OPER Bonn: Dreh dich nicht rum – die Abrissbirne geht um…

Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper
Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper
Schommer 2005 auf dem Dach der Bonner Oper

(Bonner Presseblog) Wenn gar nichts mehr geht in Bonn, kommt die Abrissbirne ins Spiel.

2006 war es eine Schulgebäude, das „Lügengebäudemanager“ Friedhelm Naujoks glaubte plattmachen zu müssen. 2008 folgte die Burgschule, bei der die Eltern u.a. vom schlitzohrigen SGB-Mann Detmar Kühl  an der Nase herumgeführt wuren. 2009 wollte ein gewisser Martin Schilling von der SPD mit Hilfe des beim WCCB und anderswo in Verruf geratenen Genossen N. und seines subalternen Helfers Lossau das Stadthaus zerbröseln, was dann in der „blockierten Stadt“ über die Jahre ein echter Dauerbrenner wurde. Was sich zerbröselte war aber etwas ganz anderes: das Märchen von einem großzügigen Investors, bei dem es sich um einen Herrn Elmar Brandschwede handeln soll…

Im Bonner Immobiliensumpf (Kaaf + Co. lassen grüßen) nicht ungewöhnlich, der Investor soll betrogen worden sein….  Fazit: das Stadthaus wurde saniert und überlebte.

Zeitgleich die Diskussion um den Abriss der Beethovenhalle. Auch hier waren es externe Spender, deren Bereitschaft die Spendierhosen zu zeigen, betuchte Festspielhausfreunde in Hochstimmung versetzte und eine bürgerschaftliche Bewegung auslöste. Nach viel Gedöns, Taler für Beethoven , Jubel, Ach und Krach, dem Abgang von Telekom und Postbank und einer Kasperl-Rolle rückwärts von Jürgen Nimptsch, wurde dann aus dem Fest.Spiel.Haus… hier und da und dort: NICHTS!

Bei soviel Chaos in Klein-Bonn, nimmt es nicht Wunder, dass sogar Bärbel Dieckmanns Skandalbau in der Rheinaue abgerissen werden sollte… das war aber ein Scherz des vorigen Presseblogbetreibers…

Damit es nicht langweilig wurde, legten in 2012 die OB´s Nimptsch und Roters eine Machbarkeitsstudie für eine Köln-Bonner Opern(kon)fusion vor, die auch bald ad acta gelegt wurde.  Und nun steht die OPER Bonn auf dem Prüfstand:

„Nachdem die Grünen die CDU und die FDP bei diversen Bebauungsplanverfahren düpiert und auch bei der geplanten Ausschreibung von Freibädern ihre Zustimmung verweigert haben, zögern sie nun bei einem Vorstoß, der ihrem Partner CDU besonders am Herzen liegt: Einem Prüfauftrag, ob es vielleicht gescheiter ist, das Opernhaus abzureißen und neu zu bauen als rund 120 Millionen Euro in eine Instandsetzung mit unabsehbaren Risiken zu stecken. Die Oper Köln lässt grüßen“, schreibt Andreas Baumann im GA vom 06.10.2017.

Operngleich tritt auch noch die Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner mit unbedachten Äußerungen auf die Bühne. „Sie beklagte diese Woche im GA-Interview, dass die Stadt die Akustik im großen WCCB-Saal nicht mit einer elektronischen Anlage verbessert hat. Das hätte rund zwei Millionen gekostet, und das, obwohl das Beethovenfest nur zwei Jahre ins Kongresszentrum ausweicht. Bonn hat’s ja. Es geht aber nicht nur um die Interessen der Kulturfreunde, sondern um die Interessen aller Bürger und Steuerzahler. Genau deshalb gehören … bei Oper und Schauspiel alle Varianten“…und endlich auch eine Untersuchung des seit Jahren skandalgebeutelten und von internen Pleiten und Pannen heimgesuchte SGB „auf den Tisch„. Das SGB hätte unter Stabführung von Marion Duisberg (die notfalls auch mal den Stadtrat belügt) längst von Grund auf saniert werden müssen. Und so der GA (im Bericht zur Oper) weiter: „Erst wenn Zahlen vorliegen, kann der Rat sauber entscheiden…“ ansonsten geht der Zauber dieser Stadt weiter flöten!

Kommentar schreiben

Danke, daß Sie sich entschlossen haben einen Kommentar zu schreiben! Bitte beachten Sie, daß unsere Kommentare moderiert werden um zu verhindern, daß der Bonner Presseblog als Plattform zum Spammen missbraucht wird.

CAPTCHA-Bild