Streit ums Metropol am Ende – Stadt muss 1 Million Euro zahlen

Foto Roland Frisch, Metropol Kino Bonn, großer Saal
Foto Roland Frisch, Metropol Kino Bonn, großer Saal
Foto Roland Frisch, Metropol Kino Bonn, großer Saal

(Bonner Presseblog) Es war am 24.08.2007, da meldete Roland Wünsch auf rheinraum:online: WIKIPEDIA rettet Metropol

Das „nach den Angaben in dem Internetlexikon Wikipedia bundesweit einzige Lichtspieltheater in der Übergangsform von Theater, Varieté und Lichtspieltheater, das noch erhalten ist“,  darf auch nach Auffassung der Bezirksregierung Köln nicht zerstört werden.

„Die Oberbürgermeisterin wie auch die Sprecher von SPD und CDU im Planungsausschuss sind für ihre hochmütige Abqualifizierung des in den Bürgerinitiativen versammelten Fach- und Sachverstands als ’selbsternannte Denkmalschützer‘ durch den Regierungspräsidenten abgewatscht worden“, so Bernhard Wimmer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Bonner Bürgerinitiativen, in einem ersten Kommentar…

Einziger Trost für Töpfer: § 33 Satz 1 Denkmalschutzgesetz NW sieht einen Anspruch auf angemessene Entschädigung in Geld für unzumutbare denkmalschutzbedingte Eingriffe in das Privateigentum vor.  Damit dürfte sich die Unterstützung von OB Dieckmann für Töpfers Umbaupläne als echter Bumerang für die Stadtkasse erweisen.“

Nach einer Bürgerinitiative (47.000 Unterschriften), einer Ablehnung des Antrags der Investoren durch die Stadtverwaltung – mit Rückendeckung der Mehrheit im Rat – und nachdem Roland Frisch einen Tag vor Schliessung des Kinos wunderbare Fotos gemacht hattte, verklagte der frühere Investor Klaus Töpfer und seine Mitgesellschafter die Stadt Bonn auf zunächst 5 Millionen Euro plus Zinsen und  im August 2015 auf 2,4 Millionen Euro. Ende Juni 2017 empfahl die Stadtverwaltung den Kommunalpolitikern „einen Vergleich mit den Investoren, die das Gebäude am Markt zur Buchhandlung umgebaut hatten.“

Nun wird die Zerstörung des Metropol doch noch etwas preisgünstiger für die Stadt: „In nichtöffentlicher Sitzung entschied der Stadtrat, der Metropol Immobilienmanagement GmbH & Co. KG eine Entschädigung von einer Million Euro zu zahlen. Das Landgericht Bonn hatte diesen Vergleich vorgeschlagen. Ebendort liegt seit Ende Mai eine schriftliche Erklärung der Immobilienmanagement GmbH vor, dass sie mit dieser Summe einverstanden sei, berichtet der Rhein-Sieg-Anzeiger vom 09.07.2017.

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