Neustart für Solarworld – Asbeck lässt Aktionäre im Regen stehen

Die_Solarchecker_Naujoks_Kelber_Klein_Asbeck_und_Co
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(Bonner Presseblog) „Frank Asbeck, Asbeck, Ass…“ rauschts wieder durch den bundesdeutschen Blätterwald… Damals war besser. Es ging zu, wie in der berühmten Schnellsprech-und-Zungenverdreher-Arie in Figaros Hochzeit: Asbeck hier! Asbeck da! Asbeck oben! Asbeck  unten..! Nach Solarworld-Promotion auf Schuldächern (mit SGB-Skandalmanager Naujoks), Wasserwerkumbau mit Architekt Ralph Schweitzer, Zoo am Rheinufer (bei dem Stadtsprecher Friedel Frechen, die Spucke wegblieb), ganz „privatem“ Schlosskauf und Parteiauftritten mit den GRÜNEN oder Bonner SPD-Lokalgrößen und einer „Zukunftsrotunde“ im Poppelsdorfer Schloss war er unten angekommen: ganz weit unten...

Da half kein Kuratoriumsposten in Bärbel Dieckmanns Welthungerhilfe , und auch nicht die beliebten Karnevalsauftritte mit dem wundervollen AdaBeikircher.  Mitte Mai musste Asbeck´s Solarworld mit ca. 3000 Beschäftigten nach sechs verlustreichen Jahren Insolvenz anmelden.

Droht nun, nach der Pleite, als Investor (mit Geld der Qatar-Foundation) eine neue Sonnenprotuberanz, die bald wieder in sich zusammensackt? Gelingt der Neustart? Arbeitet die Sonne bald wieder für das selbsternannte „Öko-Schwergewicht“, das von der bekannten Bonner Werbeagentur Kreativ-Konzept mit Larry Hagmann und Lukas „Poldi“ Podolski promotet wurde?

„Asbeck wurde von Politikern und Medien noch als „Sonnenkönig“ gefeiert, als Wegbereiter der Energiewende. Doch zuletzt ging es bei Solarworld turbulent zu…. Zuletzt wurden die Produkte sogar unter den Herstellungskosten verkauft. Die Mitarbeiter der Bonner Firmenzentrale waren schon freigestellt worden, berichtet ntv unter „Asbeck will Solarworld-Werke zurückkaufen“

Auch Der SPIEGEL , das Handelsblatt und das manager magazin nehmen sich des Themas an, dass Solarworld Industries GmbH dem Insolvenzverwalter Horst Piepenburg für die beoden deutschen Fabriken offenbar ein Angebot gemacht hat, dass er nicht ablehnen konnte. Bei den anderen Interessenten soll das zu lange gedauert haben, außerdem geht es um die Rettung von 500 Arbeitsplätzen.

Und der Bonner Generalanzeiger titelt über den Mann, dem die guten Einfälle nicht ausgehen: „Asbeck zieht bei Solarworld seinen Kopf aus der Schlinge“. Saudumm gelaufen ist es allerdings für die Aktionäre und die Belegschaft: Nach dem Konzept, das nun Asbeck mit der neuen Gesellschaft umsetzen will, werden nur noch 475 Beschäftigte bei Solarworld in Deutschland bleiben – vielleicht noch eine Handvoll in der Bonner Zentrale. „Peter Finger, Betriebsratschef bei der Solarworld AG in Bonn (Anm.d.Verf.: und starker Aufklärer beim WCCB-Skandal), forderte seinen „grünen Weggefährten Asbeck“ auf, zumindest einen Teil der Arbeitsplätze in Bonn zu erhalten und in die neue Gesellschaft zu übernehmen.“

Nach Aufstieg und Steilabsturz scheint Asbeck zu gewinnen, meint GA-Wirtschaftsredakteurin Nadine Klees, doch wie lange?

Den Aktioären droht das Schlimmste und der größte Teil der Belegschaft steht mit leeren Händen da. „Nur ein kleiner Teil blickt in eine sichere Zukunft: Stimmen die Gläubiger bei der Versammlung am Freitag der geplanten Lösung zu, übernimmt die Solar Industries GmbH 475 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten in Sachsen und Thüringen. Für etwa 1200 ist bis Mitte 2018 eine Transfergesellschaft geplant. Am Verwaltungsstandort Bonn wurden bereits die meisten Mitarbeiter freigestellt, 65 sind derzeit noch dabei, alles abzuwickeln.“

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