IHK Bonn/Rhein-Sieg: Der Präsident geht…

(Bonner Presseblog) Wolfgang Grießl, Präsident der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg geht. Im Februar 2017 wird er nicht mehr für das Amt kandidieren.

Nicht immer unumstritten bei den IHK-Zwangsmitgliedern und oft kritisiert wegen seiner Aktionen in Sachen Festspielhaus sagt er: „Ja, ich habe mich eher selten in vornehmer Zurückhaltung geübt“ und: „Das Aus für das Festspielhaus sieht er als eine der größten Niederlagen für die Stadt und die Region: „Da hat die Stadt 70 Millionen Euro privates Geld verschenkt und steckt jetzt mindestens 70 bis 100 Millionen Euro öffentliches Geld in die Beethovenhalle.“

Ein Bericht des Bonner GA vom 29.11.2016

Was er nicht sagt: nach dem WCCB-Desaster und der immensen Belastung von über 1.00o Euro („ungetürkt“, auf der nach oben offenen Kostenskala) pro Bonner Bürger für das Konferenzzentrum, war ein weiteres „Glücksfall“ der Stadt Bonn nicht zuzumuten. Auch die tatsächliche Höhe der eingeworbenen Spendengelder waren nicht nachvollziehbar, weshalb die „Festspielhausfreunde“ auf nahezu verlorenem Posten kämpften. Kritiker sprachen gar von einem „Danaergeschenk“. Diese Unzumutbarkeit angesichts des geleerten Stadtsäckels hatte auch SPD-OB Jürgen Nimptsch irgendwann begriffen.

Außerdem musste er als „Stadtoberhaupt gestehen, dass er derzeit keine Ratsmehrheit und keinen Konsens in der öffentlichen Meinung erkenne. Das bedeutet das vorläufige Aus“, schrieb Prof. Harnischfeger am 10. Oktober 2010 der Vorhang war zu und alle Fragen blieben offen… zum Leidwesen aller Festspielhausfreunde.

Weil es trotz der vielen frohen Botschaften bezügl. der Millionenzusagen (u.a. aus Berlin) sehr eng werden würde, hatte er zusammen mit seinem Kölner Parteifreund Rothers einen verwegenen Plan entwickelt. Aber auch der half nichts, weshalb Wofgang Grießl nicht zu sehr mit dem Schicksal hadern sollte.

Bonn hat ja das WCCB und BOB Goes Symphonic Pops , vor fast vollem Haus!

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