Schumann. Glücklich äußerte sie sich über die „Liebesbeweise“, die ihr vom Festpublikum und den zahlreich angereisten befreundeten Künstlern entgegengebracht wurde. Unter diesen war mit der Sopranistin Jenny Lind, dem Bariton und Dirigenten Julius Stockhausen, der Altistin Amalie Joachim und ihrem Mann, dem Geiger Joseph Joachim, die crème de la crème der damaligen Musikwelt. Die zweite Schumannfeier fand 1880 bei der Enthüllung des Grabdenkmals auf dem Alten Friedhof Bonn statt, das als das schönste und gleichzeitig das älteste aller Schumanndenkmäler gilt. Joseph Joachim, der alte Freund von Robert und Clara Schumann, organisierte 1906 in Bonn die weltweit erste Schumannausstellung.
Das 2005 auf Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ins Leben gerufene Schumann-Netzwerk vertritt alle mit Robert Schumann verbundenen Einrichtungen in den Städten Zwickau, Leipzig, Heidelberg, Wien, Dresden, Düsseldorf, Bonn, Frankfurt, Baden-Baden und bald auch Jena. Über das umfangreiche Internet-Angebot www.schumann-portal.de, dessen Ziel eine möglichst umfassende Berichterstattung ist, steht das Schumann-Netzwerk zudem allen Institutionen und Veranstaltern offen, die Robert Schumann – ob in Veranstaltungen, Publikationen oder im wissenschaftlichen Bereich – „im Programm“ haben. Der Verbund wird durch den Initiator und die Stadt Bonn maßgeblich gefördert. Die Geschäftsstelle unter der Leitung von Dr. Ingrid Bodsch hat ihren Sitz am Stadtmuseum Bonn.
Die Ziele des Schumann-Netzwerks sind:
die Bindungen unter den Schumann-Städten zu intensivieren und gemeinsame Auftritte in Medien und Öffentlichkeit sowie von Aktivitäten der im Netzwerk zusammen geschlossenen Einrichtungen zu fördern
Robert Schumann einen ähnlichen Bekanntheitsgrad zu verschaffen, wie ihn Bach, Beethoven und Mozart haben, und in der öffentlichen Wahrnehmung seine Identifizierung mit den Städten zu erreichen, denen er verbunden war.
Fakten zu Marke und Münze
55-Cent-Marke Gestalterin: Karen Scholz, Bad Essen
Aufschrift: Töne sind der feinste Stoff, welchen unser Geist in sich schließt.
Ausgabedatum: 06.05.2010
10-Euro-Gedenkmünze in Silber Durchmesser: 32,5 mm
Gewicht: 18 g
Prägestätte: Hamburg (J)
Qualität: Spiegelglanz
Künstler: Prof. Christian Höpfner, Berlin
Randschrift: TÖNE SIND HÖHERE WORTE
Ausgabedatum: 06.05.2010
Pressekontakt:
Dr. Thomas Hirthe
hirthe_SERVICES
Agentur für Kultur & PR
Telefon +49 (0 75 51) 30 82 15
Fax +49 (0 75 51) 93 68 39
E-Mail hirthe@hirtheservices.de
Kommentar schreiben