Klimagipfel Bonn ohne nasse Füsse mit „Floodtubes“

Foto Fa. SSU Mobiler Hochwasserschutz
Foto Fa. SSU Mobiler Hochwasserschutz
Foto Fa. SSU Mobiler Hochwasserschutz

(Bonner Presseblog) Nicht alle Jahre wieder, aber häufig: der Rheinpegel steigt und bereitet manchmal gravierende Probleme, die in Bonn meist die Bewohner der „Schäl Sick“ trifft. Aber auch für die linksrheinische Seite gilt bisweilen „Land unter“, wobei die Rheinfluten üblicherweise mit Sandsäcken zurückgehalten werden.

Damit das nicht während des Weltklimagipfels (es werden ca. 25.000 Teilnehmer erwartet) rund ums WCCB passiert, das viel „Schotter“ gekostet hat und noch kostet, wurde ein Probelauf mit sog. „Floodtubes“ der bayerischen Fa. SSU Mobiler Hochwasserschutz GmbH durchgeführt. Die ist in Freilassing zuhause und produziert und vermarktet mobile Hochwasserschutzsysteme.

„Das modulare System besteht aus roten Schläuchen aus Polyestergewebe, die im Fall eines Hochwassers mit Wasser gefüllt werden“ berichtet der Bonner Generalanzeiger. „Sie werden übereinander gestapelt, sodass ein 1,60 Meter hoher Schutzdeich entsteht. Dieser liegt teilweise auf einem aufgeschütteten Damm von einem Meter Höhe auf. Die mobile Mauer verläuft dann rund 600 Meter zwischen Rheinufer und Charles-de-Gaulle-Straße. „Am einen Ende wird unser Schutzsystem an das Hochwassersystem des UN-Gebäudes angedockt“, erklärte Sven Hansen vom Generalübernehmer Vagedes & Schmid. „Allerdings kann das Wasser nicht nur direkt aus dem Rhein kommen, der Rhein kann das Wasser auch in das Kanalsystem drücken.“ Daher wurden zusätzlich Kanaldeckel abgedichtet und mit Eisenplatten beschwert.“

Auch die Bonner Rundschau informiert über das System, das bei einer „Vorwarnzeit von 48 Stunden“, das lt.  Jörg Schneider, Brandtamtmann der Bonner Berufsfeuerwehr, von zehn Wehrleuten in rund zehn Stunden aufgebaut werden. So viele waren auch bei dem Probeaufbau dabei. „Bei der Übung hat das gut funktioniert.“

Positiv: Stadt, bzw. WCCB-Betreiber müssen keine Zusatzkosten für die „Floodtubes“ befürchten. In einer Art realen „Umwegrendite“ (von diesem nicht zu quantifizierbaren Einnahme hatte Ex-OB Jürgen Nimptsch (SPD) immer geträumt) wurde es „vom Bund angeschafft und wird künftig der Stadt Bonn als Dauerleihgabe überlassen, damit es auch bei Hochwasserproblemen in der Region eingesetzt werden kann.“

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